Langsam - aber wirklich langsam - feiert der Winter in Deutschland mit höherer Wahrscheinlichkeit sein Comeback. So bleibt der Witterungscharakter bis Ende Januar noch vielfach nasskalt, jedoch sinkt die Schneefallgrenze allmählich bis auf die mittleren Lagen ab, so dass der Schnee dort auch liegen bleiben kann. In den ersten Februar-Tagen steigen die Temperaturen im Süden kaum mehr über 0 Grad an, während etwa nördlich der Mittelgebirge mit +0/+3 Grad durchaus noch positive Werte zu erwarten sind - erst ab dem 2./3. Februar können weitere kühle Luftmassen nach Deutschland geführt werden, so dass es auch im Norden etwas weiß und kälter werden kann. Wie geht es aber weiter - kann sich der Winter für ein paar Tage manifestieren oder bleibt er nur eine vorübergehende Erscheinung? Das Gesamtkonstrukt der Wettersysteme zueinander spricht nicht gerade für eine vorübergehende Erscheinung. So liegt im Zeitraum zwischen dem 5./10. Februar nach dem amerikanischen Wettermodell das Azorenhoch in Keilform über dem Atlantik und kann über England bis nach Skandinavien einer schwache Hochdruckverbindung herstellen, was die atlantische Frontalzone zunächst einmal auf dem Atlantik halten sollte. Somit kommen die Gradienten über Mitteleuropa zur Ruhe und können weiter auskühlen - mit entsprechender Abstrahlung und einer möglicherweise vorhandenen Schneedecke können die Temperaturen tagsüber im Bereich zwischen -7/0 Grad und in den Nächten bis auf unter -10 Grad absinken - die Wahrscheinlichkeiten sind hierfür im Süden und Osten höher einzustufen, als im Norden, Nordwesen und Westen. Warum? Der Wind kommt überwiegend aus nördlichen Richtungen und kann sich über der Nordsee noch erwärmen, so dass die Tageswerte um den Gefrierpunkt pendeln können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich die Großwetterlage im Zeitraum 5./7. Februar in anderer Form als beim amerikanischen Wettermodell. Demnach stört das Azorenhoch die atlantische Frontalzone massiver und kann gleichzeitig eine Hochdruckbrücke über Deutschland zum Kontinentalhoch über Skandinavien/westl. Russland aufbauen. Das Strömungsmuster kommt überwiegend aus nordöstlichen Richtungen, so dass die Tageswerte verbreitet unter 0 Grad, im Süden und Osten auch unter der -5 Grad Marke liegen können. Dabei zeigt sich in einer Winkelformation die Möglichkeit weiterer Tiefdruckeinflüsse aus Nordwesten, so dass der Winter im ersten Februar-Drittel durchaus nachhaltiger sein kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 5. Februar bei 70/25/5 und am 10. Februar bei 45/35/20 mit einer etwas "milderen" Tendenz im Nordwesten und Norden. Entscheidend ob nachhaltiger Winter oder nicht, ist weiterhin die Konstellation der Wettersystem im Polarwirbel. Das europäische Wettermodell simuliert dabei durchaus Ansätze, den Achsverlauf des "Polarhochs" über Kanada, Grönland bis zu den Azoren hinunter verlaufen zu lassen, so dass der Kaltluftwirbel über Kanada/Grönland/Neufundland abgeschnürt werden kann. Gleichzeitig bildet sich einer weitere Hochdruckachse von Sibirien bis über das ostsibirische Meer aus, so dass die Strömungskonfiguaration am Polarwirbel selbst eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen nachhaltigeren Winter über Mitteleuropa zur Folge haben kann. Das amerikanische Wettermodell berechnet die Konstellation anders. Demnach erstreckt sich die Hochdruckbrücke zwischen dem ostsibirischen Meer und Kanada, so dass der Kaltluftwirbel Kanada/Grönland nicht sonderlich gestört werden kann. Anders formuliert ist die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederbelebung der West-Ost Zirkulation nach dem 8. Februar gemäß der Simulation des amerikanischen Wettermodells höher einzustufen. Das Langfristmodell reagiert etwas auf die aktuelle Entwicklung und simuliert für den Februar eine Abweichung des Temperaturverlaufs gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+0,5 Grad im Süden (normal), +0,5/+1 Grad südlich der Mittelgebirge und im Westen (normal bis leicht zu warm) und +1/+2 Grad über den östlichen Landesteilen (leicht zu warm bis zu warm). Die Niederschlagsaktivität ist im Februar nach dem Langfristmodell im Westen und Süden höher einzustufen, als im Osten und Norden. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einen Update von diesem Wettertrend.
Die Wettermodelle simulieren für Anfang Februar im Süden durchaus winterliche Optionen bis in tiefere Lagen hinab, während nördlich der Mittelgebirge - bedingt durch die "warme" Nordseeluft - die Schneefallgrenze sich zwischen 100-300 Meter bewegen und erst in den Nächten bis in tiefere Lagen absinken kann. Anders formuliert ist im Norden vielfach mit nasskalten "Matschwetter" in den ersten Februar-Tagen zu rechnen, während das Wetter im Süden einen zunehmend winterlichen Charakter annehmen kann. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich, wobei das gesamte Trogkonstrukt im Detail noch davon abhängt, wie die meriodionale Nord-Süd Achse im Detail verlaufen wird. Geringfügige Temperaturbewegungen in die eine oder andere Richtung sind zum heutigen Stand durchaus wahrscheinlich. Im Zeitraum zwischen dem 5./10. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell ein übergreifen des Azorenhochdruckkeils auf Mitteleuropa und erstreckt sich mit seinem Keil von den Azoren bis nach Skandinavien. Daraus lassen sich im Zeitraum 5./10. Februar zwei Wesentliche Varianten ableiten. Zum einen verbleibt der Hochdruckkeil im intakten Zustand und verläuft quer über Mitteleuropa. Im gradientenschwachen Zustand ist mit einer geringen Niederschlagserwartung zu rechnen und in der Höhe können wärmere Luftmassen advehiert werden, so dass die Wetterlage der einer Inversionswetterlage entsprechen kann - unten kalt (-2/-8 Grad), oben relativ warm (-2/+2 Grad). In einer weiteren Variante kann aus dem Hochdruckkeil ein autarkes Hochdrucksystem zwischen England, Island oder auch Skandinavien entstehen. Je nach Position kann die Grundströmung auf östliche, nördliche oder nordöstliche Richtungen drehen. Die Niederschlagsneigung ist in dieser Variante im Süden etwas höher als im Norden einzustufen. Die Unsicherheit der kommenden Entwicklung zeigt sich im Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) und liegen am 5. Februar bei 60/30/10 und am 10. Februar bei 35/30/35 mit einer etwas "milderen" Tendenz im Nordwesten und Norden. Der Ansatz für eine mögliche hoch winterliche Phase ist in einigen Varianten vorhanden, teils mit Tageswerten unter -5 Grad. Es gibt im Gegensatz hierzu aber auch die gleiche Anzahl an Varianten, welche die Tageswerte auf bis +7/+11 Grad ansteigen lassen können. Warum die Unsicherheiten? Diese liegen weiterhin in der Konstellation der Systeme am Polarwirbel zueinander begründet. Ein "Polarhoch" setzt dem Polarwirbel in den kommenden Tagen ordentlich zu, so dass die Polarfront (Jetstream) selbst in Schwingung versetzt wird (vereinf. fachl. Rossby-Wellen) und nachfolgend Trogwetterlagen wahrscheinlicher sind. Je nachdem, wie sich die Achse des "Polarhochs" entfalten, bzw. ausrichten wird, ist mildes, nasskaltes, winterliches, oder gar tief winterliches Wetter zu erwarten. Zum aktuellen Stand zeigt sich die Achse des "Polarhochs" für Freunde des Winterwetters wenig erfreulich und konzentriert über Kanada/Grönland weiterhin einen massiven Kaltluftwirbel, so dass die Wahrscheinlichkeit zu einer etwas milderen Phase zum Ende des ersten Februar-Drittels etwas höher liegt, als eine winterliche Variante. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen für Februar treu und simuliert mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen leicht bis deutlich zu warmen Temperaturverlauf im Februar. Die Niederschlagserwartung ist dabei im Westen und Süden deutlich erhöht, im Nordosten und Norden leicht erhöht.
Nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle zeigt sich zum Monatswechsel die Möglichkeit zur Veränderung der Zirkulationsstruktur von West-Ost in eine Nord-Süd Richtung, so dass die Optionen für winterliche Wetterverhältnisse von den mittleren Lagen langsam auch bis in tiefere Lagen in den Simulationen eine zunehmende Tendenz haben. Zeitgleich wird auch eine rege Niederschlagsaktivität simuliert, so dass bei einem Eintreffen durchaus mit kräftigen Neuschneezuwachs ab den mittleren Lagen zu rechnen ist. All diese winterlichen Varianten hängen jedoch direkt, bzw. indirekt mit dem Polarwirbel und dessen Entwicklung zusammen, so dass eine winterliche Phase Anfang Februar zwar wahrscheinlich, aber zum heutigen Stand noch nicht gesichert ist. Warum? Ein Hochdrucksystem bringt den Polarwirbel in den gängigsten Varianten der Wettermodelle in arge Bedrängnis und in einigen Varianten kann daraus auch ein Polarwirbelsplitt (mindestens zwei Teile) erfolgen. Entscheidend für winterliche Verhältnisse über Mitteleuropa ist nicht der mögliche Splitt selbst, sondern der Achsverlauf des "Polarhochs", welches nach dem amerikanischen Wettermodell in den ersten Februar-Tagen für alle Freunde des Winterwetters positiv verläuft, jedoch den Polarwirbel noch im ersten Februar-Drittel so beeinflusst, dass der für Mitteleuropa dominante Wirbel über Grönland/Kanada weitgehend intakt bleiben kann. So ist es nach dem amerikanischen Wettermodell nur eine Frage der Zeit, als dass sich trotz eines möglichen Splitts ein West-Ost ausgerichtetes Zirkulationsmuster einstellen könnte. Auch das europäische Wettermodell zeigt in seinen Simulationen eine arge Bedrängnis des Polarwirbels. Im Unterschied zum amerikanischen Wettermodell keilt das Azorenhoch jedoch deutlich weiter westlich nach Norden hoch, so dass ein Trog Mitteleuropa mit kühleren Luftmassen sich nachhaltiger entwickeln könnte, als es nach dem amerikanischen Wettermodell der Fall ist. Was ist im Zeitraum 1./10. Februar wahrscheinlicher - Winterwetter, nasskalt oder mild? Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 1. Februar zwischen -5/+3 Grad (Mittelwert: +0 Grad im Osten und Süden und +1/+2 Grad im Westen und Norden), am 5. Februar zwischen -6/+9 Grad (Mittelwert: -3/-2 Grad im Süden und Osten und +0 Grad im Westen und +2 Grad im Norden) und am 9. Februar zwischen -10/+10 Grad (Mittelwert: -2 Grad im Süden, +0 Grad im Osten und +3 Grad im Westen und Norden). Anders ausgedrückt sind winterliche Verhältnisse im ersten Februar-Drittel ab den mittleren Lagen sehr wahrscheinlich und in tieferen Lagen im Süden und Osten gut möglich. Im Westen und Nordwesten bleibt der Trend - zum heutigen Stand - in tieferen Lagen überwiegend nasskalt, wobei auch hier Schneephasen nicht auszuschließen sind. Die kommende Wetterentwicklung ist im steten Fluss, so dass noch Veränderungen möglich sind. Mehr dazu heute Abend in einem Update der Wetterprognose zum Wetter im Februar.
Der Winter wird mit höherer Wahrscheinlichkeit in den ersten Februar-Tagen wieder Einzug halten - ob das auch in den tieferen Lagen im Norden und Westen der Fall sein wird, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten. Warum? Der Wind dreht in den gängigsten Simulationen der Wettermodelle auf nördliche Richtungen, so dass die höhenkalte Luft bodennah durch durch angewärmte Nordseeluft ersetzt werden kann - im Detail kommt es hinsichtlich der Schneefallgrenze auf die genaue Wetter- und Strömungsentwicklung an. Bleibt der Winter oder ist das nur eine kurze Episode? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 5./10. Februar wieder eine leichte Tendenz in Richtung nasskalt/mild, was an den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) am 5. Februar mit 70/20/10 und am 10. Februar mit 40/20/40 verdeutlicht werden kann. Was macht der Polarwirbel? Nach den aktuellen Varianten wird ein möglicher Polarwirbelsplitt nicht mehr so unterstützt, wie es vor ein paar Tagen noch der Fall war. Markant ist in den Simulationen die Konzentration, bzw. Ansammlung der Höhenkälte im Bereich Kanada/Grönland, so dass die aktiv-dynamische Wetterentwicklung auf dem Atlantik im Zeitraum 5./10. Februar nicht unterbunden werden kann. Daraus können sich - zum heutigen Stand - zwei Varianten ergeben. Die rasche Wiederbelebung der Westwindzirkulation mit wechselhaften, teils nasskalten, teils milden und windigen Wettercharakter, oder dem Azorenhoch gelingt es, eine Hochdruckbrücke über England zum Skandinavien, bzw. Kontinentalhoch aufzubauen und sich im weiteren Verlauf über England/Island als autarkes Hochdrucksystem zu etablieren. In Folge daraus ergäbe sich mit einer nordöstlichen und schwachen Grundströmung eine Konservierung der kalten Luft und der bis dahin möglicherweise vorhandenen Schneedecke. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 8. Februar mit Tageswerten zwischen -12/+9 Grad, welche teils extremen Lösungen zum heutigen Stand möglich wären. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für den Februar eine deutlich erhöhte Niederschlagstendenz bei einer Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+2 Grad als leicht bis deutlich zu warm. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update zur Wetterprognose zum Wetter im Februar.
Nach der nasskalten Witterungsphase mit schwankender Schneefallgrenze von zumeist zwischen 200-700 Meter bis Dienstag, stellt sich für die restlichen Januar-Tage mit hoher Wahr-scheinlichkeit eine spannende Wetterlage ein. Beide Wettermodelle simulieren im Zeitraum zwischen dem 27./31. Januar ein Tiefdrucksystem bei Skandinavien, welche seine Gradienten von der Mittelmeerregion bis über das nördliche Skandinavien ausweiten kann. Der Grund hierfür ist das Azorenhoch, welches sich auf dem Atlantik in Richtung Norden erstrecken kann und somit das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa zunehmend in eine Nord-Süd Achse meridionalisiert. In Folge daraus bleibt der Temperaturcharakter vielfach nasskalt, da die kalte Luft über Umwege aus dem Norden "angezapft" wird und entsprechend noch erwärmt werden kann. So ist in der Zeit zwischen dem 27./31. Januar mit teils länger andauernden - zeitweilig auch kräftigen - Niederschlägen zu rechnen. Die Schneefallgrenze liegt im Nordwesten bei Temperaturen zwischen +1/+5 Grad etwa zwischen 400-600 Meter und kann mit jedem Kilometer in Richtung Südosten bei -2/+2 Grad bis auf tiefere Lagen absinken. Die simulierten Niederschlagssummen sind bis zum 31. Januar beachtlich und betragen etwa südlich einer Linie Köln - Hof zwischen 15-40 l/m² (je nach Staulage). Sollte sich tatsächlich die nasskalte Witterung einstellen, so kann ab den mittleren Lagen (schwankend zwischen 300-600 Meter) im Zeitraum 27./31. Januar mit ordentlichem Neuschneezuwachs gerechnet werden. Im Detail bleibt diese Entwicklung noch abzuwarten, allerdings zeigt sich im Trend der letzten Tage eine Manifestierung der niederschlagsreichen und nasskalten Witterung in diesem Zeitraum. Die Kontrollläufe stützen diese Variante mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 27. Januar zwischen -2/+5 Grad (Mittelwert: +0 Grad im Osten, +1 Grad im Süden, +3/+4 Grad im Westen und Norden) und am 31. Januar zwischen -5/+4 Grad (Mittelwert: -2/-1 Grad im Süden und Osten und +1/+2 Grad im Westen und Norden). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 31. Januar bei 70/30/0 mit einer etwas milderen Tendenz im Nordwesten und Norden (warme Nordsee). Zusammenfassend stehen die Signale der Wettermodelle positiv Richtung Winterwetter. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter im Februar.