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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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Bis zum kommenden Wochenende steht nach den Simulationen der Wettermodelle der Fahrplan fest: es bleibt bei einem Mix aus Wolken, Nebel und Sonnenschein weitgehend trocken und es wird auch langsam milder. Bereits am Samstag könnten dann weite Teile von Deutschland vom Dauerfrost befreit sein. Der Winter schwächt sich ab.

Und damit enden auch schon wieder die Gemeinsamkeiten der Wettermodelle. Das amerikanische Wettermodell berechnet zum Sonntag den Durchbruch der atlantischen Frontalzone mit einem Tiefdruckzentrum zwischen England und Skandinavien bis über Deutschland. So kann der Wettercharakter unbeständiger, milder und auch windiger werden. Potential für Starkwindereignisse ist bis Ende Januar jedenfalls gegeben.

Anders sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Das Kontinentalhoch gibt sich nicht so leicht "geschlagen" und strebt nach kurzen Rückzug bereits zum Sonntag wieder nach Westen in Richtung Skandinavien, so dass Deutschland bis Ende Januar im gradientenschwachen Umfeld verbleiben könnte. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass die Frontalzone mit teils kräftigen Niederschlägen nicht bis nach Deutschland vorankommen und stattdessen bis Ende Januar über Deutschland zu einem ruhigem und zu Nebel und Hochnebel neigenden Hochdruckwetter führen kann. Die Temperaturen könnten am Freitag und Samstag kurzweilig in den positiven Bereich ansteigen, darüber hinaus bis Ende Januar aber über den Gebieten mit Schnee wieder in den Dauerfrostbereich absinken. Der Taupunkt sollte über den Gebieten mit Schnee weitgehend negativ sein, was das Abschmelzen der Schneedecke über weite Teile von Süddeutschland verzögern könnte.

Die simulierte Ausdehnung des Hochdrucksystems vom europäischen Wettermodell in Richtung Skandinavien kann gegenüber den letzten Tagen als Kehrtwende bezeichnet werden. Denn mit dieser Ausdehnung sorgt das Hochdrucksystem für einen Störimpuls gegenüber der atlantischen Frontalzone, was diese Anfang Februar südlicher verlaufen lassen könnte, letztlich aber - zumindest zum heutigen Stand - die Milderung nur in den Februar hinein verzögern könnte. Aber es zeigt eben auch, dass ein stringenter West-/Südwestdrift, so wie es das amerikanische Wettermodell simuliert, nicht unbedingt eintreten muss.

Das amerikanische Wettermodell berechnet vom 1./3. Februar eine weitere Abfolge von Tiefdrucksystemen, welche auf Mitteleuropa zusteuern und Vorderseitig sehr warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen können. Simuliert werden bspw. für den 3. Februar Werte, welche zwischen +4/+8 Grad, örtlich bis +10 Grad erreichen können.

Im Kern geht es heute aber gar nicht um die Frage ob mild oder nicht, sondern vielmehr darum, ob die Veränderung der Großwetterlage auf West-/Südwest gelingt, oder ob sich noch andere Varianten durchsetzen können. Die Kontrollläufe jedenfalls weisen bis zum 3. Februar kaum Varianten aus, welche für eine winterliche Großwetterlage sprechen. So liegt der Mittelwert der Temperaturen in knapp 1.500 Meter Höhe bis zum 3. Februar zwischen 0/+5 Grad und das Temperaturspektrum erstreckt sich in tieferen Lagen bspw. am 3. Februar zwischen -4/+12 Grad bei einem Mittelwert von +8 Grad über dem Westen, +5/+6 Grad über dem Norden und Süden und +1/+2 Grad über dem Osten. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5), so liegen diese am 30. Januar bei 25/45/30 und am 3. Februar bei 10/40/50. Das sah zwar vor ein paar Tagen noch deutlich milder aus, bestätigt aber auch heute den Trend zu einer Milderung in den ersten Februar-Tagen. Nichtsdestotrotz darf die Milderung - auch Aufgrund der Berechnungen des europäischen Wettermodells noch in ihrem Ablauf in Frage gestellt werden. Was über dem 3. Februar hinaus für Wetterentwicklungen möglich sind, klären wir gegen 17:00 Uhr in einen neuen Wettertrend zum Wetter Winter, welche heute Abend gegen 21:00 Uhr nochmals aktualisiert wird.
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Heute ist ein häufig grauer und trüber Tag zu erwarten. Teils sind es die Wolken über dem Norden, teils sind es dichte Nebelfelder, welche den Sonnenschein verhindern und mit etwas Niederschlag in Form von Sprühregen, gefr. Sprühregen oder Schneegriesel ist auch zu rechnen. Sonnenschein gibt es erst ab den höhere Lagen von rund 700-800 Meter. Die Temperaturen steigen über dem Norden - etwa nördlich der Linie Köln - Berlin - auf +0/+4 Grad, sonst sind -9/0 Grad zu erwarten, wobei die tieferen Werte eher entlang der Alpen möglich sind und in Richtung der Mittelgebirge ansteigen können.

Relativ ruhiges und teils zu Nebel oder Hochnebel neigendes Wetter ist von Mittwoch bis einschließlich Freitag möglich. Die größten Chancen auf Sonnenschein sind über dem Westen und Süden, sowie in höheren Lagen zu erwarten. Es bleibt die meiste Zeit über trocken, wobei es am Mittwoch noch örtlichen Sprühregen oder Schneegriesel geben kann. Die Temperaturen steigen über Norddeutschland meist auf +0/+4 Grad und bleiben etwa südlich der Mittelgebirge -6/0 Grad meist im Dauerfrostbereich. Insbesondere in den Nächten ist über Süddeutschland weiterhin mit strengen Nachtfrost von -12/-7 Grad zu rechnen, während über dem Norden sich der Frost bis zum Freitag auf -5/+1 Grad abschwächen kann (die wärmeren Werte sind über dem Nordwesten zu erwarten).

Am Wochenende ist dann eine spürbare Veränderung zu erwarten. Nach frostigen Nächten steigen die Tageswerte über dem Westen verbreitet auf +3/+8 Grad und über dem Osten am Samstag auf -2/+1 Grad und am Sonntag auf -0/+4 Grad, so dass Deutschland am Sonntag seit längerer Zeit wieder vom Dauerfrost befreit sein könnte. Der Grund für die Milderung ist die Drehung der Grundströmung auf südliche, später auch südwestliche Richtungen, welche am Samstag die ersten Wolkenfelder und zum Sonntag über dem Norden zu den ersten Niederschlägen führen kann. Die Veränderung der Großwetterlage beginnt mit hoher Wahrscheinlichkeit am kommenden Wochenende. Was daraus alles für ein Wetter in den kommenden Tagen entstehen kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Februar und gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Winter, welcher heute Abend gegen 20:45 Uhr nochmals aktualisiert wird.
Die Woche wird bis einschließlich Freitag - vor allem über dem Süden und Osten - noch verbreitet vom Dauerfrost beeinflusst werden, während es über dem Norden und Westen allmählich milder werden kann. So sind bis zum kommenden Samstag über dem Westen +1/+6 Grad und über dem Osten -2/+2 Grad zu erwarten. Über dem Norden sind mit -1/+4 Grad bereits heute schon mildere Werte zu erwarten und verändern sich bis zum Samstag kaum. Besonders in den Nächten kann es mit -5/0 Grad über dem Norden und -12/-7 Grad über dem Süden - örtlich bis -18 Grad - eisig bleiben. Etwas Niederschlag ist heute über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge in Form von Sprühregen, gefr. Sprühregen oder Schneegriesel möglich, sonst bleibt es bei einem Mix aus Sonne, Wolken und teils zähen Nebelfeldern bis zum Samstag weitgehend trocken (Details s. Wetter Januar).

Die für tiefere Lagen über dem Süden und Osten von Deutschland winterliche Inversionswetterlage hält sich also noch etwas länger, bevor im Zeitraum vom 28./31. Januar die Milderung langsam aber stetig weiter nach Osten voranschreiten könnte. Die berechneten Werte liegen bspw. am 31. Januar zwischen +4/+8 Grad über dem Norden und +2/+6 Grad über dem Süden. Der Grund für die langsam sich auch in tieferen Lagen durchsetzende Milderung ist die bodennah zunehmende Anströmung der Luftmassen aus südlichen bis südwestlichen Richtungen, welche für eine Durchmischung sorgen können.

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so kommt die Grundströmung aus südwestlichen Richtungen bei einem insgesamt zunehmenden Wind, welcher Ende Januar über dem Norden für die ersten stürmischen Windböen verantwortlich sein könnte. Das europäische Wettermodell berechnet ebenfalls eine südliche bis südwestliche Anströmung, jedoch ist der Hochdruckeinfluss über Deutschland noch größer zu bewerten, was die durchgreifende Milderung über den östlichen Landesteilen weiter verzögern könnte. Demnach bis zum 31. Januar nur schwachwindig bei einer geringen Niederschlagserwartung.

Der Ablauf ist bei beiden Wettermodellen weitgehend derselbe und stützt die seit Tagen berechnete Umstellung der Großwetterlage Ende Januar / Anfang Februar. Das amerikanische Wettermodell berechnet einen sehr kräftigen Kaltluftvorstoß beginnend zum 28. Januar über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ansteigen lässt. In raschen Abständen gelangen die Tiefdrucksysteme nach Mitteleuropa und können somit bereits zum Ende Januar für die durchgreifende Milderung sorgen. Diese kann sich vom 1./3. Februar mit teils kräftigen Niederschlägen sogar noch etwas intensivieren und gleichzeitig das Potential für Starkwindereignisse Anfang Februar erhöhen.

Es sei aber auch angemerkt, dass eine länger anhaltend winterliche Hochdruckphase einiges an Energie beanspruchen, um aus Mitteleuropa vertrieben werden zu können. Kaltluft ist "zäh" und erhält sich unter bestimmten Voraussetzungen auch selbst. Die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells haben durchaus das Potential, um den Wetterwechsel herbei zu führen. Es gab aber auch schon Fälle, wo genau so ein simulierter Wetterwechsel ins Leere lief - da waren die Grundvoraussetzungen aber auch anders. Insofern bleiben die Berechnungen der Milderung Anfang Februar der Wettermodelle eine durchaus plausible Entwicklung.

Die Variationen reichen Anfang Februar von einer Patt-Situation zwischen dem Hochdrucksystem über Osteuropa und der atlantischen Frontalzone, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einer milden südlichen Anströmung zu relativ ruhigen Wetter führen kann. Die andere Variante zeigt sich im Durchbruch der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa mit "Vollwetter" (Wind, Regen, mäßig mild mit Potential für Starkwindereignisse). Die Kontrollläufe stützen Anfang Februar die Milderung. So liegt das Temperaturspektrum am 3. Februar zwischen -6/+12 Grad bei einem Mittelwert von +1 Grad über dem Osten, +5 Grad über dem Süden und Norden und +7 Grad über dem Westen. Die Niederschlagsneigung wird im Zeitraum vom 29. Januar bis zum 3. Februar als schwach bis mäßig berechnet. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Winter, welcher heute Abend gegen 20:45 Uhr nochmals aktualisiert wird.
Das es sich aktuell um eine Inversionswetterlage handelt, bei der es oben wärmer als in tieferen Lagen ist, merkt man heute an den Temperaturwerten. So sind oberhalb etwa 600-1.300 Meter Tageswerte zwischen +2/+5 Grad möglich, während in tieferen Lagen bei Dauernebel nur -6 Grad zu erwarten sind. Etwa nördlich der Mittelgebirge sorgen dichte Wolken für gelegentlichen Niederschlag, welcher meist in Form von Sprühregen oder gefr. Sprühregen, seltener als Schneegriesel niedergeht. Trocken bleibt es hingegen über Süddeutschland und nach Nebelauflösung sind dort auch längere sonnige Abschnitte zu erwarten. Die Temperaturen steigen über dem Norden auf +0/+4 Grad und über dem Süden auf -6/0 Grad.

Von Dienstag bis einschließlich Samstag ändert sich an der Hochdruckdominanz zunächst wenig. So bleibt es über dem Norden und Nordosten häufiger stark bewölkt aber trocken. Nach Westen und Süden zeigt sich nach zäher Nebelauflösung häufiger die Sonne, wobei die Nebelfelder über den Talsenken und Flussniederungen sehr hartnäckig und länger andauernd sein können. Durchweg sonnig kann es über Süddeutschland ab Lagen von 500-600 Meter aufwärts sein. Die Temperaturen erreichen am Dienstag +0/+5 Grad nördlich der Mittelgebirge (die wärmeren Werte sind entlang der Küste zu erwarten) und -6/0 Grad über Süddeutschland und steigen bis zum Samstag auf +1/+6 Grad über dem Westen und -2/+1 Grad über dem Osten an. In den Nächten sinken die Werte über Süddeutschland auf -12/-7 Grad, örtlich auch bis auf -18 Grad und über Norddeutschland auf -5/0 Grad ab.

Viel Abwechslung ist in dieser Woche vom Wetter nicht zu erwarten und die spannendsten Fragen werden sein: wo löst sich der Nebel auf, wo kommt die Sonne zum Vorschein und in welchen Regionen wird es am kältesten werden. "Genießen" Sie also die vor allem über dem Süden noch hochwinterliche Woche. Wie es darüber hinaus weitergehen wird, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Februar und gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2017, welche heute Abend gegen 20:45 Uhr nochmals aktualisiert wird.
Hoher Luftdruck sorgt auch in der kommenden Woche noch für verbreitet ruhiges und ab den mittleren Lagen häufig auch für sonniges Wetter, während in tieferen Lagen häufig Nebel und über Norddeutschland zeitweilig auch stärkere Bewölkung vorzufinden ist. Geringfügiger Niederschlag ist am Montag und Dienstag etwa nördlich der Mittelgebirge zu erwarten, welcher sowohl als Sprühregen, gefr. Sprühregen oder auch als Schneegriesel niedergehen kann. Die Temperaturen steigen bis zum Mittwoch über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge meist auf +0/+4 Grad und erreichen südlich davon -5/0 Grad, entlang des Rheingrabens sind auch bis +2 Grad möglich. Bis zum Freitag sind mit +0/+4 dann fast in ganz Deutschland positive Werte zu erwarten. In den Nächten ist über dem Norden leichter bis mäßiger und über dem Süden weiterhin strenger Frost von bis unter -10 Grad zu erwarten.

Betrachtet man die Großwetterlage zum kommenden Freitag, so verlagert das bis dahin dominante Hochdrucksystem seinen Schwerpunkt über das südöstliche Europa. Über den Azoren liegt das Azorenhoch und mit Hilfe des Kaltluftzustromes beginnt die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik aktiver zu werden. In Folge dessen gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend in den Einflussbereich einer südwestlichen und damit milder werdenden Grundströmung. Nach den heutigen Berechnungen könnten zum 29. Januar die ersten Tiefdrucksysteme Deutschland erreichen und bis zum 31. Januar für einen unbeständigen Wettercharakter sorgen. Wie bei Südwestwetterlagen üblich, ist über dem Nordwesten eine höhere Niederschlagsneigung als über dem Südosten zu erwarten. Die Temperaturen können weiter ansteigen und bis zum 31. Januar Werte zwischen +3/+7 Grad über dem Süden und +5/+10 Grad über dem Norden erreichen und die Nächte wären nach den aktuellen Simulationen weitgehend frostfrei. Der Wind kann vom 29./31. Januar nördlich der Mittelgebirge an Intensität zunehmen und entlang der Küste in Böen auch stürmisch werden.

Mit anderen Worten verabschiedet sich der Hochwinter Ende Januar und die Frage bleibt - wie wird das Wetter im Februar? Nach beiden Wettermodellen strömen über dem östlichen Kanada auch Anfang Februar Kaltluftmassen in Richtung Neufundland und sorgen somit für Energienachschub um die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island/England und Skandinavien aufrecht zu erhalten. Mögliche Strömungsmuster wären über Deutschland vom 1./3. Februar mild Südwest bis mäßig mild West. Mit hoher Wahrscheinlichkeit aber unbeständig, windig und in der Gesamtbewertung ist mit Tauwetter bis in höhere Lagen zu rechnen.

Die Kontrollläufe stützen die nachhaltige Milderung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 30. Januar zwischen -6/+11 Grad (Mittelwert: +0 Grad über dem Osten, +3 Grad über dem Süden und +5/+6 Grad über dem Westen und Norden) und am 3. Februar zwischen -1/+11 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Osten, +5 Grad über dem Norden und Süden und +8 Grad über dem Westen). Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe liegen zwischen +1/+4 Grad, was das Tauwetter Ende Januar und in den ersten drei Februar-Tagen auch bis in die höhere Lagen bringen kann. Wie es darüber hinaus mit dem Winter weitergehen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter.