Nach dem teils windigen, wechselhaften und überwiegend nasskalten Wetterverlauf in den ersten März-Tagen zeigt sich in den Simulationen der Wettermodelle im Zeitraum 5./10. März eine Tendenz in Richtung einer Hochdruckwetterlage ab. Ob die Wettertendenz kalt, nasskalt oder mild ausfallen wird, hängt im Wesentlichen von der Position des Hochdrucksystems ab. Das amerikanische Wettermodell zeigt zum 4./5. März ein abtropfendes Tiefdrucksystem in Richtung Mittelmeer, so dass dem Azorenhoch Raum für eine aufkeilende Position in Richtung Norden geboten wird. Das aktiv-dynamische Wetter auf dem Atlantik würde in Folge daraus blockiert werden und das Zirkulationsmuster könnte über Mitteleuropa eine meridionale Zirkulationsstruktur (Nord-Süd) annehmen. Nachfolgend kippt die Nord-Süd Achse des Hochdrucksystems nach Osten hin weg und legt sich quer über Mitteleuropa, so dass Deutschland bis zum 10. März in einer nordöstlichen Strömung verbleiben kann. Wäre nun Januar, so könnte man von einer winterlichen Wetterlage sprechen, da der Sonnenstand im März aber schon entsprechend hoch ist, fällt das mögliche Temperaturspektrum weitgehend nasskalt aus, wobei ab den mittleren Lagen kurzzeitig auch winterliche Optionen nicht auszuschließen sind. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Entwicklung der Großwetterlage bis zum 5. März und auch im nachfolgenden Zeitraum zeigt sich bis zum 8. März eine weiter östlich liegende Hochdrucktendenz. Anders wie beim amerikanischen Wettermodell positioniert sich das Hoch jedoch über dem skandinavischen Raum, so dass die Luftmassen über Deutschland aus östlichen Richtungen und entsprechend kühler ausfallen können. Anders ausgedrückt favorisieren die Wettermodelle einen teils turbulent-dynamischen Wetterstart in den März, welcher im Zeitraum 5./10. März mit höherer Wahrscheinlichkeit von hohem Luftdruck dominiert werden kann. Frühlingshaft mild mit Temperaturen jenseits der +15 Grad Marke wird zum heutigen Stand im ersten März-Drittel weniger wahrscheinlich sein. Das mögliche Temperaturspektrum liegt bspw. am 9. März zwischen -2/+12 Grad bei einem Mittelwert von +3/+4 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Westen und Norden. Der Polarwirbel zeigt sich weitgehend intakt, jedoch liegt über dem sibirischen Raum ein kräftiges Kontinentalhoch, welches auch das Azorenhoch dazu verleiten könnte, eine Hochdruckbrücke Mitteleuropa oder gar ein autarkes Hochdrucksystem über Skandinavien zu etablieren. In beiden Fällen wäre das normale West-Ost Zirkulationsmuster gestört - wie nachhaltig dieser Vorgang sein wird, bleibt noch abzuwarten.

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