Deutschland vor dem Wetterumschwung: Hitze und Unwettergefahr
Ein Tiefdruckgebiet entwickelt sich heute auf dem Atlantik bei Island und intensiviert sich bis zum Start in die neue Woche zu einem Sturmtief. Auf seiner Vorderseite drückt das Tief einen Hochdruckrücken über Mitteleuropa weit nach Norden. Im Verbund der beiden Wettersysteme werden ungewöhnlich warme, feuchte und instabile Luftmassen nach Deutschland geführt. So kann zum Start in die neue Woche der womöglich letzte Hitzetag des Jahres erwartet werden. Bis Mitte der Woche verlagert sich dieses Sturmtief unter Abschwächung weiter in Richtung Skandinavien und beginnt zur Wochenmitte nach Süden auszutrogen. Währenddessen schiebt sich auf dem Atlantik ein Hochdruckkeil nach Norden, was im Verbund der beiden Wettersysteme kühlere Luftmassen aus nordwestlichen nach Deutschland führt.

So zeigt sich der Himmel heute mit dem sich nach Norden aufwölbenden Hochdrucksystem über Deutschland meist wolkenlos. Verbreitet ist mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Mit Niederschlag ist nicht zu erwarten. Der Wind kommt meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +18 bis +22 Grad und über dem Südwesten örtlich bis +26 Grad.
7. September: Bis +32 Grad - Der letzte Hitzetag des Jahres
Zum Start in die neue Woche intensiviert sich zwischen dem Hochdruckrücken über Mitteleuropa und dem Tief auf dem Atlantik der Zustrom ungewöhnlich warmer und instabiler Luftmassen aus südwestlichen Richtungen. So nimmt die Bewölkung am 7. September (Montag) über Deutschland zu und im Tagesverlauf sind lokale Schauer und Gewitter nicht auszuschließen. Verbreitet bleibt es jedoch trocken. Der Wind kommt aus südlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen zum Nachmittag Höchstwerte von verbreitet +25 bis +30 Grad und ganz über dem Südwesten örtlich bis +32 Grad, was den möglich letzten Hitzetag des Jahres möglich machen kann. Der Taupunkt steigt auf +14 bis +19 Grad an und führt eine drückende und für manche Personengruppen belastende Schwüle mit sich.
8. und 9. September: Unwettergefahr erhöht sich über Deutschland
Die Bewölkung nimmt am 8. September von Westen zu und trübt den Sonnenschein im Tagesverlauf nördlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Dresden zunehmend ein. Ab den Nachmittagsstunden setzen von Nordwesten die ersten Schauer und Gewitter ein. In der Nacht auf Mittwoch dehnen sich die Schauer und Gewitter weiter nach Süden aus, was südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin zu teils unwetterartigen Wetterereignissen führen kann.
So sind neben Blitz- und Hagelschlag auch Stark- und Platzregen sowie lokale Überflutungen und Sturzfluten und stürmische Windböen möglich. Am Mittwoch hängt die Front dann über den Alpen fest. Östlich einer Linie zwischen dem Bodensee und Dresden wird die Fronte voraussichtlich noch für länger andauernden und insbesondere über den Alpen auch für unwetterartigen Dauerniederschlag sorgen können. Rückseitig lässt die Niederschlagsaktivität nach - die Wolkendecke lockert auf und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. Der Wind kommt phasenweise böig aus westlichen bis südwestlichen Richtungen und die Temperaturen gehen von Dienstag mit +20 bis +25 Grad und vor Eintreffen der Unwetterfront mit bis +30 Grad bis zum Mittwoch auf +17 bis +22 Grad zurück.
10. September: Ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Schauern
Das Tief über Island erreicht am 10. September (Donnerstag) Skandinavien und bringt Deutschland in den Einflussbereich seiner südlichen Gradienten. So ist der Wind über der Nordhälfte stark böig und an den Küsten von Nord- und Ostsee auch stürmisch aus westlichen Richtungen kommend. Bei wechselnder Bewölkung führt dies insbesondere über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu gelegentlichen Schauern. Weiter nach Süden ist mit trockenem Wetter zu rechnen. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad.
11. September: Neue Regenfront festigt den Wetterumschwung
Am 11. September (Freitag) erreicht das nächste Frontensystem Deutschland. So nimmt im Tagesverlauf von Westen die Bewölkung rasch zu und nachfolgend setzt von Westen Niederschlag ein, der bis zu den Abendstunden nördlich einer Linie zwischen Mannheim und Usedom für teils kräftigen und lokal auch kräftigen Niederschlag sorgen kann. Weiter nach Süden bleibt es zunächst noch trocken, bevor in der Nacht auf den 12. September (Samstag) der Regen auch auf die südöstlichen und östlichen Landesteile übergreifen kann. Der Wind frischt stark böig aus südwestlichen Richtungen kommend auf und die Temperaturen pendeln sich auf +15 bis +20 Grad ein. Bei länger andauerndem Niederschlag können die Temperaturen auch unterhalb der +15-Grad-Marke liegen.

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