Regenradar

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Außergewöhnlich, Außergewöhnlich, Jahrhunderwinter - ja sogar Jahrtausendwinter war in den Schlagzeilen der Tagespresse zu lesen. Dabei hatte der Winter meteorologisch am 1. Dezember und kalendarisch am 22. Dezember begonnen. Der Winter geht noch eine ganze Weile und da gibt es noch viele Faktoren welche die Gesamtbilanz des Winters anders aussehen lassen können. Fakt ist allerdings, dass der Dezember 2010 in Deutschland mit rund -3,5 Grad im Schnitt um 4,3 Grad kälter war, als der langjährige Durchschnitt (+0,8 Grad) des Deutschen Wetterdienstes. Damit war der Dezember 2010 der kälteste Dezember seit 1969. Auch im Niederschlagsverhalten lag Deutschland im Plus. Im Schnitt sind 84 Liter pro m² gefallen - normal wären 70 Liter pro m² gewesen.

Hier gibt es den ganzen Bericht des Deutschen Wetterdienstes, sowie ein Rückblick der Dezember 2010 Diskussionen im Wetterforum
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Tagsüber im Westen und am Rhein entlang leichte Plusgrade, dazu am Dienstag um Mittwoch im Westen leichter Niederschlag möglich. Je weiter nach Westen, desto eher die Gefahr von Regen oder gefrierender Regen, sonst dürfte es beim Schnee bleiben. Im Osten Dauerfrost und nachts teils strenge Nachtfröste bis -15 Grad möglich (im Osten auch bis -20 Grad). Sonst bis Silvester eher ruhiges Wetter. Nur im Westen um die Null Grad, sonst überall Dauerfrost.
Die letzten Tage im Dezember 2010 dürften wohl von einer Inversionswetterlage begleitet werden. Oben in den Bergen warm, unten am Boden kalt. Somit dürfte der nun verbreitet liegende Schnee bis ins neue Jahr konserviert werden. Tagsüber sollte fast überall Dauerfrost herrschen (-1 bis -8 Grad). Eine Außnahme könnte hier der Rheingraben mit leichten Plusgraden spielen. Nachts herrscht dann teilweise strenger Nachtfrost bis -15 Grad vor.
Der Winter und die Schneefälle lassen in der Nordhälfte nicht locker. Bis Freitag werden nördlich einer Linie Köln - Dresden bis zu 30 cm Schnee gerechnet, im Mittel immerhin 15 cm. Somit ist die weiße Weihnacht nördlich dieser Linie nahezu gesichert. Südlich davon soll es nach neusten Berechnungen erst in den Spätstunden des heiligen Abends schneien, dafür am ersten Weihnachtsfeiertag umso heftiger. Südlich dieser Linie Köln - Dresden sollen bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag bis 15 cm Schnee fallen, teilweise - vor allem in Staulagen - auch 30 cm. Wer also um die Weihnachtsfeiertage unterwegs ist, sollte sich vorher über die bekannten Unwettervorhersagen informieren. Nach den Weihnachtsfeiertagen geht es aus meteorologischer Sicht eher langweilig zu. Eine Inversionswetterlage soll sich einstellen. Oben warm - unten Dauerfrost und kalt. Das soll so bis Silvester 2010 / 2011 anhalten, so dass die Nacht zu Silvester wohl kalt ausfallen dürfte.
Das Weihnachtstauwetter dürfte diese Woche wohl eine große Rolle spielen. Wo wird es zuschlagen, wo bleibt am Ende der Woche noch Schnee liegen und es werden doch noch weiße Weihnachten? Das europäische Modell jedenfalls hat noch eine Lösung parat, die es am 24. Dezember schneien lassen könnte. Es wird diese Woche also spannend, zumal sich in ca. 1.300 Meter Höhe rund +10 Grad warme Luft über unsere Köpfe schiebt. Inwieweit sich diese warme Luftmasse bis zum Boden durchsetzen kann, ist mehr als fraglich, da die Durchmischung fehlt. Kritisch für die Schnee decke dürfte es vor allem südlich einer Linie Frankfurt - Dresden werden, wenn der gerechnete Niederschlag als Regen fällt - das setzt der Schneedecke natürlich zu, ebenso wie bis zu +6 Grad ganz im Süden - am Rheingraben entlang. Ansonsten produzieren wir - eben dank der fehlenden Durchmischung - unsere Kälte in dieser Woche selbst, bevor wir am kommenden Wochenende mehr und mehr unter Hochdruckeinfluss geraten. Da zeigt sich dann gleiches Spiel - oben wärmer, unten kälter. Der Winter hält sich also hartnäckig und lässt sich nicht so einfach vertreiben.