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Wenig Überraschungen im November - schnell war klar, der November 2015 wird ein sehr warmer Monat werden. Am Ende reichte es mit es mit einer Abweichung von +3,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 zum wärmsten November seit Beginn der Aufzeichnungen von 1881. Auch gegenüber der Vergleichsperiode von 1981-2010 betrug die Abweichung noch immer +3,1 Grad. Der wärmste Wert wurde am 7. November mit +23,8 Grad in der Nähe von Freiburg registriert, während die tiefste Temperatur in der Nacht vom 24. November mit -15,5 Grad über Oberstdorf registriert. Das Wetter im November war zudem deutlich zu nass. So wurde der Sollwert von 66 l/m² mit 100 l/m² um knapp 49 Prozent über erfüllt, wobei es regional deutliche Unterschiede gab. War der Norden durchweg zu nass, so war es im Süden bis zum letzten Monats-Drittel vielfach trocken. Erst kräftiger Dauerniederschlag sorgte im weiteren Verlauf für einen Ausgleich. Schnee gab es auch, z.T. bis in tiefere Lagen hinab - gemessen wurden bspw. am 23. November in Sonthofen 18 cm und in Oy-Mittelberg 28 cm. In der Sonnenscheindauer wurde das Soll mehr als erfüllt. So wurden insgesamt 70 Sonnenstunden registriert, was das Soll von 54 Sonnenstunden um 28 Prozent übertraf. Dabei gab es insbesondere über den südlichen Landesteilen mit bis 120 Stunden außergewöhnlich viele Sonnenstunden. Den gesamten Rückblick auf das Wetter im November 2015 können Sie auf den Seiten des DWD nachlesen.
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Das Niederschlagsband erstreckt sich aktuell zwischen dem Bodensee und Hamburg und weitet sich im Tagesverlauf weiter nach Osten aus, während über dem Westen bereits in den frühen Morgenstunden die Niederschläge nachlassen und dort bei auflockernder Bewölkung zeitweilig auch die Sonne zum Vorschein kommen kann (Regenradar). Als kritisch ist weiterhin die Phase mit einsetzendem Niederschlag anzusehen, da bei Temperaturen von -4/+1 Grad die Niederschläge in tieferen Lagen als Schnee, Schneeregen, gefr. Regen, Eisregen oder als Regen niedergehen und für Glättebildung sorgen können (Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). Nach der aktuellen Schneeprognose zeigt sich die Ausbildung einer Schneedecke von 0,5/10 cm etwa südlich der Mittelgebirge und in Lagen oberhalb etwa 500 Meter. Da aber im Tagesverlauf die Temperaturen etwa südlich der Linie Köln - Berlin auf +1/+5 Grad und nördlich davon auf +4/+8 Grad ansteigen können, schmilzt bis zum Abend der Schnee etwa unterhalb 500-700 Meter weitgehend ab. In der Nacht auf Sonntag folgt von Nordwesten ein Sturmtief nach, so dass der Wind in der zweiten Nachthälfte zunimmt und nachfolgend Niederschlag einsetzt, welcher über dem Nordwesten bei Tiefstwerten zwischen +3/+6 Grad als Regen niedergehen wird. Etwa südlich der Linie Mannheim - Dresden sind auch negative Werte von -2/+2 Grad zu erwarten, so dass mit einsetzendem Niederschlag auch Schnee, Schneeregen oder Graupel dabei sein kann. Das Niederschlagsband erreicht zum Vormittag etwa eine Linie zwischen Schwarzwald - Dresden und der Wind bis dahin in tieferen Regionen stark bis mäßig (30-70 km/h) und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee in Böen auch stürmisch (50-100 km/h) mit teils schweren Sturmböen aus südwestlichen Richtungen kommen kann. Im Tagesverlauf kommt es im ganzen Land bei Temperaturen zwischen +6/+11 Grad zu wiederholten, teils auch kräftigen und länger andauernden Niederschlägen, wobei über sog. Regenschattenseiten (Lee-Effekt) weniger an Niederschlag zu erwarten ist und die Schneefallgrenze steigt auf 1.000-1.500 Meter an. Am späten Sonntagabend folgt über dem Nordwesten ein weiteres Sturmfeld nach, so dass dort der Wind noch weiter an Geschwindigkeit zunehmen kann und neben starken bis stürmischen Windböen sind dann auch orkanartige Windböen nicht auszuschließen. Am Montag dehnt sich das Starkwindfeld auch über die südlichen Regionen aus und mit teils kräftigen und länger andauernden Niederschlägen ist etwa nördlich der Mainlinie zu rechnen. Die Temperaturen steigen weiter an und erreichen verbreitet +7/+11 Grad und über dem Westen örtlich bis +13 Grad. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Dezember.
Der heutige Freitag beginnt zunächst vielfach neblig-trüb. Dort wo sich der Nebel auflösen kann, kommt heute vielfach die Sonne zum Vorschein und es bleibt weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen - je nach Sonnenscheindauer - über dem Norden auf +2/+7 Grad und über dem Süden auf -1/+4 Grad. Am späten Nachmittag verdichtet sich die Bewölkung von Nordwesten her und nachfolgend setzt Regen ein, welcher im Verlauf der Nacht auf Samstag unter weiterer Intensivierung nach Osten vorankommt und zum Samstagvormittag den äußersten Osten erreichen kann. Bevor der Niederschlag eintrifft, sinken die Temperaturen auf -1/-4 Grad ab, so dass mit einsetzendem Niederschlag sämtliche Niederschlagsformen möglich sind - teils mit Glättebildung - es empfiehlt sich zu gegebener Zeit die entsprechenden Warnungen und Hinweise zu beachten (Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). Die Schneefallgrenze liegt über dem Süden in etwa zwischen 400-700 Meter, so dass dort bis zu den Morgenstunden - je nach Höhenlage - 0,5-7 cm an Neuschnee möglich sein kann (Schneeprognose). Tagsüber zieht bis zum Abend das Niederschlagsband nach Osten ab und es bleibt bei wechselnder bis starker Bewölkung weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen am Samstag auf +5/+9 Grad über dem Norden und auf +2/+6 Grad über dem Süden. In der Nacht auf Sonntag kündigt sich mit auflebenden Wind ein Sturmtief an, welches mit teils kräftigen Niederschlag rasch nach Osten voran kommt. Der Wind kommt in tieferen Lagen stark bis mäßig und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee stark und in Böen stürmisch aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen sinken in der Nacht auf +2/+5 Grad über den Gebieten etwa nördlich der Mittelgebirge, während südlich davon -1/+3 Grad erreicht werden können - je nach Höhenlage ist dort kurzzeitiger Schneefall nicht auszuschließen. Nachfolgend werden am Sonntag wärmere Luftmassen herangeführt, so dass bei weiterhin starken bis mäßigen Wind, bzw. starken bis stürmischen Böen über exponierten Lagen (Windprognose) die Temperaturen über dem Norden auf +8/+12 Grad und über dem Süden auf +4/+8 Grad ansteigen können. Zum Wind gesellt sich Niederschlag, der seinen voraussichtlichen Schwerpunkt entlang einer Linie Köln - Nürnberg haben kann. In der Nacht auf Montag und auch tagsüber zieht ein weiteres Sturmfeld über Deutschland hinweg, was insbesondere über den nördlichen Regionen für teils kräftigen und länger andauernden Niederschlag sorgen kann. So liegen die simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich Montagabend zwischen 20-50 l/m² über dem Norden, während über dem Süden mit 1-10 l/m² weniger an Niederschlag berechnet wird. Die Temperaturen steigen mit dem stürmischen Wind aus westlichen Richtungen noch etwas an und erreichen verbreitet Werte zwischen +7/+11 Grad. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Dezember - welcher wieder etwas mehr Entwicklungsspielräume in Richtung Winter eröffnet.
Am heutigen Donnerstag bleibt es über dem Süden vielfach stark bewölkt und mit etwas Niederschlag ist dort bei +1/+5 Grad zu rechnen, welcher etwa oberhalb 500-700 Meter in Schnee übergehen kann. Über dem Norden kann die Bewölkung im Tagesverlauf etwas auflockern, so dass ein paar sonnige Momente bei Temperaturen zwischen +4/+9 Grad möglich sind. In der Nacht auf Freitag gehen die Temperaturen über dem Norden auf +2/-1 Grad und über dem Süden auf -3/+1 Grad zurück und Niederschläge sind kaum mehr zu erwarten. Am Freitag setzt sich kurzzeitig ein Zwischenhoch durch, was nach teils zäher Nebelauflösung tagsüber bei Temperaturen zwischen +2/+7 Grad zu einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken führen kann. Bleibt es hingegen längere Zeit neblig-trüb oder hochnebelartig bewölkt (was über dem Süden und Osten wahrscheinlicher ist), bewegen sich die Temperaturen mit -2/+2 Grad zumeist um den Gefrierpunkt. Am späten Freitagnachmittag kann sich von Nordwesten her die Bewölkung verdichten und nachfolgend setzt mit auflebenden Wind etwas Niederschlag ein, welcher bis zum Samstagvormittag - unter weiterer Intensivierung - auch die östlichen Landesteile erreicht haben kann. Die Temperaturen sinken vor einsetzendem Niederschlag auf -5/-0 Grad ab, so dass mit einsetzendem Niederschlag mit Schnee, Schneeregen, Graupel, gefr. Regen oder Eisregen so alles an Niederschlagsformen möglich ist. Die Temperaturen steigen im weiteren Verlauf rasch an, so dass am Vormittag der Niederschlag unterhalb etwa 700-900 Meter als Regen niedergehen kann. Bis zum Samstagabend zieht das Niederschlagsband nach Osten ab und es bleibt bei wechselnder bis starker Bewölkung weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen über dem Süden auf +2/+5 Grad, über dem Norden auf +3/+7 Grad und über dem Nordwesten können bis +10 Grad erreicht werden. Am Sonntag, bzw. schon in der Nacht auf Sonntag überquert ein Sturmtief Deutschland von West nach Ost und sorgt für teils kräftigen Niederschlag, welcher tagsüber seinen Schwerpunkt über dem Norden und Süden haben kann. Der Wind kommt in tieferen Regionen stark bis mäßig (30-70 km/h) und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee in Böen stürmisch (40-90 km/h) aus westlichen Richtungen. Bei Temperaturen von +1/+5 Grad über dem Südosten und +4/+9 Grad über dem Nordwesten schmeckt der Glühwein oder Punsch bei "Schmuddelwetter" auf den ersten Weihnachtsmärkten gleich doppelt so gut. Das eigentliche Hauptwindfeld erreicht Deutschland voraussichtlich aber erst in der Nacht auf Montag, bzw. auch tagsüber und kann über dem Norden neben starken bis stürmischen Wind auch zu orkanartigen Windböen (60-115 km/h) über exponierten Lagen und entlang der Küste führen. Bei Temperaturen zwischen +5/+12 Grad ist im Schwerpunkt über dem Norden am Montag mit teils kräftigen und länger andauernden Niederschlägen zu rechnen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Dezember.
Verbreitet hat es vergangene Nacht noch einmal Schneefall teils bis in tiefere Lagen gegeben, welcher in Lagen zwischen 300-600 Meter durchaus in Form einer Nassschneedecke liegen bleiben konnte (akt. Schneehöhen. Diese Neuschneedecke wird im Tagesverlauf bei weiteren Schnee-, Schneeregen-, Graupel-, und auch Regenschauern in Lagen unterhalb etwa 500 Meter weitgehend weg tauen können. Die Temperaturen steigen etwa östlich einer Linie Schwarzwald - Usedom auf +1/+4 Grad und westlich davon auf +5/+9 Grad. Am Donnerstag zeigt sich der Himmel zum Tagesbeginn meist stark und zum Nachmittag wechselnd bewölkt mit gelegentlichen Niederschlägen, welche ihren Schwerpunkt über den südlichen Regionen haben können. Die Temperaturen steigen etwa südlich einer Linie Schwarzwald - Dresden auf +1/+5 Grad und nördlich davon auf +3/+8 Grad, über dem Nordwesten sind mit etwas Sonnenschein auch bis +12 Grad möglich. Am Freitag setzt sich ein Zwischenhoch durch, so dass nach teils zäher Nebelauflösung durchaus die Sonne zum Vorschein kommen kann - vielerorts kann es auch den ganzen Tag über neblig-trüb oder hochnebelartig bewölkt bleiben. Die Temperaturen steigen - je nach Sonnenscheindauer - auf -1/+4 Grad über dem Süden und bis +4/+9 Grad über dem Nordwesten. Erst zu den späten Nachmittagsstunden kann sich die Bewölkung über dem Nordwesten verdichten und mit auflebenden Wind aus südwestlichen Richtungen für die ersten Niederschläge sorgen, welche in der Nacht auf Samstag unter weiterer Intensivierung nach Osten vorankommen und zum Vormittag die östlichen Landesteile erreichen können. Als kritisch ist die Phase kurz vor einsetzendem Niederschlag zu bewerten, da die Temperaturen zuvor nochmals in den frostigen Bereich absinken können. So sind mit einsetzendem Niederschlag Eisregen, gefr. Regen, Schnee, Schneeregen oder Graupel zu erwarten, welche nachfolgend rasch in Regen übergehen können. Tagsüber zieht das Niederschlagsband mit nachlassendem Wind nach Osten ab und nachfolgend kann bei starker bis wechselnder Bewölkung durchaus mal die Sonne zum Vorschein kommen - insgesamt lässt die Niederschlagsneigung am Samstag von Westen her nach. Schon in der Nacht auf Sonntag zieht ein Sturmtiefausläufer über Deutschland hinweg und erreicht zum Vormittag mit teils kräftigen Niederschlägen den Osten. Der Wind frischt auf und kommt überwiegend stark bis mäßig und über exponierten Lagen und entlang der Küste in Böen auch stürmisch, teils auch mit voller Sturmstärke aus westlichen bis südwestlichen Richtungen. Tagsüber kommt es insbesondere über dem Süden noch zu zeitweilig länger andauernden Niederschlägen, sonst ist mit gelegentlichen Niederschlägen zu rechnen. Die Temperaturen verbleiben mit +1/+6 Grad über dem Süden im nasskalten Bereich und können über dem Norden auf +4/+8 Grad und über dem Nordwesten auf bis +10 Grad ansteigen - So dürfte der erste Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bei nasskalten Witterungsverhältnissen gar nicht einmal so schlecht schmecken. Am Montag bleibt der Wind stark bis mäßig und über exponierten Lagen und entlang der Küste in Böen auch stürmisch und mit gelegentlichen - meist leichten - Niederschlägen ist zu rechnen, welche bei Temperaturen zwischen +5/+12 Grad unterhalb etwa 1.500 Meter in Regen übergehen. Der Wind kann im Schwerpunkt über dem Nordwesten im Tagesverlauf noch weiter an Intensität zunehmen, so dass Stark- und örtlich auch Extremwindereignisse zum heutigen Stand nicht auszuschließen sind. Ob das Wetter mild und stürmisch im Dezember weiter geht, klären wir gegen 13:00 Uhr in der nächsten Aktualisierung zum Wetter Dezember.