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So war das Wetter im November 2025: Etwas zu warm, deutlich zu trocken mit einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer

| M. Hoffmann

Das gesamte Jahr 2025 verlief im Hinblick auf die Temperaturen außergewöhnlich. Und auch der November stand dem zunächst in nichts nach. Viel zu warm begann der letzte Herbstmonat und hatte bis Mitte November noch Rekordambitionen. Doch dann kam der Wetterumschwung mithilfe einer gestörten Zirkulation auf dem Atlantik und konnte mancherorts mit etwas Schneefall und winterlichen Witterungsverhältnissen überraschen. Doch das alles ändert nichts daran, dass der November 2025 der 51. zu warme Monat in Folge war.

Das Wetter im November 2025 hatte viel Sonnenschein, wenig Regen und einen Temperaturüberschuss zu bieten © Martin Bloch
Das Wetter im November 2025 hatte viel Sonnenschein, wenig Regen und einen Temperaturüberschuss zu bieten © Martin Bloch

Das Wetter im November 2025 war abwechslungsreich und bot von nasskalten Witterungen über winterliche Wetterverhältnisse bis hin zu frühlingshaften und sogar frühsommerlichen Temperaturen ein breites Spektrum. So viel Abwechslung kennt man für gewöhnlich nur vom April.

Aber nicht nur das: Der November hatte neben großzügigem Sonnenschein auch zähe Nebel- und Hochnebelfelder zu bieten, die gelegentlich von vorüberziehenden Wolkenfeldern mit zeitweiligem Niederschlag - überwiegend als Regen und kurzzeitig auch als Schnee - ergänzt wurden.

Daten und Fakten Wetter November 2025

Temperatur

  • Durchschnittstemperatur: +5,1 Grad
  • Abweichung 1961 und 1990: +1,0 Grad
  • Abweichung 1991 und 2020: +0,1 Grad

Regen

  • Durchschnittliche Niederschlagsmenge:
    45,28 l/m²
  • Sollwert: 66 l/m²
  • Prozentuale Sollerfüllung: 70,4 Prozent

Sonne

  • Durchschnittliche Sonnenscheindauer: 68,21 Stunden
  • Sollwert: 54 Stunden
  • Prozentuale Sollerfüllung: 127,6 Prozent

Die Temperaturen

Die Temperaturen waren im November zweitgeteilt. Die erste Hälfte war deutlich bis erheblich zu warm, während der Abschnitt zwischen dem 17. und 23. November im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert zu kalt ausgefallen ist. Nachfolgend gingen die Temperaturen wieder nach oben.

Deutlich zu warm

Mit dem Durchbruch der arktischen Kaltluftmassen konnten zu Beginn der letzten Novemberdekade mit einem Tiefstwert von -17,6 Grad über Meßstetten-Appental (Baden-Württemberg) am 22. November die Temperaturen mit einem Höchstwert von +22,3 Grad am 13. November über Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) frühsommerliche Werte annehmen. Am Ende erreichte der November eine durchschnittliche Temperatur von +5,1 Grad und war im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 rund +1,0 Grad zu warm (91/20: +0,1 Grad) und war damit der 51. zu warme Monat in Folge.

Frischer Süden, warmer Westen

Die wärmsten Bundesländer über dem Süden im Vergleich zu 1961 und 1990 waren mit einer Abweichung von +1,7 Grad Nordrhein-Westfalen. Mit einer Anomalie von +0,5 Grad repräsentierte Bayern eines der weniger warmen Bundesländer.

Die Kenntage im November

Sommertage mit mehr als +25 Grad gab es in diesem November nicht mehr, dafür wurden 9,4 Frosttage (Tag begann mit Frost - normal 10,2 Tage), 14,0 Bodenfrosttage (normal 12,9 Tage) und 0,95 Eistage (normal: 1,7 Tage) registriert. Damit blieb der November hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Klimamerkmale im November gegenüber dem Klimamittelwert der Jahre 1961 und 1990
Monat Frosttage Bodenfrosttage Eistage
November 9,4 (10,2) Tage 13,99 (12,9) Tage 0,95 (1,7) Tage
Ein zu warmes Wetter im November
Ein etwas zu warmes Wetter im November
© www.mtwetter.de

Temperaturen im November 2025 – Abweichung vom Klimamittelwert (1961–1990) nach Bundesland
Bundesland Abweichung Temperatur (61/90)
Berlin / Brandenburg +0,7 Grad
Baden-Württemberg +0,8 Grad
Bayern +0,5 Grad
Hessen +1,1 Grad
Mecklenburg-Vorpommern +0,9 Grad
Hamburg, Bremen / Niedersachsen +1,3 Grad
Nordrhein-Westfalen +1,7 Grad
Rheinland-Pfalz +1,5 Grad
Schleswig-Holstein +1,2 Grad
Saarland +1,3 Grad
Sachsen +1,0 Grad
Sachsen-Anhalt +1,0 Grad
Thüringen +1,2 Grad

Ein zu trockener November

Das Wetter im November war über weite Strecken hinweg von hohem Luftdruck dominiert. Selten schafften Tiefdrucksysteme den Sprung in Richtung Deutschland - meist war das in Form von Störimpulsen der Fall. Hervorzuheben waren die Niederschlagsereignisse gleich zu Beginn des Monats und mit dem Wetterwechsel zwischen 17. und 20. November.

Der meiste Niederschlag binnen 24 Stunden ging am 24. November mit 44,7 l/m² über List auf Sylt (Schleswig-Holstein) nieder. Mit 198 l/m² ging über Malsburg-Marzell (Baden-Württemberg) der meiste Niederschlag im gesamten November nieder. Mit 6,3 l/m² war die Region rund um Berlin deutlich zu trocken.

Das führt den Blick auf die Bundesländer. So war mit einer Sollerfüllung von 85 Prozent Mecklenburg-Vorpommern das nasseste und mit 45,7 Prozent Hessen das trockenste Bundesland im November.

Regentage mit mehr als 1 l/m² an Regen gab es an 9,7 Tagen (normal: 11,1 Tage).

Zu trockenes Wetter

Am Ende kamen insgesamt 45,3 l/m² an Regen zusammen. Der Sollwert wurde damit nur zu 70,4 Prozent erfüllt - der November war somit deutlich zu trocken.

Winterwetter

Kommen wir noch zum Vorstoß der kalten Luftmassen polaren Ursprungs, welche zu Beginn der letzten Novemberdekade über manchen Teilen von Deutschland zu chaotischen Straßenbedingungen führten. Die höchste Schneedecke konnte abseits der Gebirge mit 41 cm über Frankenblick-Mengersgereuth-Hämmern (Thüringen; 516 Meter über dem Meeresspiegel) registriert werden. Insgesamt gab es 1,7 Schneetage (in der Fläche, im Mittel); normal sind 2,9 Schneetage.

Das Wetter war im November deutlich zu trocken
Das Wetter war im November deutlich zu trocken
© www.mtwetter.de

Regen im November 2025 – Prozentuale Abweichung vom Referenzzeitraum 1961–1990 nach Bundesländern
Bundesland Abweichung Regen (61/90)
Berlin / Brandenburg 77,4 %
Baden-Württemberg 80,8 %
Bayern 75,3 %
Hessen 45,7 %
Mecklenburg-Vorpommern 85,2 %
Hamburg, Bremen / Niedersachsen 84,1 %
Nordrhein-Westfalen 58,0 %
Rheinland-Pfalz 45,9 %
Schleswig-Holstein 75,1 %
Saarland 49,0 %
Sachsen 55,7 %
Sachsen-Anhalt 73,7 %
Thüringen 47,6 %

Mehr Sonnenschein als üblich

Sonnige Phasen gab es vom 2. bis 8. November, vom 11. bis 13. November sowie vom 21. bis 23. November. Nein, nicht überall, denn mancherorts spielten auch Nebel und Hochnebel eine gewichtige Rolle und konnten so zu grau-trüben Novembertagen führen. In Summe aber sorgten die sonnigen Phasen für einen deutlichen Überschuss in der Sonnenscheindauer.

Auf die Bundesländer bezogen gab es über Hessen mit 52 Stunden die geringste Sonnenscheindauer, während mit rund 83,9 Stunden über Baden-Württemberg der Sonnenschein häufiger durch vorüberziehende Wolken hindurchscheinen konnte.

Den meisten Sonnenschein gab es mit 160,3 Stunden über der Zugspitze (Bayern). Abseits der Gebirge konnten mit 128,3 Stunden über Kempten (Bayern) der meiste Sonnenschein verzeichnet werden. Vergleichsweise trüb blieb der November mit 17,0 Stunden über Wolfach (Baden-Württemberg).

Mehr Sonnenschein als üblich
Mehr Sonnenschein als üblich
© www.mtwetter.de

Erfüllung der Sonnenscheindauer im November 2025 verteilt auf die Bundesländer in Prozent
Bundesland Abweichung vom Mittelwert 1961 bis 1990
Berlin / Brandenburg 154,2 %
Baden-Württemberg 133,9 %
Bayern 128,6 %
Hessen 122,6 %
Mecklenburg-Vorpommern 117,9 %
Hamburg, Bremen / Niedersachsen 113,8 %
Nordrhein-Westfalen 118,2 %
Rheinland-Pfalz 135,9 %
Schleswig-Holstein 99,8 %
Saarland 142,3 %
Sachsen 143,1 %
Sachsen-Anhalt 144,3 %
Thüringen 121,4 %

Weitere Zahlen, Daten und Fakten finden Sie auf der Übersichtsseite zum Wetter November.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter Dezember 2025, Weihnachten und im Winter 2025/2026 entwickeln kann.

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