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Wetter Fragen - Wetterprognose und Wettervorhersage

| M. Hoffmann

Die QBO (Quasi zweijährige Schwingung, bzw. quasi-biennale Oszillation) beschreibt einen periodischen Vorgang der zonalen Winde in der tropischen Stratosphäre, der im Mittel etwa alle 2,2 Jahre auftritt. Das klingt komplex – und ist es auch. Wir möchten an dieser Stelle jedoch nicht zu tief in die theoretischen Grundlagen einsteigen, sondern vielmehr erläutern, welche Auswirkungen eine Ostphase der QBO haben kann.

Was passiert bei einem QBO-Ost?

In der tropischen unteren Stratosphäre wehen die Winde während eines QBO-Osts in östlicher Richtung. Diese Ostphase beeinflusst unter anderem die Dynamik der tropischen Stratosphäre sowie Transportprozesse von Ozon und Wasserdampf und damit auch klimatische Rückkopplungen. Zudem kann sich der vertikale Auftrieb verändern, was Auswirkungen auf die Durchmischung der Stratosphäre hat. Charakteristisch ist, dass der Ostwind im Laufe der Monate im Druck- beziehungsweise Höhenprofil langsam nach unten wandert. Ob sich daraus unmittelbare Folgen ergeben, lässt sich meist erst im weiteren Verlauf beurteilen.

Kurz zu den Unterschieden zwischen einem Major-Warming in Stratosphärenhöhe und einem QBO-Ost: Die QBO-Phase ist ein Hintergrundmodus und kein einzelnes Ereignis. Ein Major-Warming hingegen ist ein dynamisches, episodisches Extremereignis mit einer ausgeprägten thermodynamischen Störung des Polarwirbels. Der QBO kann die Kopplung zwischen Troposphäre und Stratosphäre beeinflussen, wodurch planetare Wellen leichter in die Stratosphäre eindringen können. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Störung des Polarwirbels. Ein QBO-Ost führt jedoch nicht zwangsläufig zu einem Major-Warming; der Zusammenhang ist probabilistisch und nicht deterministisch.

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