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Das Wetter ist im Dezember für viele eine spannende Zeit, nicht nur hinsichtlich weiße Weihnachten, oder das Wetter zu Silvester, nein, im Dezember zeigt sich auch die eine oder andere Wetterturbulenz. Nicht nur das im Dezember oftmals der erste richtige Wintereinbruch folgt, es ist auch ein Monat der Besinnlichkeit und Entschleunigung, zudem ist er auch einer der "dunkelsten Monate" des Jahres. betrachtet man den Dezember nüchtern in Zahlen, so hat er nach dem langjährigen Mittel eine Durchschnittstemperatur von +0,8 Grad und das Niederschlagsvolumen liegt mit 70 Liter pro m² eher im normalen Bereich. Typisch aber für das Wetter im Dezember ist die Umstellung der Wetterlage um den 20. Dezember. Denn Dank der Wettersingularität des sog. Weihnachtstauwetters fällt Weihnachten in Deutschland oftmals zu mild und Schneearm aus (mehr dazu: Wetter Weihnachten - gibt es weiße Weihnachten?).

Wetterrekorde Dezember

Die höchste Temperatur im Dezember wurde am 16.12.1989 mit +24 Grad in Mühlheim (Baden) aufgestellt und mehr als +20 Grad wurde in den Voralpen, Oberstdorf, sowie am Hoch- und Oberrhein aufgestellt. Aber nicht nur entlang der Alpen kann es mit Föhnunterstützung im Dezember richtig warm werden, so wurde am 04.12.53 mit +17,9 Grad über Bochum der höchste Dezember-Wert erreicht. Und über Norddeutschland? Da erreichte mit +15,3 Grad am 24. Dezember 1977 Lübeck den höchsten Wert.

Die tiefsten Dezember Temperaturen wurden am 29. Dezember 1939 südwestlich von Regensburg (Horneck) mit -32,4 Grad gemessen und mit -31,1 Grad erreichte die Zugspitze ihren Tiefstwert. Da das Meer über dem Norden näher ist, können dort auch die kalten Luftmassen erwärmt werden. So ist es mit -22,5 Grad in Hohn (Schleswig-Holstein) am kältesten gewesen.

Interessant ist die Tatsache, dass es über Helgoland noch nie in einem Dezember die -10 Grad Marke "geknackt" wurde und zeigt, wie warm die Nordsee im Dezember noch sein kann. So liegt der Mittelwert über Helgoland auch bei +4,4 Grad.

Im Dezember 1993 wurden mit 635 l/m² der meiste Niederschlag gemessen, was in etwa 350 Prozent des Monatssolls entspricht. Die höchste Schneedecke in den Niederungen, wurde mit 112 cm an Weihnachten 2010 in Harzgerode registriert. Verbreitet - und das war für die Weihnachtszeit außergewöhnlich - wurden über Norddeutschland 52 cm Schnee gemessen. Zum Vergleich: "der Jahrhundert-Schnee" von 1978/79 brachte an vielen Messstationen Schleswig-Holsteins 50 cm, wobei Schneewehen deutlich höher waren. Sicherlich gibt es im Dezember auch Messstationen, wo überhaupt kein Niederschlag registriert wurde, was bspw. 1981 und 1982 über Ostdeutschland der Fall war.

Dass der Dezember auch ein dunkler Monat ist, zeigte sich mit gerade einmal 2 Sonnenstunden im Jahr 1993 über einigen Regionen der Mittelgebirge und in Padenstedt bei Schleswig Holstein. Vor allen länger andauernde Nebel-, oder Hochnebelfelder sind für den wenigen Sonnenschein im Dezember verantwortlich. Anders ist die Situation in höheren Lagen, dort kam 1972 über der Zugspitze für rund 200 Stunden die Sonne zum Vorschein, was im Schnitt 6 Stunden pro Tag entspricht. Zum Vergleich: normal sind auf der Zugspitze in etwa 3,5 Sonnenstunden im Dezember. In tieferen Lagen wurden im Dezember 1952 mit 128 Stunden in Gera der meiste Sonnenschein registriert und 10 Jahre später wurde auf der Insel Sylt mit 99 Stunden ein Rekord aufgestellt.

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