In der kommenden Woche wird das Wetter zunehmend wechselhafter und von Nordosten schieben sich die kühleren Luftmassen ab der Wochenmitte weiter nach Süden voran, es bleibt aber zunächst noch verbreitet frühlingshaft warm. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so nimmt zum kommenden Wochenende die Wahrscheinlichkeit zu, dass in ganz Deutschland mit höherer Niederschlagstätigkeit, teils auch kräftigen Regenfällen und zurückgehenden Temperaturen zu rechnen ist. Der Grund liegt in einer Positionsverschiebung des skandinavischen Hochdrucksystems weiter nach Westen, so dass auf dessen Ostflanke kühlere Luftmassen (+7/+14 Grad) nach Deutschland vordringen können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt alles wie gehabt. Das Hoch verlagert sich dabei etwas nach Osten, so dass dessen Hochdruckrücken sich von Portugal bis über das westliche Russland erstreckt. Als Folge daraus stellt sich im Deutschland eine relativ warme Südwestwetterlage ein, bei der die Niederschlagsneigung im Nordwesten höher als im Südosten ist. Was ist im Zeitraum zwischen dem 4./10. April wahrscheinlicher? Das amerikanische Wettermodell zeigt sich in seinen Simulationen zueinander wenig konsequent und sticht mit einer gewissen "Flexibilität" hervor, während das europäische Wettermodell eher konservativ geprägt ist. Im Ergebnis daraus sorgt das Hoch über Skandinavien für erhöhte Unsicherheiten in den Simulationen. Der Trend ist ab dem 4. April zunehmend wechselhaft und die Temperaturen gehen zum Ende des ersten April-Drittels in eine normalisierende Richtung. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 7. April zwischen +5/+15 Grad bei einem Mittelwert von +12 Grad im Norden und +14 Grad im Süden. Das Langfristmodell zeigt für den April weiterhin normale bis leicht zu warme Temperaturen bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung. Für das Wetter im Mai geht die Tendenz zu normalen Temperaturen mit dem Trend leicht zu kühl auszufallen, wobei die Niederschlagsneigung normal ausgeprägt ist. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes simuliert den gesamten Frühlingsverlauf mit einer Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent zu warm, 27 Prozent normal und 21 Prozent zu kalt.

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