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Mehrheitlich tendieren sie Simulationen der Wettermodelle zu einem leicht unterkühlten und wechselhaften verlängerten Wochenende im Zeitraum 1./3. Mai. Das Zugrunde liegende Muster ist zum Monatswechsel zunächst meridional ausgerichtet und im weiteren Verlauf zeigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell auf dem Atlantik eine anhaltende Tiefdruckaktivität, so dass eine Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, England und Skandinavien im Zeitraum 3./8. Mai nach dem amerikanischen Wettermodell am wahrscheinlichsten erscheint. In Folge daraus wäre eine wechselhafte aber dennoch milde Südwestwetterlage über Mitteleuropa die wahrscheinlichste Variante. Das europäische Wettermodell simuliert im Zeitraum 3./6. Mai eine ebenfalls rege Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, bei der sich ein Zentraltief zwischen Grönland und den Azoren positionieren kann. In Folge weicht das Azorenhoch nach Osten aus, so dass die daraus resultierende Grundströmung über Mitteleuropa aus südwestlichen bis südlichen Richtungen kommen kann. Anders formuliert tendieren die Wettermodelle nach einem kühlen Start in den Mai zu einer ansteigenden Temperaturtendenz im weiteren Verlauf, wenngleich der Grundcharakter im überwiegend wechselhaften Bereich verbleiben kann. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen wechselhaften Wettercharakter im Zeitraum 3./8. Mai bei einer leicht positiven Temperaturtendenz, welche sich exemplarisch in einem Temperaturspektrum am 7. Mai von +7/+25 Grad und einem Mittelwert von +15/+17 Grad zeigen kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 9. Mai bei 15/45/40 und bestätigen weiterhin eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis positiven Temperaturtrend im Verlauf des ersten Mai-Drittels. Das Langfristmodell simuliert gegenüber dem langjährigen Mittelwert kaum Abweichungen im Temperaturverhalten. In der Niederschlagstendenz mehrt sich nach dem Langfristmodell der Trend zu einem normalen bis leicht zu trockenen Niederschlagsverhalten im Mai.
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Die Temperaturtendenz der Wettermodelle neigt zu einem normalen Temperaturverhalten für die ersten Mai-Tage bei einem leicht wechselhaften Grundcharakter. Was bedeutet normal? Normal bedeutet, dass sich die Temperaturen entsprechend am langjährigen Mittelwert orientieren und mit Werten zwischen +11/+14 Grad Jahreszeiten-typisch ausfallen können. Im Detail gibt es noch Entwicklungsspielraum - sowohl in die kühle, als auch in die warme Richtung. Im Zeitraum zwischen dem 3./8. Mai bleibt nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland und Skandinavien aktiv, wobei sich der Verlauf der Tiefdruckrinne weit nach Süden - zwischen England und den Azoren - verlagern kann. In Folge daraus wäre in diesem Zeitraum über Deutschland ein weiteres Wechselspiel aus relativ warmen Vorderseiten-, Übergangs- und kühlem Rückseitenwetter am wahrscheinlichsten. Die Kontrollläufe weisen ein sehr breit gestreutes Temperaturspektrum auf, welches sich bspw. am 7. Mai zwischen +5/+25 Grad bei einem Mittelwert von +15/+17 Grad (Im Norden +14 Grad) bewegen kann. Die Niederschlagserwartung zeigt sich in den Kontrollläufen im ersten Mai-Drittel erhöht, so dass eine stabile Hochdruckwetterlage im ersten Mai-Drittel zum heutigen Stand wenig wahrscheinlich erscheint. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 8. Mai bei 20/25/55 und bestätigen - zum heutigen Stand - eine grundsätzlich ansteigende Temperaturtendenz im Verlauf des ersten Mai-Drittels. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen der letzten Tage für den Mai treu und simuliert gegenüber dem langjährigen Mittelwert ein weitgehend normales Temperatur- und Niederschlagsverhalten.
Noch ist nicht klar, ob das Wetter am verlängerten Wochenende zwischen dem 1./3. Mai kühl oder mild bis warm ausfallen wird. Der Grund hierfür sind unterschiedliche Simulationen der Wettermodelle, welche von einer kühlen Trogwetterlage bis hin zu einer milden bis warmen Süd-Südwestwetterlage reichen. Im Zeitraum darüber hinaus setzt sich in den gängigsten Varianten auch heute eine langsam positive Temperaturentwicklung durch, so dass nach einer möglichen zu kühlen Wetterentwicklung zwischen dem 1./3. Mai die Temperaturen rasch ansteigen könnten. Das amerikanische Wettermodell unterstützt diese Entwicklung, bei der sich das Zirkulationsmuster auf dem Atlantik zwischen Neufundland, Grönland, Island und Skandinavien normalisiert. Was heißt normalisiert? Die Tiefdruckrinne verläuft in den üblichen Bahnen zwischen Neufundland, Island und Skandinavien, so dass Deutschland - bzw. Mitteleuropa - auf der überwiegend warmen Anströmung (Vorderseite) der jeweiligen Tiefdrucksysteme liegen kann (Südwestwetterlage). In Folge daraus ist im Nordwesten die Niederschlagswahrscheinlichkeit höher einzustufen als im Südosten. Der Grund hierfür ist eine sich über Mitteleuropa ausdehnende Hochdruckbrücke, welche von den Azoren über das Mittelmeer über Deutschland bis nach Skandinavien reichen kann. Frühsommerliche oder gar sommerliche Temperaturwerte jenseits der +25 Grad Marke wären demnach im Zeitraum 4./8. Mai nicht unwahrscheinlich. Die Kontrollläufe stützen diesen deutlich zu warmen Temperaturtrend nicht und weisen bspw. am 7. Mai im Mittelwert des Spektrums von +8/+25 Grad mit +16/+17 Grad einen normale bis allenfalls leicht positive Temperaturentwicklung aus. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 6. Mai bei 10/30/60 und bestätigen - zum heutigen Stand - einen positiven Temperaturtrend im ersten Mai-Drittel. Das Langfristmodell reagiert kaum auf die aktuelle Entwicklung und simuliert für den Mai mit -1/+0,5 Grad eine normale bis leicht zu kühle Abweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert.
Ob sich für das kommende - verlängerte - Wochenende im Zeitraum 1./3. Mai das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa meridionalisieren kann, steht zum heutigen stand noch nicht fest, jedoch zeigt sich in den gängigsten Simulationen der Wettermodelle eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein wechselhaftes und normal bis leicht zu kühl temperiertes Wochenende. Der Grund für die Unsicherheiten liegt im Positionsverhalten der Wettersysteme zueinander - entscheidend hierbei wird sein, ob sich das Hoch auf dem Atlantik von den Azoren in Richtung Grönland aufwölben kann oder es in einer abflachenden West-Ost Achse einen Hochdruckkeil gen Mitteleuropa entsenden kann. Je nachdem kann daraus eine warme Südwestwetterlage oder eine kühle Nordwest- bis Nordlage entstehen. Wie geht es weiter? Für den Zeitraum 3./7. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell eine sich langsam aufbauende Hochdruckstruktur über dem Mittelmeerraum, welche eine Hochdruckachse über das östliche Europa zum Kontinentalhoch über dem westl. Russland initialisieren kann. Im Falle eines Eintreffens dieser Variante wären die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gezwungen weit nach Süden auszuweichen und würden vor Mitteleuropa blockiert werden. In Folge daraus würde das meridionale Grundmuster erhalten bleiben, Deutschland würde jedoch auf der warmen bis sehr warmen Vorderseite des Trogsystems gelangen, was grundsätzlich einer positiven Temperaturtendenz im Zeitraum 4./7. Mai entspricht. Welche Varianten wären noch möglich? Sollte sich das meridionale Grundmuster zwischen dem 1./3. Mai nicht einstellen können, so wäre eine - teils wechselhafte - Südwestwetterlage am wahrscheinlichsten, bei der im Westen und Nordwesten tendenziell eine höhere Niederschlagsneigung als über dem Südosten zu erwarten wäre - grundsätzlich hat aber auch eine Südwestwetterlage eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine ansteigende Temperaturtendenz. In der dritten Variante zeigt sich nach einem kühlen Wochenende eine sich festigende Tiefdruckstruktur über Mitteleuropa, so dass mit einen Tief Mitteleuropa (TM) eine kühle und wechselhafte Tendenz aufrecht erhalten werden kann. Welche der Varianten ist am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe weisen im Zeitraum 3./7. Mai noch ein breit gestreutes Spektrum an Möglichkeiten auf, wenngleich diese in der Mehrheit einen wechselhafte Grundcharakter aufweisen. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 3. Mai zwischen +3/+21 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad) und am 7. Mai zwischen +6/+24 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad). Der Jahreszeit-typische Temperaturwert entspricht in etwa +14 Grad, so dass die Temperaturtendenz im benannten Zeitraum eine weitgehend normalisierende Tendenz aufweist. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 6. Mai bei 15/55/30 (gestern: 10/30/60) und bestätigen - zum heutigen Stand - eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis positiven Temperaturtrend im ersten Mai-Drittel. Das Langfristmodell simuliert für den Mai mit einer Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad ein ausgeglichenes Temperaturverhältnis gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer überwiegend normalen Niederschlagserwartung.
Die aktuell sehr warme Wetterentwicklung hält nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle bei einem zunehmend wechselhaften Wettercharakter noch bis einschließlich Sonntag. Im weiteren Verlauf dominiert zunehmend ein sich über Mitteleuropa meridionalisierendes Zirkulationsmuster, so dass bei zurückgehenden Temperaturen weitere Niederschläge wahrscheinlich sind. "Passend" zum Feiertag am 1. Mai, bzw. über das verlängerte Wochenende zeigt sich sowohl nach dem europäischen, als auch nach dem amerikanischen Wettermodell zum heutigen Stand der voraussichtliche Höhepunkt der Tiefdruckphase über Mitteleuropa bei relativ kühlen Temperaturverhältnissen. Solche kühlen "Trog-Einschübe" sind im Mai nichts außergewöhnliches und treten bevorzugt in der sog. Wettersingularität der Eisheiligen im Zeitraum 8./18. Mai auf - insofern kann man heute nur darüber spekulieren, ob das am 1. Mai die "vorgezogenen" Eisheiligen sein können. Wie geht es weiter? Das amerikanische Wettermodell simuliert zum heutigen Stand im Zeitraum zwischen dem 3./6. Mai eine positive Temperaturentwicklung. Der Grund hierfür ist der nach Osten abziehende Trogkomplex und nachfolgend rückt ein Hochdrucksystem von den Azoren her nach und kann sich zum 5. Mai vom Mittelmeerraum bis nach Skandinavien über Deutschland erstrecken. Im gleichen Zeitraum bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik intakt, so dass sich demnach eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer erneut warmen Vorderseitenkonstellation über Deutschland ergeben kann. Die Kontrollläufe stützen den relativ kühlen Temperaturtrend im Zeitraum 1./3. Mai mehrheitlich, so dass der Mittelwert des Temperaturspektrums bspw. am 2. Mai bei +12/+13 Grad liegen kann. Im weiteren Verlauf ist aber auch nach den Kontrollläufen bei einer höheren Niederschlagserwartung mit einem Mittelwert von +14/+17 Grad am 6. Mai eine positive Temperaturtendenz zu erkennen. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 6. Mai bei 10/30/60 und bestätigen - zum heutigen Stand - einen positiven Temperaturtrend im ersten Mai-Drittel. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für den Mai eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert von -1/+0,5 Grad, so dass die Temperaturen demnach im Mai normal bis leicht zu kühl zu interpretieren wären. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich gegenüber dem Jahreszeit-typischen Soll gemäß dem Langfristmodell keine Auffälligkeiten.