Das Wetter im Herbst 2017 war die meiste Zeit über dominiert von Tiefdrucksystement. Zwar gab es - vor allem über Süddeutschland - auch mal längere Hochdruckphasen, diese waren aber meist von Nebel und Hochnebel eingetrübt. Auch Stürme und Orkane gab es im Herbst 2017 zu bestaunen.

Das Wetter im Herbst 2017 war zu warm

Die durchschnittliche Temperatur betrug im Herbst 2017 +9,7 Grad und lag damit gegenüber seinem Referenzwert von 1961-1990 um +0,9 Grad im zu warmen Bereich. Gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 betrug die Abweichung noch +0,7 Grad.

Anzeige

War es im letzten Jahr der Oktober, welcher zu kalt ausfiel, war es in diesem Herbst der September. Ungewöhnlich warm war es hingegen Mitte Oktober, als nochmals verbreitet Werte von über +25 Grad registriert wurden. Die höchste Temperatur wurde am 16. Oktober 2017 mit +28,1 Grad in Müllheim registriert. Der November war hingegen am Anfang zu warm, in der Mitte mal zu kalt und zum Ende hin sowohl ungewöhnlich warm, als auch kalt. Der erste Schneefall war Ende November zu bestaunen und der kälteste Wert des Herbstes 2017 wurde am 15. November mit -13,1 in Oberstdorf gemessen.

Das Wetter im Herbst 2017 war abwechslungsreich
Das Wetter im Herbst 2017 war abwechslungsreich: Am Ende aber zu warm, zu nass und zu dunkel

Der Herbst 2017 war zu nass

Wenig zu klagen gab es mit der Niederschlagsmenge, welche im Herbst 2017 in ausreichender Form vom Himmel fiel. Insgesamt wurden im Schnitt 225 l/m² gemessen, was das Soll von 183 l/m² um 22 Prozent übertraf.

Starkniederschläge

  • 2. September Südosten
  • 13. September Südwesten
  • 5. Oktober Norden
  • 11. November Schwarzwald

Die Starkniederschläge sorgen dafür, dass keiner der Herbstmonate zu trocken ausfiel. Der meiste Niederschlag wurde mit 780 l/m² entlang des Alpenrandes gemessen. Die höchste Tagesmenge gab es am 11. November mit 116,6 l/m² über dem Südschwarzwald. Relativ trocken war es hingegen in einem breiten Streifen von Dessau-Roßlau bis Erfurt, wo es nur 100 l/m² an Niederschlag gab. Schneefall gab es auch, beschränkte sich aber meist auf das höhere Bergland und erst Ende November sankt die Schneefallgrenze teils bis auf tiefere Lagen ab, so dass sich über den mittleren Lagen eine Schneedecke ausbilden konnte.

Der Herbst 2017 war zu dunkel

Wenig überraschend ist die negative Sonnenscheinbilanz im Herbst. Die Sonnenscheindauer erreichte 260 Stunden und verfehlte ihr Soll von 311 Stunden um 16 Prozent. Den meisten Sonnenschein gab es mit 350 Stunden über dem Hochreihn bis zu den Alpen, während es über dem Sauerland und dem Harz mit 180 Stunden vergleichsweise wenig Sonnenschein gab.

Den gesamten Rückblick auf das Wetter im Herbst 2017 können Sie auf den Seiten des DWD nachlesen.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!