Wetter Januar 2021 Wettervorhersage vom 23.12.2020 - Der Winter ist nicht weit entfernt

Der Winter ist im Januar nicht weit entfernt
Der Winter ist im Januar nicht weit entfernt

Ein Sturmtief trogt über Weihnachten nach Süden aus und wird bis in den Januar hinein für eine spannende Wetterlage sorgen können. Die Optionen auf Winterwetter sind ab den mittleren Lagen nicht die schlechtesten.

Langeweile wird aus Sicht des Wetters über Weihnachten nicht aufkommen. Dafür sorgt ein Trog, der ab Heiligabend über Deutschland nach Süden abtropft.

Werden heute noch verbreitet Werte von über +10 Grad erwartet, so dreht an Heiligabend der Wind auf nördliche Richtungen und führt kühlere Luftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen sinken bis zum Abend auf +2 bis +5 Grad ab und in der Nacht können Werte zwischen -2 und +2 Grad erwartet werden. Die Schneefallgrenze sinkt ab und kann am Weihnachtsmorgen für eine weiße Überraschung sorgen. Auch sind kurze Graupelgewitter und stürmische Windböen im Prozess des Luftmassenaustausches nicht auszuschließen und über den südlichen Landesteilen wird eine weiße Weihnacht zum Thema, bevor das nächste Sturmtief am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder alles durcheinander wirbelt. Mehr dazu: Wetter Weihnachten.

Ein Sturmtief trog zum zweiten Weihnachtsfeiertag nach Süden aus und wird das Wetter bis in den Januar hinein beeinflussen
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein Sturmtief trog zum zweiten Weihnachtsfeiertag nach Süden aus und wird das Wetter bis in den Januar hinein beeinflussen
© www.meteociel.fr

Wie wird das Wetter im Januar 2021?

Schaut man sich das Temperaturspektrum über Weihnachten an, so liegen die Werte im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 im absolut normalen Bereich und haben über dem Süden einen leicht zu kühlen Trend. Das gab es schon lange nicht mehr. Doch das Sturmtief auf der oben gezeigten Wetterkarte ist ein ordentlicher Klops und er hat das Potential das Wetter bis in den Januar 2021 hinein zu beeinflussen. Das Spannende daran - die Zugbahn des Tiefs ist von Nord nach Süd und die Schwankung von West nach Ost entscheidet über nasskaltes Siffwetter oder einen winterlichen Volltreffer - zumindest aus Sicht der mittleren Lagen oberhalb etwa 400 Meter.

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Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Erst mild, dann nasskalt mit winterlichen Optionen

Unbefriedigend bleibt die Wetterprognose des europäischen Wettermodells auch heute. Man könnte auch weder Fisch noch Fleisch dazu sagen. Das Sturmtief trogt zu weit westlich aus, was Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 27. bis 29. Dezember auf die mildere Vorderseitenanströmung führt, wobei mild bei Tageswerten von +2 bis +8 Grad relativ, aber für die Jahreszeit völlig zutreffend ist.

Ab den mittleren Lagen winterlich

Vom 29. bis 31. Dezember dehnt sich das Tief nach Osten aus und sorgt über Deutschland für einen leichten Temperaturrückgang. Bis zum 1. Januar sind südlich der Linie vom Schwarzwald und Dresden -3 bis +2 Grad zu erwarten und der Winter senkt sich bis auf 400 Meter ab. Weiter nach Norden bleibt es mit +0 bis +4 Grad nasskalt. Ein Flachlandwinter ist nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells zwischen den Tagen nicht zu erwarten.

Mäßige Niederschlagsentwicklung

Was zu erwarten ist, ist eine mäßige Niederschlagsentwicklung, die über dem Westen für Niederschlagssummen zwischen 10 und 20 l/m² und örtlich bis 30 l/m², sonst zwischen 5 und 15 l/m² sorgen können. Im Bereich zwischen Sachsen-Anhalt, Teile von Brandenburg und Berlin kann es mit 0 bis 5 l/m² trockene Regionen geben.

Nach Weihnachten kurz milder, dann nasskalt mit winterlichen Ambitionen ab den mittleren Lagen
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Nach Weihnachten kurz milder, dann nasskalt mit winterlichen Ambitionen ab den mittleren Lagen
© www.meteociel.fr | windy.com

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Nasskalt mit Winter ab den mittleren Lagen

Immerhin möchte man meinen. Die Vorhersage-Modelle liegen in ihrer Wetterprognose für den Januar nicht weit auseinander. Die Milderung nach Weihnachten spielt sich nach den Amerikanern aber nur in der Höhe ab und wird die unteren Luftschichten nur kurzzeitig beeinflussen. Und so schwankt das Temperaturspektrum vom 27. bis 29. Dezember im Bereich von +0 bis +5 Grad. Das reicht zwar nicht für den Flachlandwinter und Niederschläge werden größtenteils in flüssiger Form niedergehen, doch die Schneefallgrenze schwankt zwischen 400 und 600 Meter und kann für kurze Zeit mal bis auf 800 Meter anstiegen. Anders formuliert behält der Winter seine Optionen über den mittleren Lagen.

Anfang Januar winterlicher

Der Trog dehnt sich - wie in der Wetterprognose der Europäer - im Zeitraum vom 1. bis 3. Januar nach Osten aus und bringt Deutschland, Österreich und die Schweiz in das Trogzentrum. Links und rechts vom Trog stabilisieren die Hochdrucksysteme das Konstrukt. Die Temperaturen sinken über dem Süden und Osten vom 1. bis 3. Januar auf -2 bis +2 Grad und über dem Westen und Norden auf 0 bis +4 Grad ab. Der Wettercharakter bleibt somit als nasskalt zu bewerten, doch verbessern sich zum Jahreswechsel die Optionen auf den Winter ab den mittleren Lagen oberhalb etwa 300 bis 500 Meter.

Der Trog geht etwas östlicher nieder und sorgt ab den mittleren Lagen für eine langsame Einwinterung
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Der Trog geht etwas östlicher nieder und sorgt ab den mittleren Lagen für eine langsame Einwinterung
© www.meteociel.fr

Die Schneeprognose bis Januar

Die Schneeprognose reicht bis zum 3. Januar und vieles hängt von der Trogentwicklung ab. Freud und Leid werden bei den Freunden des Winterwetters definitiv eng beieinander liegen. Daran hat sich und wird sich auch nichts ändern. Ein Flachlandwinter mit Dauerfrost und einer geschlossenen Schneedecke unterhalb etwa 200 Meter, sowie über dem Norden und Westen ist - wie in den letzten Tagen auch - bis zum Jahreswechsel mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Erst im Januar 2021 zeigen sich bessere Voraussetzungen.

Schneefall mit Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Schneeprognose Januar möglich
Schneeprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Schneefall mit Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Schneeprognose Januar möglich
© windy.com

Auf den Punkt gebracht: nasskalter Start in den Januar mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen

Die Spannung steigt und über Weihnachten wird es auf den Nowcastbereich ankommen, wo etwas Schnee niedergeht und wo dieser auch liegen bleiben kann. Nachfolgend entscheidet der Trog über eine Milderung. Doch nach der Wetterprognose beider Vorhersage-Modell ist die Milderung nur vorübergehend und keineswegs durchgreifend oder nachhaltig.

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Die Kontrollläufe berechnen einen Mittelwert, der zum 27./28. Dezember in der Höhe von 1.400 Meter auf 0 bis +2 Grad ansteigen kann. Zum Jahreswechsel auf -3 bis -5 Grad und bis zum 3. Januar auf -3 bis -6 Grad absinken kann. Das unterstreicht nochmals die knappe Kiste für den Winter im Januar. Geht es nur nach den Kontrollläufen, so ist ein Flachlandwinter nur im Optimum zu erwarten. Eine nasskalte Witterung ist und bleibt eine für Januar sehr wahrscheinliche Entwicklung. Die winterlichen Optionen aber über den mittleren Lagen bleiben vielversprechend!

Mit einer gewissen Besorgnis kann man auf die Niederschlagsentwicklung blicken. Trotz - oder gerade wegen des Troges - kommt nicht viel zusammen. Die Niederschlagsprognose ist nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 24. Dezember bis 3. Januar nur leicht bis allenfalls mäßig erhöht. Der Dezember hat sein >Niederschlagssoll erst zu rund 35 Prozent erfüllen können.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
28. Dezember -2 bis
+6 Grad
+1 Grad bis
+4 Grad
2. Januar -4 bis
+3 Grad
-1 bis
+2 Grad
6. Januar -5 bis
+6 Grad
-2 bis
+2 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2021 von zu kalt, normal, zu warm

Ob es mit dem Flachlandwinter noch in der ersten Januar-Dekade etwas werden kann, erläutern wir heute Abend gegen 20:15 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020/2021.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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