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Wetter August 2025: deutlich zu warm, erheblich zu trocken mit einem zu viel an Sonnenschein

| M. Hoffmann

Das Wetter im August 2025 hatte es in sich. Eine Hitzewelle führte zu einem Temperaturüberschuss, welcher – trotz eines Wetterumschwungs – bis zum Ende nicht wieder abgebaut werden konnte. So ist der August der 48. Monat in Folge, der zu warm ausgefallen ist.

Der August war deutlich zu warm, erheblich zu trocken mit einem zu viel an Sonnenschein
Der August war deutlich zu warm, erheblich zu trocken mit einem zu viel an Sonnenschein

Der Juni war zu trocken, der Juli zu nass, während der August trockener ausfiel als der Juni. Wäre der Juli ebenfalls zu trocken ausgefallen, wäre es mit den viel zu trockenen Monaten Februar, März, April und Mai zu einer verheerenden Dürre gekommen. Vor diesem Hintergrund kann man dem Regen im Juli – auch wenn dieser inmitten der Sommerferien niederging – nur dankbar sein, und ja, das Wetter kann es niemandem recht machen.

Das Wetter im August verlief abwechslungsreicher, als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Erst die Hitzewelle, dann ein Wetterumschwung mit Regen. Ein markanter Vorstoß polarer Luftmassen sorgte sogar für den ersten Bodenfrost. Doch am Ende war der August dann doch zu warm und zu trocken mit einem Überschuss an Sonnenschein.

Daten und Fakten Wetter August 2025

Temperatur

  • Durchschnittstemperatur: +18,13 Grad
  • Abweichung 1961–1990: +1,6 Grad
  • Abweichung 1991–2020: +0,2 Grad

Regen

  • Durchschnittliche Niederschlagsmenge: 46,4 l/m²
  • Sollwert: 77 l/m²
  • Prozentuale Sollerfüllung: 58,8 Prozent

Sonne

  • Durchschnittliche Sonnenscheindauer: 256 Stunden
  • Sollwert: 200 Stunden
  • Prozentuale Sollerfüllung: 129 Prozent

Die Temperaturen im August

Die Temperaturen waren über lange Strecken hinweg ungewöhnlich hoch. Normale bis leicht zu kühle Perioden beschränkten sich auf Anfang August sowie auf die Zeit zwischen dem 21. und 25. August. Aus dieser Zeit stammten mit bis +0,6 Grad die tiefsten Temperaturen, welche über der Region von Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen) registriert werden konnten. Bodenfrost hat es vom 24. auf den 25. August über manchen Regionen gegeben. Der Grund war eine ungewöhnliche Wetterlage, welche mit einem Tief über Skandinavien hochreichende Polarluft an die Alpen führte, der Hitzewelle über Deutschland ein Ende bereitete und zugleich auch den Hochsommer – fast pünktlich – hat enden lassen.

Vom 8. bis 19. August dominierte jedoch die Hitzewelle das Wetter über Deutschland, was zu ungewöhnlich hohen Temperaturen führte und den August mit einer Anomalie von +1,6 Grad deutlich zu warm hat ausfallen lassen (91/20: +0,2 Grad).
Überwiegend dominierte der sommerliche bis hochsommerliche Wettercharakter, welcher am 15. August mit bis +37,1 Grad über Kitzingen (Bayern) seinen Höhepunkt erreichte. Der August konnte am Ende seiner Tage eine durchschnittliche Temperatur von rund +18,1 Grad vorweisen.

Das wärmste Bundesland im Vergleich zu 1961 und 1990 waren mit einer Abweichung von +2,2 und +2,1 Grad Rheinland-Pfalz und das Saarland, während mit einer Differenz von +1,1 Grad Brandenburg und Schleswig-Holstein die kältesten Bundesländer repräsentierten.

Mehr Sommer- und Hitzetage als üblich

An 12,8 Tagen überschritten die Temperaturen im August die +25-Grad-Marke und konnten als Sommertage definiert werden. Normal sind im August im Vergleich zum Mittelwert von 1961 und 1990 rund 8,0 Sommertage (91/20: 11,6 Tage). Aber nicht nur das – auch die Hitzetage waren mit 3,8 an der Zahl überproportional zum Mittelwert von 1,4 Tagen (91/20: 3,1 Tage).

Die Merkmale im August gegenüber dem Klimamittelwert von 1961 und 1990
Monat Sommertage Hitzetage
August 12,8 (8,0) Tage 3,8 (1,4) Tage
Das Wetter im August 2025 war deutlich zu warm
Das Wetter im August 2025 war deutlich zu warm
© www.mtwetter.de
Temperaturen im August 2025 – Anomalie zum Klimamittelwert nach Bundesländern
Bundesland Abweichung Temperatur (1961–1990)
Berlin / Brandenburg +1,1 Grad
Baden-Württemberg +2,0 Grad
Bayern +1,9 Grad
Hessen +1,8 Grad
Mecklenburg-Vorpommern +1,2 Grad
Hamburg, Bremen / Niedersachsen +1,4 Grad
Nordrhein-Westfalen +1,6 Grad
Rheinland-Pfalz +2,2 Grad
Schleswig-Holstein +1,1 Grad
Saarland +2,1 Grad
Sachsen +1,2 Grad
Sachsen-Anhalt +1,5 Grad
Thüringen +1,7 Grad

Der Regen: Ein deutlich zu trockener August

Der Juni war zu trocken, der Juli deutlich zu nass, und der August – der war von hohem Luftdruck dominiert und folglich nicht nur zu warm, sondern auch erheblich zu trocken. Zwar gab es immer wieder – vielversprechende – Vorstöße von Störungen, mehr als Wolken kam dabei aber nicht heraus. Der Regen beschränkte sich auf Anfang, um den 20. und Ende August. Der meiste Niederschlag ging zum Ende nieder.

Der meiste Niederschlag binnen 24 Stunden kam am 20. August mit 112 l/m² über Todtmoos (Schwarzwald; Baden-Württemberg) herunter. Überhaupt erwies sich die Linie südlich etwa von Stuttgart und München als vergleichsweise nasse Region, auch wenn hier das Niederschlagssoll nicht erfüllt werden konnte.

In der Gesamtbilanz sticht Königsfeld (Schwarzwald; Baden-Württemberg) mit rund 270 l/m² besonders hervor. Die Niederschlagsverteilung zeigt in der nachfolgenden Übersicht große Unterschiede. Richtig flächendeckend konnte sich der Niederschlag nicht über Deutschland ausdehnen, und mit 9,7 l/m² war die Region rund um Salbitz (Sachsen) vergleichsweise trocken.

So war dann Baden-Württemberg mit 89,7 Prozent Sollerfüllung das nasseste, während Sachsen mit 43 Prozent das trockenste Bundesland im August war.

Regentage mit mehr als 1 l/m² an Regen gab es an 6,7 Tagen (normal: 10,2 Tage).

Das Wetter im August 2025 war extrem zu trocken
Am Ende kamen insgesamt 46,5 l/m² an Regen zusammen. Der Sollwert wurde nur zu 59 Prozent erfüllt. Verbreitet herrschte eine außergewöhnliche Trockenheit mit Übergang zu einer Dürre vor.

Der August war - trotz der regionalen Unterschiede - erheblich zu trocken
Der August war - trotz der regionalen Unterschiede - erheblich zu trocken © www.mtwetter.de

Der Regen im August 2025 in prozentualer Abweichung verteilt auf die Bundesländer
Bundesland Abweichung Regen (1961–1990)
Berlin / Brandenburg 48,9 %
Baden-Württemberg 89,7 %
Bayern 64,1 %
Hessen 51,2 %
Mecklenburg-Vorpommern 49,9 %
Hamburg, Bremen / Niedersachsen 51,9 %
Nordrhein-Westfalen 53,4 %
Rheinland-Pfalz 48,7 %
Schleswig-Holstein 74,5 %
Saarland 54,9 %
Sachsen 43,0 %
Sachsen-Anhalt 53,7 %
Thüringen 63,8 %

Ein deutlich zu sonniger August 2025

Dass das Wetter im August 2025 hochdruckdominiert war, zeigte sich auch in der überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer. Am Ende wurde der vieljährige Mittelwert mit rund 256 Sonnenstunden zu 128 Prozent übererfüllt. Der vieljährige Mittelwert von 1961 bis 1990 beträgt 200 Sonnenstunden.

Saarland am sonnigsten
Auf die Bundesländer bezogen gab es über dem Saarland mit 280 Stunden den meisten Sonnenschein, während mit 228 Stunden über Niedersachsen der Sonnenschein häufiger durch vorüberziehende Wolken eingetrübt wurde.

Den meisten Sonnenschein gab es mit 303 Stunden erstaunlicherweise über Darmstadt (Hessen). Weniger Sonnenschein gab es mit 163 Stunden über Mittenwald (Bayern).

Ein überdurchschnittlich sonniger August 2025
Ein überdurchschnittlich sonniger August 2025
© www.mtwetter.de

Erfüllung der Sonnenscheindauer im August 2025 verteilt auf die Bundesländer in Prozent
Bundesland Abweichung vom Mittelwert 1961–1990
Berlin / Brandenburg 125,7 %
Baden-Württemberg 127,2 %
Bayern 128,5 %
Hessen 138,3 %
Mecklenburg-Vorpommern 117,4 %
Hamburg, Bremen / Niedersachsen 124,7 %
Nordrhein-Westfalen 125,3 %
Rheinland-Pfalz 142,2 %
Schleswig-Holstein 120,3 %
Saarland 142,4 %
Sachsen 136,8 %
Sachsen-Anhalt 137,5 %
Thüringen 136,4 %

Weitere Zahlen, Daten und Fakten finden Sie auf der Übersichtsseite zum Wetter August.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter September 2025 und im Herbst und Winter 2025/26 entwickeln kann.

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