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Nach einem zu kühlen Oktober und weitgehend normalen November zeigte sich der Dezember 2016 mit einer Durchschnittstemperatur von +2,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 mit einer Temperaturabweichung von +1,3 Grad zu warm. Aber auch gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 betrug die Abweichung +0,9 Grad. Die höchste Temperatur wurde am 15. Dezember 2016 in Wernigerode am nördlichen Rand des Harzes registriert. Die kälteste Temperatur wurde mit -12,1 Grad am 14. Dezember über Fichtelberg-Hüttstadl im Fichtelgebirge gemessen. Weihnachten 2016 war mild, aber deutlich kälter als Weihnachten 2015 - im Ergebnis aber jeweils gleich: keine weiße Weihnachten.

Sehr trocken zeigte sich der Dezember im Niederschlagsverhalten. So erreichte der Dezember mit 25 l/m² gerade einmal 35 Prozent seines Sollwertes von 70 l/m². So verwundert es nicht, dass der Dezember 2016 zu den zwölf trockensten Dezember Monaten seit Messbeginn im Jahre 1881 gehört. Schnee gab es kaum zu bewundern und war für wenige Momente den höheren Lagen gegönnt. Der meiste Niederschlag fiel mit 130 l/m² über dem Erzgebirge, während am südöstlichen Rand des Schwarzwaldes gerade einmal 1 l/m² registriert wurden.

Zu warm, zu trocken bedeutet zugleich viel Sonnenschein. Und den gab es im Dezember 2016 mit 65 Sonnenstunden reichlich. Damit konnte der Sollwert von 38 Stunden um 170 Prozent übertroffen werden. So ist der Dezember der dritt sonnigste Dezember seit Beginn der Messungen von 1951. Dabei war die Sonnenscheindauer mit 150 Stunden über dem Süden und bspw. mit 25 Stunden über Schleswig-Holstein unterschiedlich verteilt. Den gesamten Rückblick auf das Wetter im Dezember können Sie beim DWD nachlesen.
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Nach den stürmischen Weihnachtsfeiertagen über Norddeutschland kann sich das Wetter ab dem 27. Dezember mit einem herannahenden Hochdrucksystem beruhigen. Der Wind lässt nach und mit einer nordwestlichen Grundströmung können die Tageswerte auf +3/+7 Grad zurückgehen. Niederschläge sind bei wechselnder bis starker Bewölkung vornehmlich noch über dem Norden, Nordwesten und den östlichen Regionen zu erwarten. Die Schneefallgrenze sinkt mit 500-800 Meter so langsam bis auf die mittleren Lagen ab, was über den östlichen Mittelgebirgen und dem Bayerischen Wald zur Ausbildung einer Schneedecke führen kann.

Betrachtet man die Entwicklung der Großwetterlage, so verlagert sich vom 26./30. Dezember ein Hochdrucksystem von England nach Deutschland. Bis zum 30. Dezember verflacht das Hochdrucksystem zunehmend und erstreckt seine Hochdruckachse von Spanien, Frankreich über Deutschland bis über das östliche Europa in einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Achse. In Folge dessen kann über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem zu Nebel und Hochnebel neigenden und ruhigen und trockenem Wettercharakter gerechnet werden. Die Temperaturen steigen in tieferen Lagen auf +0/+5 Grad und sinken in den Nächten - je nach Aufklaren - auf -0/-5 Grad ab. Darin stimmen die Simulationen der Wettermodelle weitgehend überein.

Auch die Kontrollläufe bestätigen mit einem Mittelwert des Temperaturspektrums von +2/+3 Grad über dem Süden und Osten, +4/+5 Grad über dem Norden und +5/+6 Grad über dem Westen den mäßig milden Temperaturtrend "zwischen den Tagen". Im Niederschlagsverhalten zeigt sich über dem Norden und Osten noch eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit, während es über dem Süden und Westen im Zeitraum vom 27./30. Dezember trocken bleiben könnte. Ob es an Silvester so ruhig bleibt, kann zum heutigen Stand noch bezweifelt werden - was für Wetterlagen möglich sind, klären wir gegen 15:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Silvester und gegen 17:00 Uhr erfolgt ein neuer Wettertrend zum Wetter Winter 2017. So viel sei schon einmal verraten - der Winter startet wohl einen neuerlichen Versuch, sich über Mitteleuropa durchzusetzen.
Hinweis:Die nachfolgenden Wettervorhersagen für die Tage nach Weihnachten finden Sie in der Wetterprognose für das Wetter Silvester 2016.
Nach der aktuellen Wettervorhersage für Weihnachten 2016, ist in den kommenden Tagen mit einer von Norden her zunehmenden Niederschlagsneigung bei einem bis Weihnachten weitgehend ruhigen und milden Wettercharakter zu rechnen. Über Weihnachten nimmt der Wind an Intensität zu und erreicht mit Sturm, teils auch orkanartigen Winden zum ersten Weihnachtsfeiertag seinen voraussichtlichen Höhepunkt mitsamt erhöhtem Unwetterpotential. Vorderseitig können milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden, was die Temperaturen am ersten Weihnachtsfeiertag auf +8/+12 Grad ansteigen lassen kann, bevor zum zweiten Weihnachtsfeiertag kühlere Luftmassen auf der Rückseite des Sturmtiefs nachfolgen. Mit Höhentemperaturen zwischen -3/-7 Grad wären dann trotz positiver Temperaturwerte bis auf mittlere Lagen hinab Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen.

Im Zeitraum vom 27./28. Dezember wird die Hochdruckposition letztlich darüber entscheiden, ob es mild/trocken, oder nasskalt werden wird - Optionen auf Schnee nicht ausgeschlossen. Gegenüber den letzten Tagen wird das Hochdrucksystem heute vom amerikanischen Wettermodell wenige 100 Kilometer weiter westlich berechnet, so dass in der Höhe von 1.500 Meter die -8/-12 Grad Marke erreicht werden kann, was über Ostdeutschland in tieferen Lagen mit einer nördlichen Grundströmung Dauerfrost zur Folge haben kann. So berechnet das amerikanische Wettermodell für den 28. Dezember Tageshöchstwerte verbreitet zwischen -1/+4 Grad, welche über dem Westen und Nordwesten mit +4/+7 Grad auch milder ausfallen können. Trotz der Hochdruckdominanz ist vom 27./28. Dezember auch mit etwas Niederschlag zu rechnen, welcher langsam bis auf 400-600 Meter und in den Nächten bis auf tiefere Lagen herab in Schnee übergehen könnte. Über dem Osten und Südosten wird eine insgesamt höhere Niederschlagsneigung berechnet, als über dem Westen und Südwesten.

Positioniert sich das Hochdrucksystem dagegen wie vom europäischen Wettermodell berechnet etwas weiter östlicher, so bleibt es bei relativ milden Temperaturen zwischen +2/+7 Grad trocken.

Am 29./30. Dezember "kippt" das Hochdrucksystem nach Osten weg und transportiert die kühleren Luftmassen weiter über Osteuropa, während Deutschland, Österreich und die Schweiz in den "Genuss" von trocken milder Höhenluftmassen kommen können. Tageswerte zwischen +0/+5 Grad sind in diesem Zeitraum nach dem amerikanischen und +2/+7 Grad nach dem europäischen Wettermodell möglich. In den Nächten ist generell mit leichten Frost zwischen -2/+2 Grad zu rechnen, wenngleich bei Aufklaren die Temperaturen auf bis -2/-7 Grad absinken können. Was sich am 31. Dezember für eine Wetterlage ergeben kann, klären wir gegen 15:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Silvester 2016 und gegen 17:00 Uhr erfolgt ein weiterer Wettertrend zum Wetter Winter 2017.
Löst sich der Nebel/Hochnebel auf, scheint am heutigen Dienstag vielfach die Sonne von einem blauen Himmel und es bleibt trocken. Die Temperaturen erreichen mit viel Sonnenschein Werte zwischen +5/+10 Grad, sonst sind verbreitet +0/+5 Grad zu erwarten.

Der Mittwoch beginnt ähnlich wie der Dienstag - nach zäher Nebel-, bzw. Hochnebelauflösung scheint zunächst verbreitet die Sonne, bevor im Tagesverlauf über dem Nordwesten stärkere Bewölkung aufzieht und es ab den Nachmittagsstunden etwa nördlich der Linie Köln - Hamburg leichter Niederschlag einsetzen kann. Südlich davon bleibt es trocken. Die Temperaturen erreichen +2/+5 Grad und können mit entsprechender Sonnenscheindauer auf +4/+8 Grad ansteigen.

Am Donnerstag kommt das Wolkenband weiter nach Süden voran und erreicht zum Abend mit seinem Niederschlagsgebiet etwa eine Linie zwischen Stuttgart - Dresden. Südlich davon bleibt es tagsüber die meiste Zeit trocken und nach erneut zäher Nebel- und Hochnebelauflösung auch trocken. Die Temperaturen steigen mit +3/+7 Grad etwas an und können bei länger andauerndem Sonnenschein örtlich bis +9 Grad erreichen.

Der Freitag bleibt die meiste Zeit über grau und trüb, teils auch stark bewölkt und gelegentlich ist mit leichtem Sprühregen zu rechnen. Die Temperaturen bleiben mit +3/+9 Grad für die Jahreszeit zu warm. Am späten Freitagabend frischt der Wind über dem Nordwesten stark bis mäßig auf und kündigt einen Wetterwechsel an. Wie dieser Wetterumschwung verlaufen wird und welche Auswirkungen er auf das Wetter an Weihnachten haben kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage Weihnachten 2016. Die weiteren Aktualisierungen erfolgen gegen 15:00 Uhr zum Wetter Silvester und 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2016/17.
Der Montag beginnt zunächst mit starker Bewölkung und teils dichtem Nebel. Gelegentlich ist auch noch etwas Sprühregen und über dem Süden auch Schneegriesel zu erwarten, bevor im Tagesverlauf die Niederschläge nachlassen und von Süden her die Bewölkung mit etwas Sonnenschein auflockern kann. Die Temperaturen steigen - je nach Nebelauflösung, bzw. Sonnenscheindauer - auf -2/+2 Grad, bzw. auf +2/+6 Grad.

Hochdruckdominiertes Wetter ist am Dienstag und Mittwoch zu erwarten. Nach erneut teils zäher Nebel- und Hochnebelauflösung kann auch über dem Norden häufiger die Sonne zum Vorschein kommen. Erst am Mittwochnachmittag kann von Nordwesten stärkere Bewölkung aufziehen, es bleibt aber weitgehend trocken. Die Temperaturen erreichen am Dienstag über dem Norden Werte zwischen -0/+5 Grad und über dem Süden sind mit längerer Sonnenscheindauer +7/+12 Grad möglich.

Am Donnerstag erreicht ein schwaches Niederschlagsgebiet den Nordwesten von Deutschland und sorgt im Tagesverlauf etwa westlich der Linie Köln - Usedom für etwas Regen, sonst bleibt es tagsüber trocken und nach Süden und Südosten sind auch längere sonnige Abschnitte zu erwarten. Die Temperaturen bewegen sich mit +3/+7 Grad weiterhin in dem für die Jahreszeit zu milden Bereich.

Am Freitag ist es über dem Norden häufig stark bewölkt, teils auch neblig-trüb und gelegentlich ist mit leichtem Sprühregen zu rechnen. Über Süddeutschland wechseln sich starke und wechselnde Bewölkung ab und nach Nebelauflösung kann dort auch die Sonne zum Vorschein kommen. Der Wind kommt aus südöstlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf +3/+7 Grad ansteigen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage für das Wetter Weihnachten - und so viel sei schon einmal verraten - hinsichtlich einer weißen Weihnacht wird es noch einmal spannend.