Bis +30 Grad: Sturmtief führt warme Luftmassen nach Deutschland
Spannende Wetterentwicklung steht in den kommenden Tagen bevor. Ein Skandinavientief trogt über dem östlichen Europa nach Süden aus. In der zweiten Wochenhälfte wird der Trog von einem Hochdruckrücken abgeschnürt und in ein Höhentief (Sturmimpuls) umgewandelt. Über Grönland dreht unterdessen der Polarwirbel seine Runden und lässt über dem östlichen Kanada kalte Luftmassen polaren Ursprungs weit auf den Atlantik ausströmen. Bis Donnerstag entsteht ein Sturmtief mit einem Kerndruck von 950 hPa. Auf seiner Vorderseite verstärkt es einen Hochdruckrücken, der sich weiter über Mitteleuropa ausdehnt, während der Trog über Osteuropa nach Nordosten in Richtung Barentssee zurückgeführt wird. Mit einer Südwestanströmung gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine ungewöhnlich warme Luftmasse, was am Wochenende örtlich hochsommerliche +30 Grad möglich machen kann.

Der Himmel über Deutschland zeigt sich heute wechselnd bewölkt. Insbesondere über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie über Baden-Württemberg und Bayern, dem Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen ist zum Nachmittag mit ungehindertem Sonnenschein zu rechnen. Sonst wechseln sich Sonne und Wolken ab und mit Niederschlag ist nicht zu erwarten. Bei schwachem Wind aus nördlichen Richtungen erreichen die Temperaturen +15 bis +20 Grad und über dem Südwesten bis +22 Grad.
Eine kleinräumige Störung überquert Deutschland am 23. und 24. September
Zwischen dem Hochdruckkeil und dem Störimpuls über Osteuropa zieht eine kleinräumige Störung am 23. und 24. September (Mittwoch und Donnerstag) von Nordwest nach Südost über Deutschland hinweg.
So ist nördlich einer Linie zwischen Köln und dem Berchtesgadener Land mit etwas Niederschlag zu rechnen, dessen Höhepunkt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu erwarten ist und am Donnerstagnachmittag Deutschland bereits nach Südosten verlassen wird. Der Wind frischt phasenweise böig aus nordwestlichen Richtungen kommend auf und kann an den Küsten von Nord- und Ostsee für stürmische Böen sorgen. Die Temperaturen schwanken zwischen +17 bis +22 Grad und können mit Niederschlag am Donnerstag um die +15 Grad-Marke schwanken.
Hochdruckwetter zum Wochenende
Der Hochdruckkeil über dem Atlantik kippt vom 25. bis 27. September über Deutschland nach Osten ab und sorgt für aufgelockerte Bewölkung. Nach Auflösung frühmorgendlicher Nebelfelder ist verbreitet mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen.
Temperaturen von bis +30 Grad sind nicht auszuschließen
Da sich der Tiefdruckwirbel über Island weiter verstärkt und einen Kerndruck von bis 950 hPa erreicht, intensiviert das Tief im Zusammenspiel mit den Hochdruckkeil über Mitteleuropa den Zustrom ungewöhnlich warmer Luftmassen, was de Temperaturen vom Freitag mit +17 bis +22 Grad und über dem Südwesten bis +27 Grad bis Sonntag auf +20 bis +25 Grad ansteigen lässt. Über Teilen des Saarlands, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern werden +24 bis +28 Grad erreicht und entlang des Rheingrabens sind örtlich bis +30 Grad möglich.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose - Sind +30 Grad und mehr auch im Oktober möglich?









