Zum Hauptinhalt springen

Turbulentes Januarwetter - Schneesturm über dem Norden, Tauwetter über dem Süden

| M. Hoffmann

Ruhiges und winterliches Januarwetter ist noch bis Mitte der Woche zu erwarten. Nachfolgend dehnt sich in zwei Wellen die atlantische Frontalzone nach Mitteleuropa aus und rauscht mit zwei Sturmtiefs über Deutschland hinweg. Die Temperaturen springen am Freitag nach oben, sinken am Samstag wieder ab, um am Sonntag erneut in die Höhe zu schnellen. Das wird eine turbulente und phasenweise auch chaotische Wetterphase, bei der Regen, Schnee, gefrierender Regen und stürmische Böen eine Rolle spielen werden.

Ein Sturm zieht auf © Martin Bloch
Ein Sturm zieht auf © Martin Bloch

Ein Wolkenband zieht heute weiter nach Süden und trübt den Sonnenschein phasenweise ein. Örtlich ist geringfügiger Schneefall möglich, verbreitet aber bleibt es trocken. Die Ausnahme zeigt sich über den Küsten der Nordsee, wo sich mit dem Lake-Effect weitere Schauer - teils als Regen, teils als Schnee - ergeben können. Der Wind kommt schwach aus südwestlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin -6 bis -1 Grad und weiter nach Norden zwischen -3 und +2 Grad.

Wolken bringen etwas Schnee

Die Wetterlage verändert sich in der zweiten Wochenhälfte, was sich am 7. Januar (Mi.) mit aufziehender Bewölkung und nachfolgend einsetzendem Schneefall über dem Westen bemerkbar macht. Bis zum Abend trübt sich der Sonnenschein westlich einer Linie zwischen Stuttgart und Hamburg ein und der Schneefall dehnt sich in der ersten Nachthälfte westlich einer Linie zwischen Ulm und Hamburg nach Osten aus (Schneeprognose). Weiter nach Osten bleibt es verbreitet sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen bei einem schwachen bis mäßigen Wind aus südlichen Richtungen kommend -6 bis +2 Grad, wobei die höheren Werte über den westlich gelegenen Ballungsgebieten sowie in unmittelbarer Küstennähe zu erwarten sind.

Zunehmende Bewölkung und leichter Schneefall

Die schwache Front vom Vortag dehnt sich in der Nacht auf den 8. Januar (Do.) weiter nach Osten aus und führt am Tage bei überwiegend starker Bewölkung zu leichtem Schneefall, der sich am Abend über dem Südwesten intensiviert und kräftiger ausfallen kann. Die Temperaturen erreichen bei einem weiter auflebenden Wind aus südlichen Richtungen -4 bis +0 Grad und können westlich einer Linie zwischen Hamburg und Stuttgart mit +0 bis +4 Grad positive Werte annehmen, so dass der Schneefall über tieferen Lagen allmählich in Regen oder gefrierenden Regen übergehen kann.

Ein Sturm bringt Tauwetter und unwetterartigen Schneefall

Die Niederschlagsfront gehört zu einem Sturmtief, welches Deutschland am 9. Januar (Fr.) von West nach Ost überquert. Der Niederschlag intensiviert sich in der Nacht weiter und erreicht zum Nachmittag den Norden und Osten. Mit einsetzendem Niederschlag ist noch mit Schneefall bis auf tiefere Lagen zu rechnen, doch treibt der stark böige bis stürmische Wind milde Luftmassen nach Norden, was die Temperaturen bis zum Nachmittag auf +4 bis +8 Grad ansteigen lassen kann. Frostig kann es mit -4 bis +0 Grad noch über Teilen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bleiben - dort ist zum Nachmittag und in der Nacht mit teils unwetterartigem Dauerschneefall zu rechnen. In Kombination mit dem stürmischen Wind aus östlichen Richtungen lässt sich über dem Norden für den Moment ein Schneesturm nicht ausschließen. Über dem Rest von Deutschland geht der Schnee unterhalb etwa 800 bis 1.000 Meter in Regen über.

Rückseitenwetter lässt die Schneefallgrenze wieder absinken

Am Wochenende verlagert sich das Sturmtief nach Osten und bringt Deutschland in eine Rückseitenströmung. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und lässt die Temperaturen am 10. und 11. Januar auf -2 bis +4 Grad zurückgehen. Die höheren Werte sind entlang des Rheingrabens und den Ballungsgebieten zu erwarten. Über dem Nordosten verschärft sich hingegen der Dauerfrost mit Höchstwerten von -10 bis -5 Grad. Zeitweiliger Niederschlag sorgt für ein unbeständiges Wochenende. Geht der Niederschlag über dem Osten und Nordosten überwiegend als Schnee nieder, so schwankt die Schneefallgrenze über dem Rest von Deutschland zwischen 200 und 600 Meter.

Ab Sonntagnachmittag erreicht die zweite Welle Deutschland. Der Niederschlag intensiviert sich und dehnt sich noch in der ersten Nachthälfte nach Osten aus. Der Wind frischt stark böig bis stürmisch aus südwestlichen Richtungen auf und lässt die Temperaturen zum Abend über dem Westen auf bis +10 Grad und über dem Osten und Nordosten auf -7 bis +2 Grad ansteigen. Mit der Sturmfront geht der Niederschlag relativ zügig von Schnee in Schneeregen und Regen über. In der Zwischenphase und auch dem Weg nach Osten kann auch gefrierender Regen mit erheblicher Glätte eine Rolle spielen.

Turbulentes und in Phasen chaotisches Wetter zum Ende der Woche
Turbulentes und in Phasen chaotisches Wetter zum Ende der Woche © www.meteociel.fr || wxcharts.com
Nächste Aktualisierung der Wetterprognose
  • 13:00 Uhr: Wie markant ist die Milderung und welche Rolle spielt der Winter in der zweiten Januar-Dekade?
  • 20:15 Uhr: Was vom Wetter im Februar zu erwarten ist

Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 24.02.2026 12:00 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 15,0 °C Müllheim (Baden-Württemberg)
Min. Temp. -6,2 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 86,8 km/h Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
Max. Niederschlag 61,9 mm Jachenau-Tannern (Bayern)
Sonne (Ø) 0,4 h
Ø Temp. 6,6 °C
Wind (Ø) 12,3 km/h
Niederschlag (Ø) 5,54 mm
Luftdruck (Ø) 1.017,4 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    15,0 Müllheim (Baden-Württemberg)
    14,1 Rheinfelden (Baden-Württemberg)
    14,0 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg)
    14,0 Trier-Zewen (Rheinland-Pfalz)
    13,6 Freiburg (Baden-Württemberg)
  • Temperatur (°C) Station
    -6,2 Zugspitze (Bayern)
    -1,5 Großer Arber (Bayern)
    -0,6 Fichtelberg (Sachsen)
    -0,1 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    0,3 Hattstedt (Schleswig-Holstein)
  • Niederschlag (mm) Station
    61,9 Jachenau-Tannern (Bayern)
    60,2 Kreuth (Bayern)
    59,4 Aschau-Stein (Bayern)
    52,3 Obere Firstalm - Schlierseer Berge (Bayern)
    51,8 Brannenburg-Degerndorf (Bayern)
  • Windböe (km/h) Station
    86,8 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    86,8 Zugspitze (Bayern)
    86,0 Großer Arber (Bayern)
    73,4 Hohenpeißenberg (Bayern)
    73,1 Fichtelberg (Sachsen)
  • Sonnenschein (h) Station
    3,4 Helgoland (Schleswig-Holstein)
    2,9 Norderney (Niedersachsen)
    2,2 Lautertal-Oberlauter (Bayern)
    2,1 Waldmünchen (Bayern)
    2,1 Diepholz (Niedersachsen)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)