Regenradar

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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Der Oktober gilt als ein sehr ausgeglichener Wettermonat. So kommt es nicht selten zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche den sog. "goldenen Oktober" mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen bringen können. Allerdings neigt sich mit hohem Luftdruck auch die Gefahr zu teils zähen Nebel- und Hochnebelfeldern, welche sich nur sehr langsam auflösen können.

Letztlich geht aber die Natur im Oktober vollständig in den Herbst über. Die Blätter werden bunter und fallen zum Ende des Oktobers schon vielfach von den Bäumen herunter und die ersten Nachtfröste sind zu erwarten.

Aus meteorologischer Sicht handelt es sich beim Oktober um den zentralen Herbstmonat und von heißen Tagen bis hin zu ersten Schneedecke ist alle möglich - besonders Auffällig war der Oktober 2012, als binnen einer Woche die Temperaturen von sommerliche auf kalte Werte umschwenkten und örtlich den ersten Eistag (<0 Grad) mit Ausbildung einer Schneedecke bescherten.

Plus 30 Grad sind Anfang Oktober über dem Südwesten durchaus noch möglich, wenngleich +25 Grad rund 80 Prozent der Messstationen schon registriert haben und damit häufiger anzutreffen sind. Ab Mitte Oktober sinken die Temperaturwerte - dank des niedrigeren Sonnenstandes - dann relativ rasch ab, so dass die +25 Grad Marke allenfalls noch mit Föhnunterstützung entlang der Alpen erreicht werden kann. Selbst Tropennächte gab es Anfang Oktober schon, bei der die Tiefstwerte in der Nacht nicht unter +20 Grad absinken könnten - das ist aber eher die Ausnahme, als die Regel.

Es empfiehlt sich zudem - spätestens ab Mitte Oktober - die Winterreifen aufzuziehen, da die Temperaturen in 60 Prozent der Messstationen im Oktober schon unter die 0 Grad Grenze gefallen sind und in 90 Prozent der Fälle unter die +2 Grad Marke (was relevant für den Bodenfrost ist) - siehe dazu unser Begleitartikel: Wann Winterreifen montieren. Bis Ende Oktober war es dann häufig in ganz Deutschland - mit der Ausnahme Helgoland - schon einmal frostig . Vor allem über den höheren Lagen der Mittelgebirge, des Bayerischen Waldes, des Schwarzwaldes und der Alpen wurden auch schon Tiefstwerte unter der -10 Grad Marke registriert.

In 60 Prozent der Fälle gab es im Oktober über Deutschland auch schon Schneefall mit der Ausbildung einer Schneedecke. Hierbei sticht der Oktober 2015 besonders hervor - bedingt durch das viele Laub auf den Bäumen konnte der nasse Schnee die Bäume regelrecht niederdrücken, was den Schienenverkehr maßgeblich beeinflusste. 60 l/m² Niederschlag sind im Oktober der Sollwert und wurden an manchen Stationen schon um 400 Prozent überboten - andersherum gab es auch schon Oktobermonate, welche komplett ohne Niederschlag auskamen (bspw. 1943). Durchschnittlich bringt es die Sonne im Oktober auf 110 Sonnenstunden - am häufigsten scheint die Sonne auf der Zugspitze mit knapp 189 Sonnenstunden und dort ist auch der Rekord mit 270 Sonnenstunden aufgestellt worden.

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