Skandinavientief und Azorenhoch verändern die Wetterlage im September
Der Polarwirbel dreht in den kommenden Tagen im Bereich zwischen dem östlichen Kanada und Grönland voll auf und lässt kalte Luftmassen polaren Ursprungs weit nach Süden auf den Atlantik strömen. Die Kaltluft provoziert zum Beginn der letzten Septemberdekade über Island ein Sturmtief und Deutschland gerät zunehmend in dessen Einflussbereichs. Bis zum 21. September verlagert sich das Tiefdrucksystem zügig in Richtung Skandinavien und lässt auf seiner Rückseite einen Keil des Azorenhochs nach Norden aufstreben. Die Frontalzone wird blockiert und das Wetter über Deutschland kippt erneut.

Der Tag beginnt heute entlang eines breiten Streifens zwischen Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern bei wechselnder Bewölkung verbreitet mit Sonnenschein. Über dem Südosten sind noch die letzten Reste des Tiefdrucksystems vom Vortag zu erwarten, während von Westen starke Bewölkung des Sturmtiefs aufzieht und den Sonnenschein im Tagesverlauf von West nach Ost eintrübt. Mit nennenswertem Niederschlag ist zunächst nicht zu rechnen, doch beginnt es ab den Nachmittagsstunden über dem Nordwesten zu regnen, der sich bis zu den Abendstunden entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern nach Südosten ausdehnen kann.
Der Wind kommt schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen und frischt über dem Nordwesten stark böig auf. An den Küsten der Nordsee kann der Wind auch stürmisch werden. Die Temperaturen pendeln sich auf +17 bis +22 Grad ein und können im Südwesten örtlich bis +24 Grad erreichen.
Leicht wechselhaftes Wetter am 18. und 19. September
Die schwache Niederschlagsfront dehnt sich in der Nacht auf den 18. September (Freitag) nach Osten aus und bringt nur noch geringfügigen Niederschlag. Verbreitet bleibt es trocken. Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung von Westen auf, sodass Mit einem Sonne-Wolken-Mix ein trockener Septembertag zu erwarten ist.
Im weiteren Verlauf nimmt das Sturmtief über Island Kurs auf Skandinavien und führt mit einem zunehmend böigen Wind noch in der Nacht auf den 19. September (Samstag) starke Bewölkung von West nach Ost über Deutschland. Der Sonnenschein trübt sich größtenteils ein. Sonnige Momente sind südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg jedoch weiterhin möglich.
Einzelne Schauer können auftreten, beschränken sich jedoch auf die Nordhälfte Deutschlands. Der Wind kommt über dem Süden schwach aus südwestlichen Richtungen. Nach Norden kann der Wind stark böig und an den Küsten von Nord- und Ostsee auch stürmisch auffrischen.
Die Temperaturen pendeln sich auf +18 bis +22 Grad ein und können in den sonnigen Momenten bis +24 Grad erreichen. In Schauernähe kühlt es auf Werte bis +15 Grad ab.
Am 20. September streift ein Sturmtief den Norden von Deutschland
Am 20. September (Sonntag) erreicht das Sturmtief Skandinavien und beeinflusst mit seinen südlichen Gradienten das Wetter etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden. Dort zeigt sich der Himmel in der Nacht auf Sonntag verbreitet stark bewölkt. Mit einem strammen bis stürmischen Wind aus südwestlichen Richtungen werden Niederschlagsfelder von West nach Ost über Deutschland hinweggeführt. Diese verlassen Deutschland zu den Nachmittagsstunden nach Osten.
Weiter nach Süden lässt der Wind nach und die Niederschlagstätigkeit klingt, wobei durchaus noch vereinzelte Schauer möglich sein können. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad und über dem Südwesten örtlich bis +25 Grad.
Skandinavientief trogt am 21. und 22. September nach Süden aus
Das Sturmtief hat am 21. September (Montag) Skandinavien erreicht und lässt auf seiner Rückseite einen Keil des Azorenhochs weit nach Norden aufstreben. Infolge meridionalisiert die Grundströmung (Nord-Süd; Süd-Nord).
So dreht der Wind zum Start in die neue Woche über Deutschland auf nordwestliche Richtungen und kann am Montag noch stark böig auffrischen. An den Küsten ist weiterhin stürmischer Wind möglich. Der Wind treibt lockere Wolkenfelder über Deutschland hinweg, die über den östlichen Landesteilen noch den ein oder anderen Schauer bringen können. Verbreitet bleibt es jedoch trocken. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad und können in den Nächten auf +8 bis +12 Grad zurückgehen. Klart der Himmel auf, können die Temperaturen sich der +5 Grad-Marke nähern.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Das Wetter kippt - doch in welche Richtung? Trockenes und warmes Spätsommerwetter oder doch der windige und nasse Frühherbst?










