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Wettervorhersage Winter, Frühling, Sommer, Herbst

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wettertrend vom 17. September

Bis einschließlich Sonntag bleibt der warme Wettercharakter zum heutigen Stand in ganz Deutschland erhalten. Dabei nimmt bis zum Sonntag die Schauer- und Gewitterneigung von Südwesten her zu. Zum Start in die neue Woche zeigten sich die Simulationen der Wettermodelle in den letzten Tagen noch diffus, heute mehren sich die Anzeichen auf den sich seit Tagen manifestierenden Trend eines Wetterumschwungs bis zum 25. September. So simuliert heute das amerikanische Wettermodell bereits zum Sonntag eine Großwetterlage, bei der ein Skandinavienhoch zum Start in die neue Woche keine Rolle mehr spielt. Stattdessen schafft es ein Tiefdrucksystem vom Nordmeer her sich bis über Skandinavien zu manifestieren. Im Verbund mit einem schwachen Hochdruckkeil des Azorenhochs über England dreht die Grundströmung über Deutschland auf nordwestliche Richtungen. Der Hochdruckkeil rückt jedoch rasch nach, so dass die Luftmassen arktischen Ursprungs nach Südosten an Deutschland "vorbei rauschen", so dass die Temperaturen bis zum 24. September mit +15/+20 Grad, im Südwesten auch bis +22 Grad voraussichtlich im mäßig warmen Bereich verbleiben können. Die Niederschlagsneigung ist Aufgrund des nachrückenden Hochdrucksystems eher gering ausgeprägt. Nichtsdestotrotz ist damit der Beginn der Umstellungsphase eingeläutet und bis zum 25. September hat sich die atlantische Frontalzone zwischen Grönland und Skandinavien manifestiert. Somit ergeben sich nach dem amerikanischen Wettermodell zwei mögliche Varianten. Zum einen können die Tiefdrucksysteme weit nach Süden vordringen, was zu klassisch warmen Vorderseiten- mit nachfolgend kühlem Rückseitenwetter einhergehen kann. In einer zweiten Variante ziehen die Tiefdrucksysteme konzentrischer um Grönland, bzw. Skandinavien herum, was wechselhaftes, mäßig warmes und wechselhaftes Westwetter zur Folge haben kann. Das europäische Wettermodell stützt die Simulation des amerikanischen Wettermodells in der Form, als dass sich mit Tief Skandinavien und Hochdruckkeil zwischen Azoren, England und dem Nordmeer eine nördliche Strömungskomponente über Deutschland einstellen kann. Diese ist kräftiger ausgeprägt als beim amerikanischen Wettermodell, so dass die Tageswerte zum Wochenbeginn auch unter +15 Grad liegen können. Im weiteren Verlauf rückt ein schwacher Hochdruckkeil nach, hat bis zum 25. September aber nur bedingten Einfluss auf das Wetter in Deutschland. Über Skandinavien manifestiert sich hingegen die Frontalzone, so dass kleinräumige aber durchaus gradientenstarke Tiefdrucksysteme (Wind) über Deutschland hinweg nachrücken können. Anders formuliert ist nach dem europäischen Wettermodell ein zunehmend herbstlicher, teils kühler Wettercharakter wahrscheinlicher geworden - auch die ersten Starkwindereignisse sind demnach um den 25. September herum nicht auszuschließen. Im weiteren Verlauf geht der Trend nach dem europäischen Wettermodell in Richtung abwechslungsreiches, teils windiges Westwetter. Die Kontrollläufe sind heute noch äußerst differenziert, jedoch bestätigt sich mehrheitlich der Trend einer Abkühlung zwischen dem 21./25. September. So liegt das Temperaturspektrum am 23. September zwischen +9/+23 Grad bei einem Mittelwert von +17 Grad im Süden und Westen und +15 Grad im Norden und Osten. Am 28. September liegt das Temperaturspektrum zwischen +8/+24 Grad bei einem Mittelwert von +16 Grad im Westen, Norden und Süden und +18 Grad über dem Osten. Das Langfristmodell simuliert heute einen leicht zu warmen Verlauf der Temperaturen im Oktober und gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel normale Ausprägung im November, dessen Trend in Richtung leicht zu warm geht. In der Niederschlagserwartung zeigt sich im Oktober eine schwach positive Niederschlagswahrscheinlichkeit, während im November weitgehend normale, im Süden auch leicht erhöhte Niederschlagstätigkeit möglich ist. Und für die Wintermonate? Mit dem Hinweis darauf, dass die Schwankungsbreite des Langfristmodells mit fortschreitender Zeitdauer zunimmt, zeigen sich heute die Temperaturen im Dezember normal, im Januar erhöht und Februar wiederum normal. Fast durchgängig wird dabei eine leicht erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit simuliert. Wie sehen die aktuellen Randfaktoren aus? Bildet sich über dem sibirischen Raum rasch eine Schneedecke aus, so sind die Bedingungen für ein ausgeprägtes Kontinentalhoch als günstig zu bezeichnen. Aktuell simulieren die Wettermodelle bereits für das letzte September-Drittel eine mögliche Ausbildung der Schneedecke im sibirischen, bzw. eurasischen Bereich. Letztlich kommt es darauf an, welche Position das Kontinentalhoch über die Wintermonate einnehmen wird - eine starke Ausprägung des Hochs lässt keinen Rückschluss darauf zu, ob ein warmer, normaler oder zu kalter Winter in Mitteleuropa zu erwarten ist. Warum? Liegt das Hoch weiter im Westen und kann sich über Skandinavien erstrecken, so ist mit kalten Ostwinden zu rechnen. Bleibt es jedoch über dem westl. Russland ortstreu, so strömen die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her bis nach Skandinavien, was über Mitteleuropa eine warme Südwestwetterlage zur Folge haben kann. Anders hingegen die Konstellation im Zusammenspiel mit einem Azorenhoch, welches mit einer nördlichen Position das meridionale Strömungsmuster der letzten Wochen auch bis zum Winter erhält (Erhaltungsneigung), so ist mit einer Häufung von Troglagen Mitteleuropa zu rechnen (normaler Winter). Und El Niño? Gemäß dem aktuellen ENSO Bericht liegt die Wahrscheinlichkeit für ein El Niño Ereignis über der Nordhalbkugel während des Herbstes und Winters bei 60-65 Prozent, was bei tatsächlichem Eintreffen eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für meridionales Grundmuster zur Folge hat (aber auch ein meridionales Grundmuster kann - je nach Position - warmes oder kaltes Wetter zur Folge haben). Sonnenflecken? Die Sonnenflecken geben Ausschluss darüber, welche Aktivität die Sonne derzeitig hat. Aktuell nimmt die Aktivität der Sonne leicht zu. Welchen Einfluss haben Sonnenflecken? Ganz vereinfacht ausgedrückt: ist die Sonne wenig aktiv, so steigt die Wahrscheinlichkeit für kühlere Winter, ist sie hingegen aktiv, so steigt die Wahrscheinlichkeit für einen wärmeren Winter. QBO? Die Quasi-Biennial-Oszillation beschreibt eine West-Ost Umkehr der tropischen Stratosphäre - je nach Zustand, welcher sich im Schnitt alle 2,2 Jahre verändert, gehen damit Abkühlungs- oder Erwärmungsphasen einher. Ebenfalls vereinfacht ausgedrückt verstärkt ein positiver QBO den Polarwirbel, während ein negativer QBO den Polarwirbel schwächt. Ist der Polarwirbel stark ausgeprägt, so ist Westwetter wahrscheinlicher, ist er schwach ausgeprägt, so ist ein meridionales Strömungsmuster wahrscheinlicher. Aktuell ist der QBO in einer Ostphase. Die Randfaktoren lassen zum heutigen Stand also keinen eindeutigen Schluss auf einen zu warmen oder zu kalten Verlauf des Winters zu. So bleibt die Aussage der letzten Prognosen bestehen: normales Winterwetter mit dem Trend - in Zeiten der Klimaerwärmung - auch leicht zu warm auszufallen.

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wettertrend vom 16. September

Auch heute simulieren die Wettermodelle den Erhalt des überwiegend warmen, teils sommerlichen Wettercharakters bis zum 21. September. Darüber hinaus zeigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell eine langsame Abschwächung des hohen Luftdrucks über dem skandinavischen Raum, dessen maßgeblicher Einfluss aber noch bis zum 25. September erhalten bleiben könnte. In Folge daraus stellt sich zwischen dem 21./25. September allmählich eine mäßig warme Wetterlage ein, bei der die Temperaturen im Bereich zwischen +15/+22 Grad liegen können und im Süden eine höhere Niederschlagwahrscheinlichkeit als im Norden zu erwarten ist. Im Zeitraum zwischen dem 25./30. September zeigt sich gemäß dem amerikanischen Wettermodell eine ansteigende Dynamik mit kräftigen Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik. Die Gradientenstruktur erstreckt sich dabei zwischen Neufundland und Skandinavien, so dass es demnach nur eine Frage der Zeit ist, bis die atlantische Frontalzone das Wetter in Deutschland mit einem wechselhaft-herbstlichen Charakter beeinflussen kann. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Tiefdruckaktivität auf den Atlantik, welche aber weniger gut strukturiert ist, als es beim amerikanischen Wettermodell der Fall ist. So bleibt bis zum 23./24. September eine Hochdruckverbindung zwischen dem Skandinavien- und Azorenhoch bestehen, welche im weiteren Verlauf bis zum 26. September durch tiefen Luftdruck unterbunden wird. So steigt auch nach dem europäischen Wettermodell die Wahrscheinlichkeit einer größeren Einflussnahme der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Mitteleuropa nach dem 25. September. Die Kontrollläufe stützen dabei mehrheitlich den - gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel - deutlich positiven Temperaturverlauf bis zum 22. September und simuliert bis zum 25. September eine normalisierende Tendenz des Mittelwertes. Allerdings sind die Kontrollläufe ab dem 23. September äußerst differenziert, sowohl im Niederschlagsverhalten, als auch beim Temperaturspektrum. So liegt das mögliche Spektrum bspw. am 26. September zwischen +9/+23 Grad bei einem Mittelwert von +16 Grad im Norden und Süden, +17 Grad im Westen und +18 Grad im Osten. Warum die starken Differenzierungen? Einfach ausgedrückt sehen die Simulationen durchaus eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Umstellung der Großwetterlage um den 25. September herum auf einen typisch herbstlichen Wettercharakter. Ob das im Detail so kommen mag, wird sich aber erst in den kommenden Tagen zeigen - denn fast genauso wahrscheinlich ist auch der ein verbleib des mäßig warmen Wettercharakters, bei der die Niederschlagswahrscheinlichkeit von Süd nach Nord eine abnehmende Tendenz hat. Das Langfristmodell simuliert für den Oktober und November weitgehend normale Temperaturverhältnisse mit der Tendenz leicht zu warm auszufallen. Im Niederschlagsverhalten ist es ähnlich: weitgehend normal mit einer leicht positiven Tendenz.

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wettertrend vom 15. September

Bis zum 19. September sind sich die Wettermodelle weitgehend einig: Altweibersommer, bzw. ein spät sommerlicher Wettercharakter wird mit Schauern und Gewittern und warmen Temperaturen das Wettergeschehen über Deutschland dominieren. Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle unterschiedliche Varianten. Das amerikanische Wettermodell zeigt heute zwischen Island und Skandinavien weiterhin hohen Luftdruck, welcher sich jedoch langsam abschwächt. Somit bleibt bis zum 22. September eine überwiegend östliche ausgerichtete Grundströmung erhalten, wobei die Niederschlagseinflüsse von Süden her eine zunehmende Tendenz haben. Die Temperaturen bleiben - gegenüber der Jahreszeit - im weitgehend zu warmen Bereich. Im Zeitraum zwischen dem 22./27. September simuliert das amerikanische Wettermodell eine ähnliche Wetterlage, wie sie vor ein paar Tagen bereits einmal zu sehen war. Das Hoch verlagert sich weiter nach Island/Grönland und blockiert somit die atlantische Frontalzone, gleichzeitig schafft es ein Tiefdrucksystem von Norden her nach Skandinavien zu ziehen, so dass im Verbund mit dem Hoch Luftmassen arktischen Ursprungs nach Europa geführt werden könnten. Die Betonung liegt auf könnten, da solche Strukturen und Systeme häufig nach Osten, bzw. Südosten abgedrängt werden und Deutschland, bzw. Mitteleuropa im Hochdrucksegment verbleiben. Nichtsdestotrotz mehren sich die Anzeichen für einen langsamen, aber stetigen Hochdruckabbau im letzten September-Drittel, so dass ein typisch herbstlicher Charakter zu erkennen ist. Das europäische Wettermodell bleibt mehr oder minder seinen bisherigen Simulationen treu und zeigt zwischen dem 20./25. September eine rege Tiefdruckaktivität rund um Grönland. Das Azorenhoch ist dabei weit nach Norden ausgerichtet, so dass den Tiefdrucksystemen der Weg nach Süden "versperrt" bleibt. In Folge dessen ist die Laufbahn der Tiefdrucksysteme sehr konzentrisch und verläuft um Grönland herum. Über Skandinavien bleibt der hohe Luftdruck weitgehend erhalten und schafft nach der heutigen Simulation zwischen dem 22./23. September den "Brückenschlag" zum Azorenhoch über England hinweg. Somit verläuft die Hochdruckachse von Nordost nach Südwest, wobei Deutschland auf die östliche und damit kühle Strömungskomponente des Hochdrucksystems gelangt. In Folge daraus bleibt der Wettercharakter stabil, kühlt sich jedoch bis zum 26. September von Nordosten her zunehmend ab. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den warmen, teils sehr warmen Wetterverlauf bis zum 22. September. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit nimm im Zeitraum zwischen dem 19./23. September über dem Westen, Süden und Osten zu, während im Norden es überwiegend trocken bleiben kann. Ab dem 23. September nehmen die Differenzierungen zu. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 26. September zwischen +7/+23 Grad bei einem Mittelwert von +15 Grad im Osten, Norden und Süden und +16 Grad im Westen. Der Temperaturtrend zeigt also nach dem 22. September in eine kühlere Richtung, liegt aber mit seinem Mittelwert von +14/+16 in der für die Jahreszeit üblichen Spektrum. In der Niederschlagserwartung zeigt sich ab dem 19. September im Süden und Südwesten eine deutlich erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit, welche jedoch mit jedem Kilometer in Richtung Norden bis zum 27. September eine abnehmende Tendenz hat. Anders ausgedrückt ist im Süden im Zeitraum zwischen dem 19./27. September mehr Niederschlag zu erwarten als im Norden. Sollten Sie sich etwas intensiver mit der Meteorologie beschäftigen, werden Sie wohl auch zu dem Schluss kommen, dass mit einem Tief über dem Nordmeer und einem Hoch über dem Westen durchaus Konstellationen möglich sind, welche zum 26./28. September zu den ersten Nachtfrösten, bzw. ersten Schneefällen in höheren Lagen ab 1.000 Meter führen können. Wie wahrscheinlich ist das? Ganz auszuschließen ist so ein markanter Wetterumschwung zum heutigen Stand nicht und in der Tat macht sich ein Skandinavienhoch im "Alterungsprozess" des Öfteren auf den Weg in Richtung Grönland, so dass kurzzeitig eine kühle Nordströmung über Mitteleuropa im Bereich des möglichen liegt. Jedoch werden diese - wie weiter oben beschrieben - sehr häufig nach Osten, bzw. Südosten abgelenkt und nachfolgend setzt wieder eine wärmere Luftanströmung ein. Anders ausgedrückt besteht die Möglichkeit eines Kaltlufteinbruchs im Zeitraum um den 26. September, ist aber zum heutigen Stand wenig wahrscheinlich.

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wettertrend vom 14. September

In der kommenden Woche hält mit - für die Jahreszeit sehr warmen Temperaturen - der "Altweibersommer" Einzug über Deutschland. Ganz trocken bleiben wird es voraussichtlich mit einer von Südwesten her aufziehenden Schauer- und Gewitterneigung wohl nicht, die höchsten Chancen auf trockenes Wetter sind aber über der Nord- und Osthälfte gegeben. Im Zeitraum zwischen dem 19./24. September simuliert das amerikanische Wettermodell weitgehend den verbleibt der warmen Temperaturen, bei einem zunehmend wechselhafteren Grundcharakter über dem Westen und Süden, während in Norden und Osten die Niederschlagswahrscheinlichkeit geringer ausgeprägt ist. Die Großwetterlage zeigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell mit einem langsam "schwächelnden" Hochdrucksystem über Skandinavien und einer zunehmend dynamischen atlantischen Frontalzone. Der Grund für die Dynamik auf dem Atlantik sind kalte Luftmassen von bis zu -30 Grad über Grönland, welche auf den relativ warmen Atlantik treffen. In Folge daraus können kräftige Tiefdrucksysteme entstehen, die "nur darauf warten" ein gewohntes West-Ost Zirkulationsmuster herzustellen, in dem sich die atlantische Frontalzone bis über Skandinavien platzieren kann. Das könnte nach der aktuellen Simulation ab dem 25. September auch tatsächlich gelingen, wobei zum heutigen Stand das wohl nicht allzu schnell von statten gehen wird, da der hohe Luftdruck und das dazugehörige Zirkulationsmuster erst ab-, bzw. umgebaut werden muss. Das europäische Wettermodell simuliert eine komplett andere Großwetterlage, bei der sich im Zeitraum zwischen dem 19./20. September bei England ein Hochdruckkern ausbilden kann, auf dessen östlichen Seite (über Deutschland) ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem nach Süden abtropft. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit einer Advehierung von kühleren Luftmassen arktischen Ursprungs, jedoch rückt das Hoch rasch nach Osten nach, so dass der Grundcharakter über Deutschland bei mäßig warmen Temperaturen fast schon an den "goldenen Oktober" erinnern kann. Die atlantische Frontalzone bleibt demnach weitgehend blockiert und schafft den Sprung bis nach Mitteleuropa nicht - eher das Gegenteil ist der Fall, da das Hoch nach der heutigen Simulation eine Hochdruckverbindung von Skandinavien über England bis zum Azorenhoch aufbauen kann. Anders formuliert simulieren die Wettermodelle zueinander komplett andere Varianten, bei der sich das Spektrum von einer Herstellung eines normalen Zirkulationsmusters bis hin zum Verbleib des gestörten Musters erstreckt. Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich einen - für die Jahreszeit - zu warmen Verlauf der Temperaturen bis zum Ende September hin. Dabei steigt ab dem 20. September im Westen und insbesondere im Südwesten die Niederschlagswahrscheinlichkeit an, während im Norden und Osten die Niederschlagsneigung eher gering ausgeprägt ist. Das Temperaturspektrum erstreckt sich bspw. am 25. September zwischen +12/+24 Grad, bei einem Mittelwert von +18 Grad im Norden und Osten, +19 Grad im Süden und +20 Grad im Westen. Das Langfristmodell simuliert für die Herbstmonate Oktober und November weitgehend normale Temperaturverhältnisse mit dem Trend leicht zu warm auszufallen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist im Oktober positiv und im November neutral ausgeprägt. Und für den Winter, was simuliert das Langfristmodell? Weitgehend normale Temperaturen bei einer schwach ausgeprägten positiven Niederschlagserwartung. Und die Randfaktoren? Auffällig war in diesem Sommer der häufig hohe Luftdruck über dem skandinavischen Raum, welches das Zirkulationsmuster über die Sommermonate hinweg meist meridional ausrichtete. Bleibt es bei dieser Erhaltungsneigung, so ist auch über die Wintermonate hinweg mit einem meridionalen Muster zu rechnen - anders hingegen, wenn sich über die Herbstmonate das sog. Ausgleichsverhalten einstellen kann, dann wäre relativ mildes West-, bis Südwestwetter wahrscheinlicher. Was ist hierfür entscheidend? Im Kern liegt die Antwort der Frage in den kommenden Wochen, inwieweit sich die Druckanomalien über dem nördlichen Europa, bzw. Grönland/Island etablieren, bzw. erhalten können. Vieles deutet aber zum heutigen Stand auf einen normalen Winter in Deutschland hin, der in Zeiten des Klimawandels höhere Präferenzen hat zu mild auszufallen.

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wetterprognose vom 13. September

Bis zum 20. September steht ein warmer, teils mit Schauern und Gewittern durchzogener "Altweibersommer", örtlich mit Temperaturen über +25 Grad auch ein sommerlicher Wetterabschnitt bevor. Zu "verdanken" ist das einem Hochdrucksystem über Skandinavien, welches die Tiefdrucksysteme über dem Atlantik blockiert, so dass diese vor Mitteleuropa "in Lauerstellung" gehen und mit einer zunehmend südlichen Strömungskomponente warme, teils heiße aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führen können. In Folge daraus kann am Wochenende von Westen her das Schauer- und Gewitterrisiko zunehmen, wobei die möglichen Temperaturen bspw. am Samstag zwischen +23/+28 Grad für die Jahreszeit viel zu warm sind. Im Zeitraum zwischen dem 20./25. September stellt sich die Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell langsam auf eine Südwestwetterlage um. Generell ist bei einer Südwestwetterlage im Westen, Südwesten und auch Nordwesten mit einer höheren Niederschlagserwartung als Südosten zu rechnen - im Detail kommt es hierbei auf die Position zwischen den Tiefdrucksystemen im Nordwesten und dem Hoch im Südosten an. Zum heutigen Stand ist dabei der potentielle hohe Luftdruck im Prozess der Umstellung weiter nach Norden verschoben, was maßgeblich das Wetter noch bis Ende September mit warmen Temperaturen beeinflussen kann. Wieso? Die Tiefdruckaktivität wird mit beginnend winterlichen Temperaturen über Grönland auf dem "angeheizt". So entsteht über dem Atlantik ein Tiefdrucksystem nach dem anderen, welche an Intensität immer stärker simuliert werden. Gemäß "Aktio gleich Reaktio" gibt es auf der gegenüberliegenden Seite (Europa) eine Gegenreaktion in Form von hohen Luftdruck, welcher sich aber nicht aufwölbt, sondern quer über Spanien, Frankreich, Deutschland bis über das östliche Europa reichen kann. In Summe entsteht nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells daraus eine nördlich verschobene Südwestwetterlage, welche an der Grenze zu den Tiefdrucksystemen die ersten Herbststürme über dem nördlichen Europa ermöglichen könnte. Das europäische Wettermodell scheint mit seiner heutigen Simulation etwas "konservativer" zu sein und erhält mit einem Tief vor Mitteleuropa und einem Hoch über Skandinavien überwiegend eine südliche Strömungskomponente, welche warme und feuchte Luftmassen nach Deutschland führt. Jedoch fehlt in der langsam fortschreitenden Jahreszeit nicht mehr viel für eine nördliche Strömungskomponente, wenn sich östlich des Hochs ein Tiefdrucksystem ausbilden kann, so wie es ab und an in den letzten Tagen immer wieder einmal in den Simulationen der Wettermodelle gezeigt wurde. Zusammenfassend simulieren beide Wettermodelle für die Jahreszeit noch zu warme Temperaturen, wobei die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass sich daran bis zum 23./25. September nichts ändern wird. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend mehrheitlich, wobei die Niederschlagserwartung im Südwesten im Zeitraum zwischen dem 19./25. September als hoch, im Westen und Osten als mäßig und im Norden als gering einzustufen ist. Blickt man auf das aktuelle Temperaturmittel für September, so erkennt man mit knapp +2,3 Grad einen deutlichen Überschuss bei den Temperaturen, der in den kommenden Tagen eher noch zulegen wird. Insofern läuft einer möglichen Regulierung der Temperaturen auf September typische Werte die Zeit davon, so dass zum heutigen Stand mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der September zu warm, teils auch deutlich zu warm gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel ausfallen kann.

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