Ein Blockadehoch und ein Störimpuls dominieren das Wetter über Deutschland
Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien beginnt heute nach Süden auszutrogen, während auf dem Atlantik ein Hochdrucksystem weit nach Norden aufstrebt. Im Zusammenspiel mit einem weiteren Tiefdrucksystem zwischen Grönland und Island meridionalisiert das Strömungsmuster und dreht den Wind über Deutschland auf nördliche Richtungen. Im weiteren Verlauf der Woche wird der Trog über Osteuropa von einem sich über Skandinavien bis über die Barentssee ausdehnenden Hochdruckrücken abgeschnürt und in ein Störimpuls umgewandelt. Dieser dreht über Osteuropa seine Runden und kann ab der Wochenmitte auch das Wetter über Deutschland beeinflussen.

Der Tag beginnt südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg noch mit Sonnenschein, doch im Tagesverlauf verdichtet sich die Bewölkung von Nordwesten und trübt den Sonnenschein weitgehend ein. Ein schwaches Niederschlagsband bringt bereits am Vormittag entlang eines breiten Streifens zwischen Köln und Berlin etwas Regen. Im Laufe des Nachmittags verlagert sich das Niederschlagsfeld über Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Bayern nach Südosten und kann zu den Abendstunden auch über Baden-Württemberg den ein oder anderen Schauer bringen. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung bei leicht erhöhter Schaueraktivität auf und die sonnigen Momente mehren sich. Der Wind weht böig aus westlichen Richtungen und kann über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee stürmische Böen bringen. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad und ganz über dem Südwesten sind bis +24 Grad möglich.
Wind dreht am 21. und 22. September auf nördliche Richtungen
Im Zusammenspiel mit dem nach Norden aufkeilenden Atlantikhoch und dem nach Süden austrogenden Tiefdrucksystem über Skandinavien dreht die Grundströmung über Deutschland auf Nordwest. Am Montag zeiht starke bis wechselnde Bewölkung auf, welche über den östlichen Landesteilen etwas Niederschlag bringt, sonst bleibt es trocken. Der Wind weht phasenweise böig aus nordwestlichen Richtungen und kann an den Küsten von Nord- und Ostsee noch stürmische Böen bringen. Die Temperaturen pendeln sich auf +15 bis +20 Grad ein, wobei ganz über dem Südwesten bis +22 Grad möglich sein können.
Am Dienstag ändert sich an der Wetterlage wenig. Der Wind aus nördlichen Richtungen schwächt sich im Tagesverlauf ab und bei auflockernder Bewölkung dominiert der Sonnenschein das Himmelsbild. Niederschlag ist nicht mehr zu erwarten und die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad.
Schwache Störung überquert Deutschland am 23. und 24. September
Entlang der Gradienten zwischen dem nach Norden aufstrebenden Hochdrucksystem und dem nach Süden austrogenden Tiefdruckgebiet entsteht am 23. und 24. September (Mittwoch und Donnerstag) eine kleine Randtiefentwicklung - kaum größer als ein Bundesland und überquert Deutschland von Mittwochabend bis Donnerstagnachmittag von Nordwest nach Südost.
So beginnt der Mittwoch vielerorts bei wechselnder Bewölkung mit viel Sonnenschein. Östlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock scheint die Sonne nahezu ungehemmt von einem blauen Himmel. Im Tagesverlauf trübt sich der Himmel von Nordwest nach Südost zügig durch aufziehende Bewölkung ein. Zu den späten Nachmittagsstunden setzt über Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Niederschlag ein, der sich in der Nacht auf Donnerstag nach Südosten ausdehnt und in der ersten Tageshälfte insbesondere über Bayern noch etwas Regen bringen kann.
Am Donnerstag ist über der Südhälfte so gut wie kein Sonnenschein zu erwarten, nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden kommt die Sonne dagegen häufiger zum Vorschein. Der Wind weht nach wie vor böig aus nördlichen Richtungen. Die Temperaturen bleiben mit +17 bis +22 Grad nahezu unverändert, können bei länger andauerndem Niederschlag aber auf bis +13 Grad zurückgehen.
Störimpuls nähert sich am 25. September Deutschland
Der Trog über Osteuropa wird am 25. September (Freitag) durch das Blockadehoch abgeschnürt und in ein sogenanntes Höhentief umgewandelt. Das Hoch baut sich westlich von Europa auf und dehnt sich über Skandinavien in Richtung Barentssee aus. Das Höhentief kann am Freitag mit seinen westlichen Gradienten Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen beeinflussen. Weiter nach Westen bleibt es bei wechselnder Bewölkung verbreitet sonnig und trocken. Der Wind weht böig aus nordwestlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad und verweilen über Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin teils unter der +15 Grad-Marke.

- 13:00 Uhr: Wettervorhersage: Hochdruckdominiertes und trockenes Wetter auch im Oktober?









