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Die häufigste Frage, welche uns über die Sommermonate per Email gestellt wird: Wie wird das Wetter, bleibt es trocken und warm, können wir wandern, Partys feiern, Grillabende organisieren oder können Ausflüge, Kurztrips oder gar der Urlaub in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant werden? Denn stabile Wetterlagen sind im Sommer über Deutschland gar nicht so häufig.

Wer in den letzten Jahren den Sommer in Deutschland verbracht hat, hatte aber in der Regel "gutes" Wetter. Der normale Durchschnitts-Sommer zeigt sich in längeren hochdruckdominierten Wetterlagen, welche hin und wieder durch Tiefdrucksysteme mit teils kräftigen, örtlich auch unwetterartigen Wetterereignissen unterbrochen werden kann. In Deutschland sind die Sommermonate von Juni bis Juli häufiger noch durchwachsen, bevor ab Mitte Juli sich bis Mitte August aus statistischer Sicht häufig der Hochsommer durchsetzen kann. Schönwetter- und Hitzeperioden sind in diesem Zeitraum am wahrscheinlichsten. Aber eben auch kühles und regnerisches Wetter sind im Sommer über Deutschland vor allem noch im Juni und Anfang Juli häufiger möglich.

Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt über Deutschland +16,3 Grad bei einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von 239 l/m². Bemüht man die Statistik und betrachtet die letzten Jahre, so fällt auf, dass die Sommer seit 1997 bis 2016 gegenüber dem langjährigen Mittelwert durchweg zu warm ausgefallen sind. Der letzte Sommer, welcher zu kalt ausgefallen ist, war 1996 und liegt nun mehr als 20 Jahre zurück. Wenig verwunderlich ist somit die Tatsache, dass die durchschnittliche Temperatur der letzten 15 Sommer um +1,2 über dem langjährigen Mittelwert lag. Der bislang über Deutschland wärmste Sommer wurde im Jahr 2003 registriert. Die durchschnittliche Temperatur betrug damals +19,67 Grad und führte mit einer stabilen Omegawetterlage zu einem Rekordsommer in ganz Europa.

Besonders auffällig sind die Niederschläge im Sommer - meist kurz und kräftig mit Blitz und Donner können binnen weniger Minuten und Stunden ganze Landstriche unter "Wasser" gestellt werden (Flut Simbach am Inn Juni 2016). Unter ungünstigen Bedingungen kommt es im Sommer zur Ausbildung eines Mittelmeertiefs, welches über mehrere Tage hinweg für langanhaltenden und ergiebigen Niederschlag sorgen kann (Oderhochwasser 1997, 2010). So verwundert es nicht, dass die Sommermonate zu den niederschlagsreichsten Monaten des ganzen Jahres gehören und im Schnitt fällt von Juni bis August 30 Prozent des Niederschlages vom gesamten Jahr (zum Vergleich: Winter 22 Prozent, Frühling 24 Prozent und Herbst 24 Prozent).

Die Abweichung der Temperaturen im Frühling und Sommer der letzten 10 Jahre im Vergleich

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Sommer Temperatur Abweichung
2016 17,8 Grad +1,5 Grad
2015 18,4 Grad +2,1 Grad
2014 17,1 Grad +0,8 Grad
2013 17,7 Grad +1,4 Grad
2012 17,1 Grad +0,8 Grad
2011 16,8 Grad +0,5 Grad
2010 17,8 Grad +1,5 Grad
2009 17,2 Grad +0,9 Grad
2008 17,4 Grad +1,1 Grad
2007 17,2 Grad +0,9 Grad

Temperaturabweichung der letzten 10 Sommer gegenüber dem Mittelwert

Temperaturabweichung der letzten 10 Sommer gegenüber dem Mittelwert


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