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So war das Wetter im Dezember 2025: Deutlich zu warm, extrem zu trocken mit einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer

| M. Hoffmann

Das Wetter im Dezember hatte für fast alle Freunde des Wetters etwas zu bieten: von frühlingshaften Temperaturen hin zu Dauerfrost, Nebel, Regen und etwas Schnee zu Weihnachten. Dabei lagen der Niederschlag und der Schnee deutlich unter dem vieljährigen Durchschnitt, die Temperaturen und die Sonnenscheindauer jedoch deutlich über dem vieljährigen Durchschnitt. Der Dezember 2025 war der 52. zu warme Monat in Folge.

Das Wetter im Dezember war außergewöhnlich zu trocken, deutlich zu warm mit einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer © Martin Bloch
Das Wetter im Dezember war außergewöhnlich zu trocken, deutlich zu warm mit einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer © Martin Bloch

Eigentlich dominiert die Frontalzone das Wetter mit Wind, Sturm, Regen und Schnee im Dezember. Doch wie in den vergangenen Monaten zuvor kommt die Westwetterlage nicht mehr in Schwung - zumindest nicht in dem Maße, dass daraus eine stärkere Einflussnahme auf das Wetter resultiert. Stattdessen wurde der Dezember überwiegend von hohem Luftdruck geprägt, was neben zähen Nebel- und Hochnebelfeldern auch eine weitgehend trockene Witterung zur Folge hatte.

Doch trotz der kurzen winterlichen Phasen - welche sich insbesondere in den höheren und mittleren Lagen zwischen Weihnachten und Silvester abspielten - blieb der Winter im Dezember 2025 weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Sehr zum Frust der Freunde des Winterwetters.

Daten und Fakten Wetter Dezember 2025

Temperatur

  • Durchschnittstemperatur: +3,1 Grad
  • Abweichung 1961 und 1990: +2,4 Grad
  • Abweichung 1991 und 2020: +1,3 Grad

Regen

  • Durchschnittliche Niederschlagsmenge:
    20,2 l/m²
  • Sollwert: 70 l/m²
  • Prozentuale Sollerfüllung: 28 Prozent

Sonne

  • Durchschnittliche Sonnenscheindauer: 68 Stunden
  • Sollwert: 38 Stunden
  • Prozentuale Sollerfüllung: 175 Prozent

Die Temperaturen im Dezember 2025

Ein Auf und Ab war bei den Temperaturen bis kurz vor Weihnachten zu beobachten. Anschließend sorgte ein Hochdrucksystem für eine ruhige Wetterlage bis Ende Dezember. Die ersten beiden Dezemberdekaden waren von ungewöhnlich hohen Temperaturen geprägt. Die höchste Temperatur wurde am 9. Dezember mit +17,2 Grad über dem Hohenpeißenberg (Bayern) registriert. Insgesamt gab es zwischen dem 8. und 9. Dezember vermehrt Stationen mit frühlingshaften Temperaturen und der Dezember war mit einem satten Temperaturüberschuss auf einem guten Weg, Rekordwarm auszufallen.

Frost und Inversionswetterlage

Kurz vor Weihnachten kam es mit einer gestörten Zirkulation zu einer Ostwetterlage. Ein Kaltlufttropfen zog an Heiligabend über dem Süden Deutschlands hinweg und brachte etwas Schneefall und eine dünne Schneedecke. Die Temperaturen kühlten auf ein Dezember-typisches Niveau ab. Nachfolgend setzte sich ein Hoch über Deutschland durch und brachte über Teilen von Süddeutschland Dauerfrost, sonst blieb es - insbesondere nach Norden zu warm.

Zum Jahreswechsel machte sich in der Höhe kalte Luft polaren Ursprungs bemerkbar, welche über den östlichen Landesteilen noch für etwas Schneefall führte. Die tiefste Temperatur wurde mit -19,4 Grad am 31. Dezember über der Zugspitze registriert (Bayern). Abseits der Gebirge war es über Meßstetten-Appental (Baden-Württemberg) am 31. Dezember mit -15,2 Grad am kältesten.

Das wärmste Bundesland war mit einer durchschnittlichen Temperatur von +5,3 Grad Schleswig-Holstein, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit einer Durchschnittstemperatur von +4,8 Grad. Frischer war der Dezember mit einem Durchschnittswert von +1,3 Grad über Bayern.

Deutlich zu warm und wenig winterlich

An 12,2 Tagen konnten Frosttage (Tag begann mit Frost - normal 17,9 Tage), an 15,5 Bodenfrosttage (normal 20 Tage) und 1,9 Eistage registriert werden (normal: 7,2 Tage).

Die Merkmale im Dezember gegenüber dem Klimamittelwert von 1961 und 1990
Monat Frosttage Bodenfrosttage Eistage
Dezember 12,2 (17,9) Tage 15,5 (20) Tage 1,9 (7,2) Tage

Am Ende erzielte der Dezember 2025 eine durchschnittliche Temperatur von +3,1 Grad und war im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961 bis 1990 um rund +2,4 Grad zu warm (91/20: +1,3 Grad). Damit blieb der Winter im Dezember weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Ein zu trockener Dezember 2025

Die Hochdruckdominanz zeigte sich nicht nur in einer häufiger zu Nebel neigenden Wetterlage, sondern auch in einer über weite Strecken hinweg trockenen Wetterentwicklung.

Besonders trocken war es mit einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von 9,1 l/m² über Mecklenburg-Vorpommern. Komplett trocken blieb es über Großröhrsdorf-Kleinröhrsdorf (Sachsen). Anders sah es über dem Südwesten aus. Der meiste Niederschlag innerhalb von 24 Stunden wurde am 7. Dezember mit 63,5 l/m² über Sankt-Blasien (Baden-Württemberg) registriert. Der höchste Niederschlag im gesamten Dezember 2025 wurde mit 99 l/m² ebenfalls über Sankt-Blasien (Baden-Württemberg) gemessen.

Keines der Bundesländer konnte das Monatssoll erfüllen. Im prozentualen Vergleich war Mecklenburg-Vorpommern mit einer Sollerfüllung von 19 Prozent das trockenste und Rheinland-Pfalz mit 38 Prozent das nasseste Bundesland.

Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4,1 Tagen (normal: 11,8 Tage).

Zu trocken

Am Ende kamen insgesamt 20,2 l/m² an Niederschlag zusammen. Der Sollwert wurde damit zu rund 28 Prozent erfüllt - der Dezember war somit extrem zu trocken.

Winter im Dezember

Doch hatte der Dezember auch zwei halbwegs winterliche Phasen zu bieten (24./26. Dezember 30/31. Dezember). Insgesamt gab es 0,39 Schneetage (im Flächenmittel), normal sind im Dezember 9,1 Schneetage.

Etwas zu wenig Sonnenschein

Die zähen Nebel- und Hochnebelfelder hatten unmittelbaren Einfluss auf die Sonnenscheindauer, die mit rund 68 Stunden ihren Sollwert von 38 Stunden zu 175 Prozent erfüllen konnte.

Auf die Bundesländer bezogen gab es über Schleswig-Holstein mit 46,7 Stunden die geringste Sonnenscheindauer, während sich mit rund 80,53 Stunden über Baden-Württemberg der Sonnenschein häufiger durchsetzen konnte.

Den meisten Sonnenschein gab es mit 193,5 Stunden über der Zugspitze (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 22,2 Stunden über Wutöschingen-Ofteringen (Baden-Württemberg).

Weitere Zahlen, Daten und Fakten finden Sie auf der Übersichtsseite zum Wetter Dezember.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter Januar 2026 und im Winter 2025/26 entwickeln kann.

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