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Der Winter im November kommt um den 23. November herum. Zunächst erst in Lagen oberhalb 400 Meter, im weiteren Verlauf aber bis in die Tallagen. Bis es soweit ist, bleibt es erst mal nasskalt und Vielerorts trübe bei Temperaturen zwischen 3 und 8 Grad. Nachts teilweise – vor allem zum Wochenende hin – Frost möglich.
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Nachdem der Sturm sich nun langsam über Deutschland im November aus getobt hat, beginnt zur Mitte der nächsten Woche eine Wetterumstellung. Der Grund ist ein Kontinentalhoch, welches sich dem Westwetter entgegensetzen möchte. Grundsätzlich wird dem Westwetter dann zum Ende der kommenden Woche der Gar aus gemacht, indem sich ein Atlantikhochdruckkeil nach Grönland bildet. Ein sog. Atlantikblock. Damit kommt das Wetter im November 2010 im Mitteleuropa allmählich zur Ruhe und es kann aufgrund der mangelnden Sonneneinstrahlung zunehmend auskühlen. Im weiteren Verlauf deutet sich dann im letztem Novemberdrittel eine deutlicher Abkühlung ab - es könnte der erste Schnee fallen.
Stürmisch gehts weiter. Vor allem zum Wochenende 11-15. November 2010. In rascher Reihenfolge überqueren uns nun Tiefausläufer, die z.T. auch Wellen bilden können (Schnellläufer). Zu den Tiefdruckgebieten gehört natürlich auch entsprechender Niederschlag, der wohl nun endgültig in flüssiger Form fallen wird. Denn bis zum 20. November lässt die primäre Westwetterlage keinen Wintereinbruch zu. In den Modellen wird aber weiterhin eine Tendenz zu Kälteeinbrüchen im letzten November Drittel 2010 gezeigt. Im Langfristmodell des CFS wird der November 2010 nun als zu warm gerechnet, was auch dieser anstehenden Westwetterlage zu verdanken ist.
Betrachtet man die beiden Wettermodelle ECMWF und GFS, so ist entsteht eine Entwicklung ab dem 8. November 2010, die die bisherige ruhige Wetterlage grundlegend verändern könnte. Das steuernde Islandtief existiert in diesem November nicht. Stattdessen haben die Tiefdrucksysteme ihre "Basis" in Skandinavien. Das hat zur Folge, dass die Kaltluft auf der Rückseite der Tiefdrucksysteme schon recht weit nach Süden vorankommen und dort die Dynamik anheizen. Das könnte also bedeuten, dass ab dem 7. November 2010 das erste Tiefdruckgebiet mit 950 hpa Kerndruck Deutschland erreicht. Das hätte zunächst Sturm zur Folge (evtl. auch Orkan) und im weiteren Verlauf auf der Rückseite des Tiefs die ersten Schneefälle im November 2010 in Lagen ~400 Meter.
Betrachtet man das Langfristmodell, so fällt auf dem ersten Blick auf, dass der Monat November 2010 als leicht zu kalt gerechnet wird. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich, dass der November 2010 deutlich zu feucht ausfallen wird. Das könnte daran liegen, dass der November 2010 zunächst mit einer West- bis Südwestwetterlage starten könnte, die im weiteren Verlauf dann zu einer Nordlage überführt wird.

Das könnte für das Wetter im November 2010 folgendes bedeuten: Start zu warm und zu feucht, dann im zweiten Drittel des November 2010 der Übergang zu einer eher nördlichen Strömungskomponente mit nasskaltem Wetter. Zwischen dem zweiten und letzten Drittel könne es den ersten Schnee geben.