Das zu Grunde liegende Zirkulationsmuster über das verlängerte Wochenende bleibt grundsätzlich südwestlich geprägt, wobei eine südliche Verlagerung der Tiefdruckrinne in den kommenden Tagen für eine Abkühlung verantwortlich sein wird - zum heutigen Stand auch über das verlängerte Wochenende. Die Tiefdruckrinne verläuft dabei weit nach Süden verschoben über Neufundland, den Azoren, Spanien, Deutschland und östliche Skandinavien, so dass die atlantische Frontalzone das Wetter über Deutschland beeinflussen kann. Im Zeitraum vom 4./10. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell einen neuerlichen Tiefdruckwirbel zwischen Island und den Azoren, welches sich weit nach Süden ausweiten kann (Trog vor Mitteleuropa). Im gleichen Zeitraum kann sich über dem mitteleuropäischen Raum hoher Luftdruck positionieren, so dass im Verbund beider Systeme zueinander sich eine relativ warme Südwest- bis Südwetterlage daraus entwickeln kann. Der südliche Gradientenverlauf der Tiefdrucksysteme ist weit nach Süden gerichtet und kann nach den aktuellen Simulationen über Deutschland verlaufen, so dass die Temperaturen zwar warm sein können, der zu Grunde liegende Charakter jedoch eher zu wechselhaften Wetter neigt (schwül-warm). Das europäische Wettermodell hält in seiner Simulation die Tiefdruckrinne noch weit südlich gelagert, so dass der Zeitraum zwischen dem 4./7. Mai weiterhin wechselhaft und kühl ausfallen kann. Die Gemeinsamkeiten beider Simulationen liegen im ersten März-Drittel im wechselhaften Wettercharakter, Differenzierungen gibt es noch hinsichtlich der Temperaturentwicklung, was sich auch in den Kontrollläufen widerspiegelt. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 5. Mai zwischen +6/+25 Grad (Mittelwert: +17 Grad im Westen und Süden und +16 Grad im Osten und Westen) und am 8. Mai zwischen +5/+26 Grad (Mittelwert: +15/+16 Grad im Norden und Westen und +17/+18 Grad im Süden und Osten). Erkennbar ist in den Kontrollläufen nach den kommenden kühlen Tagen eine Aufwärtstendenz der Temperaturentwicklung. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 10. Mai bei 10/30/60 und bestätigen weiterhin eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis positiven Temperaturtrend im Verlauf des ersten Mai-Drittels.

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