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Der Frühling startet nach den turbulenten Umstellungsmonaten März und April meist erst im Mai durch, wobei die Eisheiligen - welche häufiger im Zeitraum vom 11. bis 15. Mai auftreten können - nochmals für eine Abkühlung der Temperaturen sorgen können. Nicht selten sind dann auch noch einmal Nachtfröste möglich.

Wie wird das Wetter im Mai? Die Statistik

Dazu sind zum heutigen Stand drei Ansätze aus der Statistik, des Langfristmodells und der der Erhaltungsneigung, bzw. Ausgleichsverhaltens zu betrachten. Beginnend mit der Statistik. Sehr häufig treten im Zeitraum vom 8. bis 18. Mai die Eisheiligen ein, welche mit Hilfe von Trogwetterlagen die Temperaturen nochmals richtig abkühlen lassen können. Zuvor wurde eine höhere Wahrscheinlichkeit von Hochdruckwetterlagen beobachtet, welche den Mai schon zum "Wonnemonat" machen können. Nach den Eisheiligen geht die Großwetterlage dann von Frühling in den Sommer über, was nicht selten im letzten Mai-Drittel schon Temperaturen von bis zu +30 Grad und mehr zur Folge haben kann.

Das Ausgleichsverhalten könnte für einen nassen Mai sprechen

Was spricht gegen die Statistik? Auffällig war in den letzten Jahren nach einem zu warmen und zu trockenen Winter durchwachsene Monate im Frühling, bei denen der Mai häufiger zu warm, aber auch deutlich zu nass ausfiel. Das bringt uns zur Erhaltungsneigung und dem Ausgleichsverhalten. Stark vereinfacht ausgedrückt folgt einer längeren trockenen Periode eine länger nasse Phase nach. Fällt die nasse Phase in den Mai, so wären mit stärkerer Bewölkung und weniger Sonnenschein auch nicht so hohe Temperaturen zu erwarten. Man erinnere sich nur an dem Mai 2016, als die Eisheiligen tiefere Temperaturen zur Folge hatten, wie an Weihnachten 2015.

Langfristmodell stützt eine wechselhafte Wetterphase im Mai

Schaut man sich das Langfristmodell an, so berechnet dies zum heutigen Stand eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich gegenüber dem Sollwert eine positive Entwicklung - der Mai 2017 soll also nach diesen Berechnungen zu nass ausfallen. So passt das Langfristmodell der der Theorie des Ausgleichsverhalten zum heutigen Stand ganz gut überein. Andere Langfristmodelle berechnen das mit einem ähnlichen Trend: normal bis leicht zu kühl bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung. Schaut man auch hier auf die Statistik zurück, so zeigt sich der Mai in den letzten 10 Jahren häufiger durchwachsen und wenig konstant. Ab Mitte April erfolgen an dieser Stelle regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter im Mai 2017.
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