Seit Tagen zeichnet sich in den Simulationen der Wettermodelle immer wieder das gleiche Szenario ab und wird damit zunehmend wahrscheinlicher: der Polarwirbelsplit mit nachfolgendem Winterwetter in Deutschland. Ab dem 26. November ist der Prozess des Ploarwirbelsplits abgeschlossen. Nachfolgend wird das Wetter in Mitteleuropa zunehmend wechselhafter und nasskalt. Da eine gestörte Zirkulation den "Schwung in der Wetterküche" heraus nimmt, "dümpeln" die Wettersysteme vor sich hin - es ist daher davon auszugehen, dass Sonnenschein eher Mangelware sein wird. Das Hoch auf dem Atlantik erstreckt sich bis Anfang Dezember allmählich von den Azoren über Grönland bis teilweise nach Skandinavien - das hält die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik fern von Mitteleuropa. Gleichzeitig sammelt sich über dem europäischen Nordmeer massive Kaltluft an, welche in Kombination mit einem entstehenden Tiefdrucksystem (VB-Tief) über dem Mittelmeer (28. November) langsam bis an die Alpen vorstoßen kann (Sogwirkung einer Troglage). Das hätte in tieferen Lagen unter 100 Meter nasskaltes Wetter zu Folge, in höheren Lagen kann man zum heutigen Zeitpunkt durchaus sagen, dass es winterlich werden wird. Denn dieses Tief hätte genügend Feuchtigkeit gespeichert um für Schneefälle zu sorgen. Die Trendprognosegüte liegt bei etwa 68% im relativ sicheren Bereich, die Detailprognosegüte hinkt mit einer Wahrscheinlichkeit von 48% noch hinterher. Letzten Endes kommt es auf die Positionen der Wettersysteme an. Blickt man auf die Kontrollläufe, so ist geht auch dort der Trend einheitlich zu Winterwetter Anfang Dezember. Das Langfristmodell zeigt zwischenzeitlich deutlich zu kaltes Wetter im Dezember 2012 gegenüber dem langjährigen Mittel.