Wettertrend Ostern: Erst spätwinterlich, dann setzt sich der Frühling durch
Aprilwetter mit Graupelschauern und örtlichen Gewittern. Hochreichend labile Polarluft hat Deutschland erreicht und sorgt heute für eine erhöhte Schauerneigung, was teils bis auf tiefere Lagen herab Graupelschauer und ab den höheren mittleren Lagen winterliche Wetterverhältnisse zur Folge haben kann. Bis Anfang April ändert sich an dem launischen Wetter zunächst einmal wenig und mit Frühlingswetter ist bis Karfreitag erst einmal nicht zu rechnen. Stattdessen können über den Alpen unwetterartige Neuschneemengen möglich sein. Das Wetter Ostern 2026 aber steht und fällt mit einem Hoch, welches sich von West nach Ost ausdehnt und die Wetterlage noch kurz vor dem Fest kippen lässt.

Kräftige Schauer und Gewitter entwickeln sich heute im Tagesverlauf und können bis auf die mittleren Lagen herab für Schneeregen- oder Schneeschauer sorgen (Schneeprognose). Mit entsprechender Intensität lassen sich Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab nicht ausschließen. In der labil hochreichenden Polarluft können sich lokale Gewitter (Gewitterradar) ausbilden und so ihren Beitrag zum typisch wilden Aprilwetter leisten. Im Stau der Alpen können die Niederschläge länger andauern und ergiebig ausfallen, sodass mit winterlichen Wetterverhältnissen gerechnet werden muss. Die Temperaturen erreichen bei einem böigen Wind aus nordwestlichen Richtungen +5 bis +10 Grad.
Die Wetterentwicklung vor Ostern
Ein Zwischenhoch sorgt am Freitag für längere trockene und sonnige Abschnitte, bevor sich zum Wochenende leicht wechselhaftes Wetter einstellen kann. Zum Start in die neue Woche trogt ein weiteres Tiefdruckgebiet von England und Skandinavien in Richtung der Alpen aus und erhält den nasskalten und ab den höheren mittleren Lagen auch winterlichen Wettercharakter. Im Stau der Alpen lassen sich teils unwetterartige Neuschneemengen nicht ausschließen. In der Zeit vor Ostern liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten eines Hochdrucksystems über dem Atlantik und einem Trog über Osteuropa. Der Wind kommt überwiegend aus nordwestlichen Richtungen und erhält über Teilen von Deutschland den wechselhaften Wettercharakter bis Karfreitag. Wer es genauer wissen möchte: Wetter April.

Komplexe Wetterlage an Ostern
Schaut man sich die obenstehenden Wetterkarten genauer an, so erkennt man ohne Weiteres die Unterschiede. Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells berechnet bis Karfreitag ein Blockadehoch über den nördlichen Breiten, während die Amerikaner noch zögerlich agieren, was Deutschland, die Schweiz und Österreich zwischen die Fronten des Hochs über dem Westen und einem Trog über dem Osten bringt. Und so unterschiedlich die Ansätze sind, so unterschiedlich ist auch der Wettertrend zu Ostern.
Ein frühlingshaft warmes Osterfest
Geht es nach dem Wettertrend des europäischen Wettermodells, so kann sich das Blockadehoch über den nördlichen Breiten nicht behaupten und gibt dem Druck der anrennenden Frontalzone bis Ostersonntag nach und zieht sich nach Süden zurück. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen weiterhin zwischen den Fronten, dieses Mal jedoch nicht in einer östlichen, sondern in einer südwestlichen Anströmung der Luftmassen.
Bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken ist nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen, wobei regionale Schauer über dem Nordwesten auch nicht ausgeschlossen werden können.
Die Temperaturen erreichen am Ostersonntag (5. April) +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad und am Ostermontag (6. April) +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad.
Das Wetter kippt in den Osterferien
Doch ist die frühlingshafte Südwestwetterlage über die Ostertage nur eine Momentaufnahme. Die Frontalzone drängt weiter nach Osten und wird nach der Prognose des europäischen Wettermodells bereits zum 7. April erreichen und mit einem auflebenden bis stürmischen Wind einen weiteren Wetterwechsel einleiten, was die Temperaturen bis zum 10. April mit +5 bis +10 Grad erneut in den nasskalten Bereich einpendeln lassen kann.

Das Osterwetter mit einer vollständig gestörten Zirkulation
Das Hoch auf dem Atlantik wird nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells auf dem Atlantik blockiert und dehnt sich zum Karsamstag über England und das europäische Nordmeer weit nach Norden in den Polarwirbel hinein aus und geht an Ostern eine Querverbindung zum Kontinentalhoch über Russland ein. So kann sich über den nördlichen Breiten ein nachhaltiges Blockadehoch aufbauen, welches die Frontalzone auf dem Atlantik vollständig blockiert und die Bedingungen einer vollständig gestörten Zirkulation aufrechterhält.
Frühlingshafter Ansatz an Ostern
Da das Hoch eine im Uhrzeigersinn drehende Achse in Richtung Kontinentalhoch aufbaut, gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz an Ostern in eine Ostwetterlage - und da der Trog über Osteuropa noch nicht vollständig abgebaut ist, ziehen dessen Reste in Form von Kaltlufttropfen von Ost nach West über Deutschland hinweg.
Die Kaltlufttropfen haben jedoch nicht mehr die Energie und Intensität wie in den Wintermonaten. So stellt sich an Ostern ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken ein - mit nennenswertem Niederschlag ist nicht zu rechnen, wobei der eine oder andere Regentropfen nicht ausgeschlossen werden kann. Doch überwiegt der Sonnenschein und trotz des unangenehm böigen Ostwinds kann der höhere Sonnenstand die Temperaturen auf +12 bis +16 Grad, über dem Westen auf bis +18 Grad und über dem Südwesten örtlich sogar bis an die +20 Grad-Marke ansteigen lassen.
Osterferien - wechselhaft, aber frühlingshaft warm
Die vollständig gestörte Zirkulation erhält sich im Zeitraum nach Ostern, bei der sich das Hoch mit einem autark agierenden Kern über Skandinavien festsetzen kann. Deutschland verbleibt somit bis zum 10. April in einer Ostanströmung der Luftmassen, doch können von Westen her Tiefdruckausläufer der Frontalzone auf Deutschland übergreifen, was über dem Westen einen wechselhaften Wettercharakter nicht ausschließen lässt.
Dominant aber bleibt das Hoch, was bei wechselnder Bewölkung den Sonnenschein überwiegen lässt. Die Temperaturen pendeln sich mit +12 bis +16 Grad und über den westlichen Landesteilen mit bis +20 Grad durchweg in den frühlingshaften Bereich ein.

Die Wettervorhersage Ostern auf den Punkt gebracht: Frühling - oder?
Der Spätwinter tobt sich in der Zeit vor Ostern aus, zieht sich jedoch über die Osterfeiertage allmählich aus Deutschland zurück. Der Wettertrend der vergangenen Tage bestätigt, dass sich zum Osterfest ein Hochdrucksystem in Richtung Europa entwickeln und das Wetter dominieren kann. Ob das jetzt mit einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten oder mithilfe einer Südwestwetterlage der Fall ist, bleibt abzuwarten.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Temperaturprognose der Kontrollläufe ist vor und über Ostern durchweg von positiver Ausprägung. Zwar bleibt die breite Temperaturspanne erhalten, doch sind spätwinterliche Varianten an Ostern weitgehend korrigiert worden. Die Temperaturanomalie bewegt sich bis zum 3. April gegenüber dem vieljährigen Mittelwert mit -3 bis -5 Grad in einem zu kalten Bereich und steigt an Ostern und darüber hinaus auf +1 bis +3 Grad in den zu warmen Bereich an.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 1. April 2026 | +2 bis +14 Grad | +9 bis +12 Grad |
| Ostern 2026 | +4 bis +20 Grad | +11 bis +13 Grad |
| 10. April 2026 | +6 bis +24 Grad | +12 bis +14 Grad |

Verifikation der These: der Frühling zum Osterfest
Knapp 4 Wochen vor Ostern haben wir eine These aufgestellt, wie sich das Wetter aus der damaligen Konstellation heraus bis zum Fest der Erfahrung nach mit einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten entwickeln kann. Nein, die Vorhersage-Modelle stützen diese These noch immer nicht vollständig, doch schaut man sich den obenstehenden Mittelwert aller Kontrollläufe und das ansteigende Temperaturniveau über Ostern an, so sollte in den kommenden Stunden, bzw. Tagen eine Korrektur in Richtung Frühling nicht überraschen. Schaun mer mal.
Wetterdaten April 2026
Top-10 Extremwerte April 2026
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Wert Datum Station Bundesland 25,2 05.04.2026 Regensburg Bayern 24,9 11.04.2026 Wolfach Baden-Württemberg 24,6 05.04.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern 24,6 05.04.2026 Simbach - Inn Bayern 24,3 17.04.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Trostberg Bayern 24,2 08.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 10,4 18.04.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -16,3 01.04.2026 Zugspitze Bayern -8,2 01.04.2026 Oberstdorf Bayern -6,6 01.04.2026 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern -6,4 08.04.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -6,3 08.04.2026 Baruth Brandenburg -6,3 10.04.2026 Sohland - Spree Sachsen -5,8 02.04.2026 Königshofen, Bad Bayern -5,7 03.04.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg -5,7 09.04.2026 Muskau, Bad Sachsen -5,4 08.04.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Datum Station Bundesland 27,9 18.04.2026 Liebenau-Haueda Hessen 26,5 18.04.2026 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 26,1 18.04.2026 Borgentreich Nordrhein-Westfalen 25,2 18.04.2026 Newel Rheinland-Pfalz 22,2 18.04.2026 Driedorf Hessen 21,9 18.04.2026 Riol Rheinland-Pfalz 21,7 11.04.2026 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 21,6 18.04.2026 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 21,1 18.04.2026 Arolsen-Landau, Bad Hessen 21,0 18.04.2026 Warburg Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 50,2 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg 48,0 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 45,5 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 40,3 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 39,9 Driedorf Hessen 39,2 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 38,4 Rüthen Nordrhein-Westfalen 38,3 Malsburg-Marzell Baden-Württemberg 37,4 Reichshof-Eckenhagen Nordrhein-Westfalen 37,4 Willingen - Hochsauerland Hessen -
Wert Station Bundesland 0,0 Neckartailfingen Baden-Württemberg 0,0 Winden Baden-Württemberg 0,1 Berlin-Schmöckwitz - Dahme Berlin 0,2 Berlin-Schmöckwitz Berlin 0,2 Neutrebbin Brandenburg 0,5 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,6 Brunn-Roggenhagen Mecklenburg-Vorpommern 0,6 Berlin Brandenburg Brandenburg 0,8 Stralsund Mecklenburg-Vorpommern 0,9 Cottbus Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 117,0 05.04.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 111,6 05.04.2026 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 106,6 05.04.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 103,0 05.04.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 101,2 05.04.2026 Fichtelberg Sachsen 101,2 05.04.2026 Großer Arber Bayern 95,4 05.04.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 94,7 05.04.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 92,9 05.04.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 91,8 05.04.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 149,9 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 149,1 Manschnow Brandenburg 148,6 Büsum Schleswig-Holstein 148,1 Hamburg-Sankt Pauli Hamburg 147,5 Alzey Rheinland-Pfalz 147,5 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 147,4 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 146,8 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 146,6 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 145,5 Angermünde Brandenburg -
Wert Station Bundesland 57,5 Meiningen Thüringen 84,1 Schwarzburg Thüringen 86,3 Mittenwald - Obb. Bayern 89,6 Elster, Bad-Sohl Sachsen 89,8 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern 90,1 Reit im Winkl Bayern 90,2 Piding Bayern 91,2 Carlsfeld Sachsen 91,9 Zwiesel Bayern 93,0 Regensburg Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im April 2026 beträgt 9,1 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 1,8 °C (91/20 0,1 °C). Am 05.04.2026 konnte mit 25,2 °C über Regensburg (Bayern) die höchste und am 01.04.2026 mit -16,3 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,5 °C Saarland. Frischer ist der April 2026 mit einem Durchschnittswert von 7,6 °C bisweilen über Mecklenburg-Vorpommern.
Im April 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 14,3 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 24 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 122,0 Stunden ihren Sollwert von 152,7 Stunden zu 80 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 149,9 Stunden über der Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 57,5 Stunden über der Meiningen (Thüringen).












