Wetter September 2025: Etwas zu warm, deutlich zu trocken mit einem zu viel an Sonnenschein
Gleich zu Beginn war das Wetter im September zu warm, doch wurde der Temperaturhöhepunkt erst am 20. September erreicht. Nachfolgend sorgte ein Temperatursturz für eine ordentliche Abkühlung und gab schon einmal einen Vorgeschmack auf den Herbst. Doch auch wenn das Wetter im September 2025 zu warm war, konnten Störimpulse insbesondere über der Südhälfte für teils extreme Regenmengen sorgen, während der Norden zu trocken ausfiel. Der September 2025 - ein Monat voller Kontraste.
Störimpulse. Das sind Wettersysteme, die sich innerhalb einer Hochdruckzone einnisten und so den Aufbau einer nachhaltig stabilen Wetterlage stören. Bedient sich ein Impuls noch an der Energie des zu warmen Mittelmeeres, kommt es mithilfe eines quasistationären Verhaltens zu länger andauerndem Niederschlag. Die Entwicklung der Störimpulse lässt sich seit 2024 häufiger beobachten und führte 2025 über der Südhälfte zu ungewöhnlich hohen Niederschlagsmengen.
Doch konnten der viele Regen, die dichten Wolken und der Absturz in den Herbst zum Ende des Monats nicht verhindern, dass der September am Ende zu warm ausgefallen ist. Damit setzt sich die ungewöhnliche Serie von mittlerweile 49 zu warmen Monaten in Folge fort (Abweichung ≥ 0 Grad)
Daten und Fakten Wetter September 2025
Temperatur
- Durchschnittstemperatur: +14,7 Grad
- Abweichung 1961 und 1990: +1,33 Grad
- Abweichung 1991 und 2020: +0,73 Grad
Regen
- Durchschnittliche Niederschlagsmenge: 79,4 l/m²
- Sollwert: 61 l/m²
- Prozentuale Sollerfüllung: 135 %
Sonne
- Durchschnittliche Sonnenscheindauer: 160,4 Stunden
- Sollwert: 149 Stunden
- Prozentuale Sollerfüllung: 107,4 Prozent
Die Temperaturen im September 2025
Der Spätsommer drehte zum Ende der zweiten und zum Beginn der letzten September-Dekade nochmals richtig auf und brachte mit hochsommerlichen +32,6 Grad am 20. September über Huy-Pabstorf (Sachsen-Anhalt) die höchsten Temperaturen. Ein markanter Wetterumschwung gab im Anschluss auf die Hitze einen Vorgeschmack auf den Herbst, der mit Nachtfrost von bis -2,4 Grad am 30. September 2025 über Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen) seinen Tiefpunkt fand. Bezieht man die höheren Lagen mit ein, so konnte ebenfalls am 30. September mit -6,6 Grad über der Zugspitze der tiefste Wert ermittelt werden.
Ein zu warmer September
Die Temperaturen waren im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 bis zum 20. September durchweg zu warm und konnten einen ordentlichen Überschuss aufbauen. Der nachfolgende Temperatursturz führte mit einer Abweichung von bis zu -2 Grad gegenüber dem vieljährigen Klimamittelwert bis zum 26. September zu einer zu kühlen Witterung. Ende September betrug die durchschnittliche Temperatur +14,7 Grad. Damit war der September im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +1,3 Grad zu warm (91/20: +0,8 Grad).
Über Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt war die Abweichung besonders hoch
Die wärmsten Bundesländer im Vergleich zu 1961 und 1990 waren mit einer Abweichung von je +1,9 Grad Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Mit einer Anomalie von +0,5 Grad repräsentierte das Saarland eines der kühleren Bundesländer
.
Mehr Sommertage
An 3,7 Tagen überschritten die Temperaturen im September die +25-Grad-Marke und konnten als Sommertage definiert werden. Normal
sind im Vergleich zum Mittelwert von 1961 und 1990 rund 2,3 Sommertage. Hitzetage gab es 0,2 an der Zahl und somit unerheblich zum Mittelwert von 0,1 Tagen.
| Monat | Sommertage | Hitzetage |
|---|---|---|
| September | 3,7 (2,3) Tage | 0,2 (0,1) Tage |
Der September 2025 war trotz eines Kaltlufteinbruchs am Ende zu warm © www.mtwetter.de
| Bundesland | Abweichung Temperatur (61/90) |
|---|---|
| Berlin / Brandenburg | +1,8 Grad |
| Baden-Württemberg | +0,6 Grad |
| Bayern | +1,0 Grad |
| Hessen | +1,1 Grad |
| Mecklenburg-Vorpommern | +1,1 Grad |
| Hamburg, Bremen / Niedersachsen | +1,9 Grad |
| Nordrhein-Westfalen | +1,7 Grad |
| Rheinland-Pfalz | +1,3 Grad |
| Schleswig-Holstein | +0,8 Grad |
| Saarland | +0,5 Grad |
| Sachsen | +1,5 Grad |
| Sachsen-Anhalt | +1,8 Grad |
| Thüringen | +1,4 Grad |
Ein zu nasser September
Differenziert muss man das Wetter im September in der Niederschlagsentwicklung betrachten. Über weite Strecken war der September zu trocken, doch konnte ein Störimpuls über den Alpen in Kombination mit einer Luftmassengrenze über der Südhälfte zu mehrtägigem Dauerregen führen.
Die höchste Regensumme binnen 24 Stunden konnte mit 134 l/m² am 8. September 2025 über Bedburg-Weiler Hohenholz (Nordrhein-Westfalen) registriert werden. Der meiste Regen aber ging mit 223,2 l/m² über Ezach-Fisnacht (Baden-Württemberg) nieder. Im Kontrast dazu die Niederschlagsmenge von 15 l/m² über Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) und macht deutlich, dass hauptsächlich der Südwesten deutlich zu nass, der Südosten und der Norden hingegen deutlich zu trocken ausfielen.
Über Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland über 200 Prozent Sollerfüllung
Über Baden-Württemberg wurde der Sollwert zu 208 Prozent, über Rheinland-Pfalz zu 230 Prozent und über dem Saarland zu 256 Prozent übererfüllt, während über Niedersachsen das Niederschlagssoll nur zu 80 Prozent erfüllt werden konnte.
Regentage mit mehr als 1 l/m² an Regen gab es an 11,3 Tagen (normal: 9,2 Tage).
Über dem Süden zu nass, über dem Norden zu rechnen
Die Gegensätze brachten am Ende eine Regensumme von 79,4 l/m² an Regen zusammen. Der Sollwert wurde zu 135 Prozent erfüllt und das Wetter im September 2025 war somit deutlich zu nass.
Das Wetter im September war deutlich zu nass © www.mtwetter.de
| Bundesland | Abweichung Regen (61/90) |
|---|---|
| Berlin / Brandenburg | 115,4 % |
| Baden-Württemberg | 208,2 % |
| Bayern | 151,7 % |
| Hessen | 137,7 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 92,6 % |
| Hamburg, Bremen / Niedersachsen | 80,8 % |
| Nordrhein-Westfalen | 110,8 % |
| Rheinland-Pfalz | 230,6 % |
| Schleswig-Holstein | 93,5 % |
| Saarland | 256,2 % |
| Sachsen | 151,2 % |
| Sachsen-Anhalt | 110,3 % |
| Thüringen | 141,1 % |
Etwas mehr Sonnenschein als üblich
Klar ist: Die Störimpulse trüben die Südhälfte von Deutschland häufiger ein, sodass der Sollwert südlich einer Linie etwa zwischen Köln und Dresden nicht erfüllt werden konnte. Über Wolfach (Baden-Württemberg) gab es gerade einmal 95,5 Sonnenstunden.
Deutlich mehr Sonnenstunden gab es weiter im Norden, wo mit 235,4 Stunden über Arkona (Mecklenburg-Vorpommern) die höchste Anzahl an Sonnenstunden registriert werden konnte. Im Schnitt konnten 160,4 Sonnenstunden erzielt werden. Der Sollwert wurde mit 108 Prozent leicht übererfüllt.
Auf die Bundesländer bezogen gab es über Mecklenburg-Vorpommern mit 207 Stunden den meisten Sonnenschein, während mit 130 Stunden über Rheinland-Pfalz der Sonnenschein häufiger durch starke Bewölkung eingetrübt wurde.
Der September 2025 mit etwas zu viel an Sonnenschein © www.mtwetter.de
| Bundesland | Abweichung vom Mittelwert 1961 bis 1990 |
|---|---|
| Berlin / Brandenburg | 126,1 % |
| Baden-Württemberg | 80,1 % |
| Bayern | 88,2 % |
| Hessen | 94,1 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 133,1 % |
| Hamburg, Bremen / Niedersachsen | 122,9 % |
| Nordrhein-Westfalen | 109,8 % |
| Rheinland-Pfalz | 87,6 % |
| Schleswig-Holstein | 127,2 % |
| Saarland | 84,1 % |
| Sachsen | 124,4 % |
| Sachsen-Anhalt | 132,2 % |
| Thüringen | 109,4 % |
Weitere Zahlen, Daten und Fakten finden Sie auf der Übersichtsseite zum Wetter September.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter Oktober 2025 und im Herbst und Winter 2025/26 entwickeln kann.
