Deutschland zwischen den Fronten - wechselhafter Norden, teils schwül-heißer Süden
Zwischen Grönland, Island und England entwickelt sich aktuell ein Tiefdrucksystem und baut bereits zum Wochenende eine Querverbindung zu einem weiteren Tiefdruckgebiet über Skandinavien auf. Dies setzt die Hochdruckzone über Mitteleuropa zunächst unter Druck und drängt diese nach Süden. Doch bereits zum Sonntag entsteht bei Island schon das nächste Tief, was nicht nur kräftiger ist, sondern auf seiner Vorderseite den Hochdruckrücken über Mitteleuropa erneut nach Norden streben lässt und so das Wetter über Deutschland mit teils hochsommerlichen Temperaturen und zunehmender Schwüle dominieren kann.

Der Himmel über Deutschland zeigt sich heute überwiegend stark bewölkt. Zu den Nachmittagsstunden sind über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin sowie über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern ein paar sonnige Momente möglich. Etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und dem Bayerischen Wald geht aus den Wolken zeitweiliger Niederschlag hervor. Nennenswert fällt dieser jedoch nur entlang der Küsten von Nord- und Ostsee sowie über Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg aus. Sonst bleibt es verbreitet trocken. Der Wind frischt aus südwestlichen Richtungen stark böig auf und kann über den nördlichen Landesteilen starke Windböen bringen. Die Temperaturen pendeln sich auf +18 bis +24 Grad ein und ganz über dem Südwesten sind örtlich bis +26 Grad möglich.
4 .bis 5. September: Eine Störung überquert Deutschland von Nord nach Süd
Im Zeitraum vom 4. bis 5. September (Freitag und Samstag) dehnt sich ein Tiefdruckausläufer über Skandinavien weiter nach Süden aus und bestimmt zunehmend das Wetter über Deutschland. Am Freitag nimmt die Bewölkung nördlich einer Linie zwischen Stuttgart und München zu und mit nennenswertem Sonnenschein ist nicht zu rechnen.
Noch in der Nacht auf Freitag setzt von Norden her Regen ein. Dieser dehnt sich bis zu den Nachmittagsstunden nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden nach Süden in Richtung der Mittelgebirge aus und intensiviert sich zu den Abendstunden entlang dieser Linie. Weiter nach Süden bleibt es weitgehend trocken. In der Nacht auf Samstag dehnt sich das Niederschlagsfeld unter Abschwächung weiter nach Süden aus, doch reicht es über Baden-Württemberg und Bayern noch für ein paar wenige Regentropfen.
Die Temperaturen erreichen am Freitag nördlich der Linie zwischen Köln und Dresden +17 bis +22 Grad, weiter im Süden sind mit +25 bis +30 Grad und ganz über dem Südwesten sogar bis +32 Grad nicht nur sommerliche, sondern auch hochsommerliche Temperaturen möglich. Mit dem Durchzug des Niederschlagsbandes kühlt es am Samstag auf +17 bis +23 Grad ab und in den sonnigen Momenten sind örtlich bis +25 Grad möglich. Der Wind kommt am Freitag noch stark böig aus südwestlichen Richtungen, dreht im Laufe des Samstags auf nordwestliche Richtungen und kann entlang der Küsten von Nord- und Ostsee stürmische Windböen bringen.
6. September: Sonniges Spätsommerwetter
Eine schwache Hochdruckzone baut sich am 6. September (Sonntag) über Deutschland auf. Der Himmel zeigt sich meist wolkenlos und verbreitet ist mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Niederschlag ist nicht zu erwarten. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen steigen auf +20 bis +25 Grad. Ganz über dem Südwesten sind örtlich bis +30 Grad möglich.
7. bis 8. September: Unbeständiges Septemberwetter
Dem Hochdruckgebiet gelingt es im Zeitraum vom 7. bis 8. September (Montag und Dienstag) nicht, die Wetterlage über Deutschland zu stabilisieren. Der Grund ist ein weiterer Tiefdruckausläufer, der sich von Island aus Deutschland nähert und auf seiner Vorderseite vergleichsweise warme, feuchte und instabile Luftmassen nach Deutschland führt.
Die neue Woche beginnt verbreitet noch mit Sonnenschein, bevor bereits zu den Vormittagsstunden des Montags mächtige Quellwolken hochschießen und zum Nachmittag die ersten Schauer und Gewitter nach Deutschland führen.
Die Temperaturen erreichen +24 bis +28 Grad und örtlich bis +30 Grad. Der Taupunkt liegt zwischen +14 und +18 Grad und ist ein Maßstab für eine durchaus belastende und drückende Schwüle. Zum Dienstag nähert sich dann ein weiterer Ausläufer der Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik Deutschland und bringt neben starker Bewölkung auch ein Niederschlagsfeld, das Deutschland von West nach Ost überquert. Der Wind frischt aus südwestlichen Richtungen auf und lässt die Temperaturen vor dem Niederschlagsfeld noch auf +24 bis +28 Grad ansteigen, danach gehen die Werte auf +15 bis +19 Grad zurück.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Ein Blockadehoch kommt und sorgt für eine gestörte Zirkulation, doch ist dessen Position entscheidend, ob sich der Spätsommer erhält, oder der Frühherbst wird Einzug halten können.









