Frühlingserwachen im Februar - Starkes Tauwetter lässt Hochwasser- und Überflutungsgefahr ansteigen
In Kombination aus einem Hochdruckkeil, der sich über Mitteleuropa nach Norden ausdehnt, und einer anrennenden Frontalzone stellt sich über Deutschland eine markante Südwestwetterlage ein, welche die Temperaturen bis Mitte der kommenden Woche verbreitet auf +14 bis +18 Grad und mancherorts sogar über die +20-Grad-Marke hinaus ansteigen lässt. Somit ist klar: Der erste Frühlingstag des Jahres 2026 wird noch im Februar ermöglicht.
Ein Tiefdruckgebiet zieht heute mit zwei Niederschlagsfeldern über Deutschland von West nach Ost hinweg. Das erste Niederschlagsfeld erreicht noch am Vormittag die östlichen Landesteile, bevor zum Nachmittag das zweite nachzieht und zum Abend Baden-Württemberg und Bayern erreicht. Bei überwiegend starker Bewölkung kommt der Wind mäßig aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf +8 bis +12 und örtlich auf bis +14 Grad ansteigen. Starkes Tauwetter setzt sich bis in die höheren Lagen durch, lokal ist mit Überflutungen zu rechnen.
Unbeständiges Wetter und weiter ansteigende Temperaturen
Im Zeitraum vom 23. und 24. Februar (Mo. und Di.) liegt Deutschland weiterhin im Einflussbereich der atlantischen Frontalzone. So kommt es zu wiederholtem Niederschlag, welcher am Montag noch in Form von Schauern, am Dienstag jedoch entlang eines breiten Streifens zwischen Bremen und München länger andauernd niedergehen kann. Sonnige Momente sind am Montag bei überwiegend starker Bewölkung selten und am Dienstag über dem Südwesten häufiger möglich. Der Wind kommt am Montag noch stark böig aus südwestlichen Richtungen und schwächt sich am Dienstag aus südlichen Richtungen kommend ab. Die Temperaturen erreichen am Montag verbreitet +8 bis +12 Grad und entlang des Rheingrabens bis +16 Grad. Am Dienstag können westlich einer Linie zwischen Bremen und Ulm +14 bis +18 Grad und örtlich sogar bis +20 Grad möglich sein. Weiter nach Osten schwanken die Werte zwischen +8 und +12 Grad.
Mit Hochdruck zum ersten Frühlingstag des Jahres 2026
Ein Hochdruckgebiet dehnt sich im Zeitraum vom 25. und 26. Februar (Mittwoch und Donnerstag) über Deutschland weiter nach Norden aus. Dieses Hochdruckgebiet lässt die Frontalzone auf dem Atlantik auflaufen und intensiviert die südwestliche Anströmung der Luftmassen über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Infolgedessen steigen die Temperaturen weiter an und können bis Donnerstag Werte zwischen +14 und +18 Grad und örtlich sogar bis +21 Grad erreichen. Somit wird in diesem Zeitraum der erste Frühlingstag des Jahres 2026 sehr wahrscheinlich, wobei mit dem Überschreiten der +20-Grad-Marke auch ein frühsommerlicher Wert erreicht werden kann. Mithilfe des Hochdruckgebiets scheint am Mittwoch vielerorts die Sonne bei maximal möglicher Sonnenscheindauer. Am Donnerstag trübt sich der Sonnenschein von Nordosten her ein und zum späten Nachmittag sowie in den Abendstunden ist etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin mit leichtem Niederschlag zu rechnen.
Starke Bewölkung und teils kräftiger Niederschlag
Das Hoch schwächelt am 27. Februar (Freitag) und lässt einen Ausläufer der atlantischen Frontalzone passieren. Der Wind frischt aus südwestlichen Richtungen wieder auf und treibt starke Bewölkung von West nach Ost über Deutschland hinweg, aus der zeitweiliger und mancherorts kräftiger Niederschlag hervorgehen kann. Bis zum Nachmittag dehnt sich der Niederschlag nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen aus und erreicht zu den Abendstunden Baden-Württemberg und Bayern. Die Temperaturen pendeln sich mit dem Niederschlag auf Werte zwischen +9 und +14 Grad ein und können abseits des Niederschlags mit +14 bis +18 Grad erneut frühlingshafte Werte möglich machen.
Hochwasser- und Überflutungsgefahr
Der Temperaturanstieg erfolgt mit teils kräftigem Niederschlag und starkem Tauwetter bis in die höheren Lagen, was Bäche und Flüsse anschwellen und mancherorts Überflutungen nicht ausschließen lässt. Das starke Tauwetter setzt sich bis in die höheren Lagen durch. Da insbesondere über dem Süden von Deutschland und den Alpen erhebliche Schneemengen vorhanden sind, sorgt das kräftige Tauwetter in Kombination mit teils starkem Wind aus südwestlichen Richtungen für ein starkes Anschwellen der Bäche und Flüsse. Neben regionalem Hochwasser ist auch mit Überflutungen zu rechnen, da vielerorts der Boden noch tief gefroren ist und die Wassermassen nicht aufnehmen kann.

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Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 19,2 Weilerswist-Lommersum (Nordrhein-Westfalen) 18,9 Köln - Bonn (Nordrhein-Westfalen) 18,8 Wuppertal-Buchenhofen (Nordrhein-Westfalen) 18,7 Neuenahr, Bad-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) 18,7 Neunkirchen-Seelscheid-Krawinkel (Nordrhein-Westfalen) -
Temperatur (°C) Station -5,7 Zugspitze (Bayern) -3,0 Altheim, Kreis Biberach (Baden-Württemberg) -3,0 Rottweil (Baden-Württemberg) -3,0 Sohland - Spree (Sachsen) -2,9 Königshofen, Bad (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 10,2 Elpersbüttel (Schleswig-Holstein) 10,0 Norden-Leybuchtpolder (Niedersachsen) 9,4 Cuxhaven (Niedersachsen) 7,5 Dornum (Niedersachsen) 6,3 Haale (Schleswig-Holstein) -
Windböe (km/h) Station 54,7 Fichtelberg (Sachsen) 51,8 Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein) 49,7 Brocken (Sachsen-Anhalt) 42,5 Carlsfeld (Sachsen) 38,5 Zinnwald-Georgenfeld (Sachsen) -
Sonnenschein (h) Station 6,8 Zugspitze (Bayern) 6,7 Fürstenzell (Bayern) 6,6 München-Stadt (Bayern) 6,5 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg) 6,5 Stötten (Baden-Württemberg)

