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Der Sommer 2015 wird vielen von Ihnen sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. So war das Wetter im wesentlichen von drei Hitzewellen geprägt, welche im Juli, Anfang August und Ende August auftraten. So verwundert es nicht, dass der Sommer mit einer durchschnittlichen Temperatur von +18,5 Grad gegenüber seinem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 eine Abweichung von +2,2 Grad und gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 eine Abweichung von +1,4 Grad erreichte. So geht der Sommer 2015 wohl als drittwärmster Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Wettergeschichte ein. Im einzelnen zeigt sich der Juni noch wechselhaft mit kühleren bis hoch sommerlichen Wetterphasen, bevor im ersten Juli-Drittel und August-Drittel der Hochsommer richtig los legte. Verbreitet gab es Temperaturwerte von +35 Grad und in den Nächten gab es eine Vielzahl an sog. tropischen Nächten, bei der die Tiefstwerte nicht unter die +20 Grad Marke absinken konnten. Den Temperaturrekord stellte mit +40,3 Grad die Ortschaft Kitzingen am 5. Juli und nochmals am 7. August auf. Im Niederschlagsverhalten verfehlte der Sommer 2015 mit einer Niederschlagssumme von 207 l/m² sein Soll von 239 l/m² um 32 l/m². Allerdings täuscht das etwas darüber hinweg, dass über den Regionen der Mitte und des Ostens das seit Februar anhaltende Niederschlagsdefizit nicht ausgeglichen werden konnte. Insbesondere über den Regionen von Südhessen, Nordbayern, Sachsen und Südbrandenburg konnte die "Dürre" z.T. noch zunehmen, was dazu führte, dass die Böden dort so trocken wie seit 50 Jahren nicht mehr waren. In Folge daraus zeigte sich die Natur mit vertrockneten Getreideflächen, Wiesen und herbstlich erscheinenden Wäldern. In der Anzahl der Sonnenstunden übertraf der Sommer 2015 mit insgesamt 680 Sonnenstunden sein Soll um 76 Stunden. Insbesondere über der nordostdeutschen Küste, Mecklenburg-Vorpommern und über Niederbayern konnte die Sonne bis zu 800 Stunden in Erscheinung treten. Zusammenfassend ein durchaus außergewöhnlicher Sommer. Den gesamten Rückblick können Sie auf den Seiten des DWD abrufen. Auf der nachfolgenden Seite finden Sie aktuelle Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen in regelmäßigen Abständen für das Wetter Sommer 2016.
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Zunächst zeigt sich am Samstag noch vielfach die Sonne, bevor zum Sonntag und Montag das Wetter wieder unbeständiger werden kann. Die Temperaturen bleiben jedoch noch vielfach im sommerlichen Bereich. Erst zum Dienstag und Mittwoch zeigt sich nach der aktuellen Wettervorhersage bei einem weiterhin leicht unbeständigen Wettercharakter ein Rückgang der Temperaturen zu mäßig warmen Werten. Der Grund für die "Abkühlung" ist ein kräftiges Tiefdrucksystem, welches sich mit seinen Gradienten von Island über England bis zu den Azoren hinunter erstrecken und mit seinen Ausläufern auch Deutschland beeinflussen kann. Gleichzeitig "zieht" sich das Hoch über Skandinavien über die Mittelmeerregion zurück. Das amerikanische Wettermodell simuliert dabei eine von Südwest nach Nordost verlaufende Wetterachse zwischen dem Tiefdrucksystem über dem Atlantik und dem Hoch über dem Mittelmeer, bzw. östlichen Europa. In Folge daraus kann nach dieser Simulation sich in den darauf folgenden Tagen mit höherer Wahrscheinlichkeit ein südwestlich orientiertes Zirkulationsmuster durchsetzen, bei dem über dem Nordwesten grundsätzlich wechselhafteres und kühleres Wetter zu erwarten ist, als über dem Südosten. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnlich verlaufende Wetterachse, allerdings verläuft diese etwas weiter westlich, so dass die warmen Luftmassen auch den Nordwesten erreichen können. Die Kontrollläufe weisen weiterhin einen zu warmen Temperaturverlauf in den letzten August-Tagen aus, welcher mit seinem Mittelwert um +1/+7 Grad über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 27. August zwischen +13/+27 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden, +21/+22 Grad über dem Westen und Osten und +23 Grad über dem Süden) und am 31. August zwischen +14/+30 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Norden, +19 Grad über dem Westen und +20 Grad über dem Osten und Süden). Zusammenfassend bleibt nach den aktuellen Simulationen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen spät-sommerlichen Temperaturcharakter bei einem teils wechselhaften Wettercharakter erhalten. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter September.

Der meteorologische Sommer endet am 31. August. Die Wettervorhersage für verbleibenden Tage im August können Sie in unserer Rubrik "Wettervorhersage August 2015" weiter verfolgen. Der Wettertrend für September steht Ihnen in der Rubrik "Wetter im September 2015" zur Verfügung und ab dem 26. August setzen wir mit neuen Wetterrends die Prognosen für den Herbst/Winter in der Jahreszeitenrubrik "Wetter Winter 2015/2016" fort.
Die Wetterlage der kommenden Tage ist nach der aktuellen Wettervorhersage als labil zu bezeichnen. So steigen die Temperaturen unter nachlassender Niederschlagsaktivität bis zum Samstag auf sommerliche Werte an, bevor zum Sonntag - mit zunehmender Niederschlagsneigung - die Werte von Westen her erneut etwas zurückgehen können. Aber auch zum Wochenstart zeigt sich ein verhaltenes Temperaturniveau bei einen weiterhin unbeständigen Wettercharakter. Wie geht es weiter? Das amerikanische Wettermodell simuliert heute zwischen dem 26./31. August eine kräftige Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welches den hohen Luftdruck über Skandinavien zunächst abbaut und sich zum 26. August zunächst einmal über dem Mittelmeerraum positioniert. Darüber hinaus kippt zum 27. August die Tiefdruckachse auf dem Atlantik in Richtung Süden in eine meridionale Ausrichtung und kann sich zwischen Island und den Azoren erstrecken. In der gleichen Zeit strebt das Mittelmeerhoch gen Norden und erreicht zum 28. August den östlichen skandinavischen Raum mit einer bis über das Mittelmeer reichenden Hochdruckachse. Somit wäre die atlantische Frontalzone im Zeitraum 26./31. August weitgehend blockiert und der Wetter- und Temperaturcharakter entspräche zunächst einem spät-sommerlichen Charakter. Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich die Hochdruckachse positioniert - liegt sie weiter westlich, ist mit einem weiter anhaltenden und spät-sommerlichen Wettercharakter zu rechnen, lässt sie sich weiter nach Osten ab drängen, so ist mit größerem Tiefdruckeinfluss unbeständiges und kühleres Wetter zu erwarten. Das europäische Wettermodell stützt weiterhin im Ansatz die Wetterentwicklung mit Aufbau von hohem Luftdruck zwischen dem 26./31. August. Allerdings kommt auch nach dieser Simulation die atlantische Frontalzone weiter nach Osten voran und drängt das Hoch weiter nach Osten ab. Anders formuliert zeigen die heutigen Modellberechnungen im Gegensatz zu den letzten Tagen keine "ungestörte" Hochdruckwetterlage mehr in den letzten August-Tagen, stattdessen werden eine zunehmende Anzahl von Tiefdruckvarianten simuliert. Die Kontrollläufe weisen - wie in den Tagen zuvor - weiterhin einen zu warmen Temperaturverlauf in den letzten August-Tagen aus, welcher mit seinem Mittelwert um +1/+5 Grad über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 27. August zwischen +14/+27 Grad (Mittelwert: +18 Grad über dem Norden, +20/+21 Grad über dem Westen du Osten und +23 Grad über dem Süden) und am 31. August zwischen +13/+30 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, +21 Grad über dem Westen und +23/+24 Grad über dem Osten und Süden).
Ein kräftiger Tiefdruckwirbel bei England versucht in den kommenden Tagen vermehrt Einfluss auf das Wetter über Deutschland zu nehmen und sorgt dabei mit einer vorderseitigen Warmluftadvehierung für einen Temperaturanstieg bis zum Sonntag auf sommerliche Temperaturwerte. Nach der aktuellen Wettervorhersage greift das Tiefdrucksystem mit seinen Ausläufern zum Sonntag und auch zum Start in die neue Woche auf Deutschland über, kann sich letztlich aber nicht durchsetzen, da das Hoch über Skandinavien zu heutigen Stand dagegen halten kann. Allerdings wird das Hochdrucksystem dabei geschwächt, dass seine Hochdruckachse sich in zwei Teilen über das Mittelmeer und das europäische Nordmeer positionieren kann. Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so strebt im Verlauf zwischen dem 25./31. August das Mittelmeerhoch wieder nach Norden und positioniert sich in blockierender Haltung gegenüber den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik über dem östlichen Europa. Im Verbund beider Systeme erfolgt über Mitteleuropa eine südliche Luftanströmung, welche die Temperaturen auf sommerliche - unter "günstigen" Voraussetzungen - auch auf hoch sommerliche Werte ansteigen lassen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist der Entwicklungsprozess zwischen den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik und dem Hochdrucksystem über Skandinavien, bzw. Mitteleuropa ähnlich der des amerikanischen Wettermodells. Und auch die Kontrollläufe stützen im Zeitraum zwischen dem 25./31. August einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +2/+7 erhöhten Temperaturverlauf, so dass der spät-sommerliche Temperaturcharakter im letzte August-Drittel weitgehend dominierend sein kann. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 26. August zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert: +19/+21 Grad) und am 31. August zwischen +15/+30 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden, +22 Grad über dem Westen und +23/+24 Grad über dem Süden und Osten). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter September.
Nach der aktuellen Wettervorhersage lässt die Niederschlagsneigung im Verlauf der Woche nach und die Temperaturen steigen bis zum Wochenende auf vielfach sommerliche Werte an. Bereits zum Sonntag zeigt sich über dem Westen und Südwesten eine erhöhte Neigung zu Schauern und Gewittern, was den insgesamt noch labilen Grundcharakter des Wetters unterstreicht. Ändert sich das? Das amerikanische Wettermodell simuliert eine Variante, bei der ein markantes Tiefdrucksystem am 23. August zum "Frontalangriff" gegen das Skandinavienhoch ansetzt, was eine stabile Hochdruckwetterlage in den verbleibenden Tagen des Sommers noch in Frage stellen kann. Nach der aktuellen Simulation gelingt es dem Hochdrucksystem seine Stellung über Mitteleuropa zu behaupten, so dass der zu Grunde liegende Temperatur- und Wettercharakter weitgehend spät-sommerlich warm - örtlich auch heiß - ausfallen kann, allerdings zeigt sich gegenüber den letzten Tagen auch eine erhöhte Neigung für eine "Unterwanderung" des Hochs über Skandinavien durch das massive "anrennen" der Tiefdrucksysteme, so dass die Entscheidung ob spät-sommerlich warm und relativ trocken oder früh-herbstlich kühl und wechselhaft im Zeitraum 25./31. August noch nicht gefallen ist. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt sowohl die Achse des Skandinavien- als auch Azorenhochs in einer Nordwest-Südost Ausrichtung, was den Weg für Tiefdruckausläufer aus Nordwesten bis nach Deutschland im Zeitraum 24./26. August weiter öffnen könnte als nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, was einen unbeständigeren und auch etwas kühleren Wettercharakter zur Folge haben kann. Darüber hinaus "Kippt" die Hochdruckachse über Mitteleuropa in eine Südwest-Nordost Achse, was bis zum Monatsende eine mäßig warme bis warme und in Teilen auch wechselhafte Südwestwetterlage zum Ergebnis haben kann. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollräume favorisieren weiterhin für die verbleibenden August-Tage ein Temperaturniveau, welches um +1/+5 Grad über dem langjährigen Mittelwert liegt. So liegt das Temperaturspektrum am 25. August zwischen +13/+27 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, +21 Grad über dem Westen und +22/+23 Grad über dem Süden und Osten) und am 31. August zwischen +16/+28 Grad (Mittelwert +20 Grad über dem Norden, +22/+23 Grad über dem Westen und Osten und +24 Grad über dem Süden). Zusammenfassend ist auch heute ein spät-sommerlich warmer Temperaturcharakter im letzten August-Drittel wahrscheinlicher, als ein zu kühles Temperaturniveau. Hoch-sommerliche Temperaturphasen mit über +30 Grad sind nicht gänzlich auszuschließen und wird im Wesentlichen davon abhängig sein, wie weit die Tiefdruckausläufer an Mitteleuropa herankommen und auf ihrer Vorderseite die heißen Luftmassen von Süden über die Alpen nach Deutschland führen können. Gänzlich trocken bleiben wird es wohl nicht, jedoch zeigt sich die Niederschlagsneigung im Zeitraum 25./31. August als gering ausgeprägt.