Langfristmodell - was ist das? Die Langfristmodelle berechnen meist den aktuellen Zustand einfach weiter, weiter als es die Seriosität vieler Meteorologen zulässt und simulieren das Wettergeschehen über 3 bis 6 Monate hinweg. Nun sollte auch klar sein, dass man das Wetter für die nächsten 3-6 Monate nicht vorhersagen kann, schon gar nicht im Detail!

Langfristmodelle geben jedoch einen guten Anhaltspunkt darüber, wie sich eine Großwetterlage entwickeln könnte (länger andauernder Hochdruck/trocken, oder Tiefdruck/nass). Und genau hierfür sind die Langfristmodelle bestens geeignet, wenn man einen weiten Blick in die Zukunft werfen möchte um zu erfahren, wie die sich die Tendenz entwickeln könnte. Es geht hierbei gar nicht um Temperaturwerte oder Niederschlag, sondern lediglich um Aussagen wie: zu nass, zu trocken, zu warm oder zu kalt. Um das auf eine Basis zu stellen, wird der langjährige Mittelwert im Vergleich dazu herangezogen.

Ein Beispiel: das Langfristmodell berechnet im Monat August eine Temperaturabweichung von +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert bedeutet, dass es im Schnitt 2 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum (offiziell gültige Vergleichsperiode: 1961-1990; Referenzperiode: 1981-2010) sein kann. Oder anders formuliert: der Monat August wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit nach der Simulation des Langfristmodells gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm ausfallen.

Besonders spannend sind die Langzeitprognosen für die Wintermonate und hier zeigte das Langfristmodell für die Winter 20143/14, 2014/15 und 2015/16 bereits Wochen im Voraus, dass die Winter zu warm ausfallen könnten, was letztlich auch so eintraf. Die Prognosen der Langfristmodelle mögen zwar für Meteorologen nicht seriös sein, aber für eine Randnotiz sind sie immer gut.

Hier einige Links zu Langfristmodellen:

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