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In den den vergangen Tagen war in den Simulationen der Wettermodelle die südwestliche Variante die wahrscheinlichste Lösung für die ersten Oktober-Tage. Daran hat sich heute nichts geändert. Beide Wettermodelle simulieren zunehmend hohen Luftdruck über dem skandinavischen Raum, welcher zunächst über einen Winkel über das Mittelmeer, später über direktem Wege eine Hochdruckverbindung mit dem Azorenhoch über Mitteleuropa aufbaut. Als Konsequenz daraus werden die Tiefausläufer auf dem Atlantik blockiert. Und dennoch - die kalte Luftmasse über Grönland bleibt ein maßgebender Faktor für die Intensität der Tiefdrucksysteme - anders ausgedrückt: je intensiver die Aktivität auf dem Atlantik wird, desto größer wird die "Gegenreaktion" sein - somit ist ein Durchbruch der atlantischen Frontalzone in Richtung Mitteleuropa in den ersten Oktober-Tagen zum heutigen Stand eher unwahrscheinlich. Bei einer Südwestwetterlage kann es aber trotzdem zu Niederschlägen und starker Bewölkung kommen, was im Nordwesten mehr der Fall sein wird, als im Südosten und im Südwesten sind Schauer und Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen sind ebenfalls zweigeteilt - +17/+22 Grad im Südwesten und +13/+18 Grad im Nordosten. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den Trend zu Hochdruckwetter bis zum 7. Oktober, wobei einzelne Simulationen schon zeigen was möglich ist. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 4. Oktober zwischen +7/+23 Grad, wobei der Mittelwert mit +17 Grad schon eine Richtung vorgibt.
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Zwar simulieren die Wettermodelle weiterhin unterschiedliche Varianten für das Wetter Anfang Oktober, jedoch kommt in Summe das gleiche Ergebnis heraus. Mit einer südwestlichen bis südlichen Strömung wird in den ersten Oktober-Tagen recht warme Luft nach Deutschland transportiert. Bspw. liegen die simulierten Temperaturen im Süden zwischen +19/+25 Grad, während es im Nordosten mit +14/+18Grad kühler bleibt. Die Niederschlagsneigung nimmt zum Monatswechsel etwas zu, wobei Dauerregen - zum aktuellen Stand - sehr unwahrscheinlich ist, vielmehr ist von lokalen Schauern und Gewittern auszugehen. Die Großwetterlage wird dabei von einem Kältepol über Grönland bestimmt, um den sich teils kräftige Tiefdrucksysteme drehen. Das Azorenhoch weicht aus und bildet mit einen Skandinavienhoch eine südöstlich ausgerichtete Hochdruckbrücke aus, was in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit (57%) zu der oben beschriebenen Südwestwetterlage führt. Sollte diese Hochdruckverbindung stattfinden, so wäre das erste Oktober-Drittel vom klassischen Altweibersommer dominiert. Die Kontrollläufe stützen den Wettertrend zum Altweibersommer mehrheitlich bis zum 7. Oktober - im weiteren Verlauf ist eine normalisierende Tendenz erkennbar. Das Langfristmodell simuliert in seiner aktuellen Wettervorhersage für Oktober weiterhin normalen Niederschlag und leicht zu warme Temperaturen.
Der Trend zu wechselhaften, aber relativ warmen Wetter bleibt in den ersten Oktober Tagen erhalten. Betrachtet man die Konstellation der Wettersysteme, so ist das Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa weiterhin dominant und weitet zum Monatswechsel seinen Einfluss weiter nach Mitteleuropa aus. Dabei bleiben die Wettermodelle in ihren Simulationen unterschiedlich. Das europäische Wettermodell stützt das Hoch bei Skandinavien, was das Tief auf dem Atlantik hält. Demnach kommt es über Deutschland zwischen beiden Systemen zu einer südlichen Luftströmung, wobei im Westen das Niederschlagsrisiko höher einzustufen ist, als im Osten. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Südosten ein kräftiges Hoch zwischen der Mittelmeerregion und dem westlichen Russland, was eine - teils wechselhafte aber warme - Südwestwetterlage über Mitteleuropa zur Folge hat. Zwei unterschiedliche Ansätze und im Ergebnis dennoch fast identisch - zum heutigen Stand werden die ersten 3-5 Oktober Tagen mit +15/+19 Grad im Nordosten und +19/+24 Grad im Südwesten warm, jedoch nimmt von Westen her das Niederschlagsrisiko zu. Darüber hinaus sammelt sich über Grönland erneut kalte Luftmassen, was das Spektrum der möglichen Großwetterlagen noch im ersten Oktober-Drittel erhöhen wird. Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Herbst/Winter.
Die Wettermodelle sind sich in ihren Simulationen mit einen kräftigen Tiefdrucksystem/Trog vor Mitteleuropa weitgehend einig. Wo sie allerdings uneinig sind, ist eine mögliche Hochdruckoption über Skandinavien. Insbesondere das europäische Wettermodell simuliert die Hochdruckoption über Skandinavien seit Tagen, was in Deutschland, bzw. über Mitteleuropa eine blockierende Wirkung auf die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend hat. Grundsätzlich liegt Deutschland dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zwischen den Fronten, was im Osten und Norden trockeneres Wetter zur Folge hat, als das im Westen und Süden der Fall sein wird. Wenn es ganz "dumm" läuft, ziehen die Tiefdrucksysteme in einer Vb (Mittelmeertief) ähnlichen Zugbahn über die Alpen in Richtung Osten ab, was den Gebieten südlich der Mittelgebirge Anfang Oktober einiges an Niederschlag bringen kann. Mit einer südlichen Luftströmung bleibt das Wetter in den ersten drei Oktober-Tagen relativ warm. Anders hingegen die Simulation des amerikanischen Wettermodells, welches in den ersten drei Oktober-Tagen kein Hochdrucksystem über Skandinavien sieht. Somit kann die schwach ausgeprägte atlantische Frontalzone auf Mitteleuropa übergreifen, wird jedoch mit Hochdruck über dem östlichen Mittelmeer in eine Südwestwetterlage umgelenkt. Die Folge daraus ist wechselhaftes und mit +10/+15 Grad relativ kühles Wetter im Norden, bzw. Nordwesten, während im Süden zwar auch Niederschläge zu erwarten sind, jedoch sind hier die Temperaturen mit +17/+23 deutlich höher als im Norden. Das Zirkulationsmuster befindet sich derzeit im Umbruch - dabei wird versucht die aktuell "gestörte Zirkulation" in eine "normale Zirkulation" umzuwandeln. Entscheidend für den weiteren Verlauf des Herbstwetters ist dabei die Konstellation des möglichen Skandinavienhoch - mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem aktualisierten Wettertrend zum Herbst/Winter.
Die Großwetterlage ist zum Ende September hin mit einem Tief vor, bzw. über England relativ gesichert. Was unklar ist, ist eine mögliche Hochdruckentwicklung über Skandinavien. Im Ergebnis sind jedoch beide Varianten zunächst gleich. In den ersten Oktober-Tagen steigt die Wahrscheinlichkeit für wechselhaftes und regnerisches Wetter an, wobei es im Süden mit +12/+18 Grad etwas wärmer ist, als mit +10/+15 Grad im Norden. Wenn es nach dem amerikanischen Wettermodell geht, so stellt sich bis zum 5. Oktober eine schwach ausgeprägte Westwetterlage ein, so dass es zwar Niederschlag geben wird, die klassische Windaktivität jedoch fehlen wird. Das europäische Wettermodell ist in diesem Jahr ein "Freund" des Skandinavienhochs und hat sich damit oftmals behaupten können. Sollte dieses Szenario eintreten, so nehmen die atlantischen Tiefausläufer eine südliche Zugbahn - meist über die Alpen - von West nach Ost, was im Süden für reichlich Niederschläge sorgen wird, während im Norden mehr und mehr das Hochdrucksystem sich bemerkbar machen wird. Letzten Endes steht eine Entscheidung bevor - behauptet sich die atlantische Frontalzone, wie es bspw. das amerikanische Wettermodell zeigt, so ist von einer normalisierende Zirkulation auszugehen und es wird im Oktober mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zum "Ausgleichsverhalten" kommen. Behauptet sich hingegen das Skandinavienhoch, so bleibt die Zirkulation im gestörten Zustand und der goldene Oktober hätte eine gute Chance sich durchzusetzen (Erhaltungsneigung). Das Langfristmodell simuliert das Wetter im Oktober in der Niederschlagsprognose normal, bei den Temperaturen jedoch leicht bis deutlich zu warm, was für die Simulation des europäischen Wettermodells spricht.