Tiefdrucksysteme ziehen in Richtung Skandinavien: Wechselhafter Norden, ungewöhnlich warmer Süden
Die Tiefdrucksysteme verlagern sich vom Atlantik kommend in den kommenden Tagen weiter in Richtung Skandinavien und bekommen von Island aus weiteren Nachschub, sodass sich über Deutschland zunächst einmal die südwestliche Anströmung der Luftmassen erhält, bevor zwischen dem 5. und 6. September die Großwetterlage mit einem Tiefdruckwirbel bei Island und einem weiteren über dem westlichen Russland über Deutschland in eine völlig andere Richtung kippt.

Über Deutschland zeigt sich der Himmel heute stark bis wechselnd bewölkt. Nur über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und über dem Südosten von Bayern sind ein paar Schauer möglich, während es über dem Rest von Deutschland weitgehend trocken bleibt. Der Wind weht über dem Norden phasenweise böig aus südwestlichen Richtungen, sonst schwach aus überwiegend unterschiedlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen zum Nachmittag Höchstwerte zwischen +18 und +24 Grad.
3 bis 4. September: Maritim beeinflusster Norden, hochsommerlicher Süden
Die Tiefdrucksysteme dehnen sich im Zeitraum vom 3. bis 4. September (Donnerstag und Freitag) weiter in Richtung Skandinavien aus und beeinflussen mit ihren südlichen Gradienten zunehmend das Wetter über dem Norden Deutschlands. Von Süden drückt die Hochdruckzone über der Mittelmeerregion dagegen, sodass sich über Deutschland eine zweigeteilte Wetterlage einstellt.
Am Donnerstag zeigt sich der Himmel nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg überwiegend stark bewölkt und es ist mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen. Diese intensivieren sich zum Abend von Westen und breiten sich in der Nacht auf Freitag zunächst nördlich einer Linie zwischen Münster und Berlin aus, ehe sie im Tagesverlauf etwa bis zu einer Linie nördlich von Saarland und Sachsen nach Süden vorankommen.
Anders die Situation weiter südlich: Dort bleibt das Wetter überwiegend trocken und zeigt sich bei aufgelockerter Bewölkung verbreitet sonnig. Der Wind weht am Donnerstag über dem Norden phasenweise böig und über dem Süden schwach aus südwestlichen Richtungen und kann am Freitag mit der sich intensivierenden Niederschlagsfront stark böig bis stürmisch auffrischen.
Die Temperaturen erreichen am Donnerstag verbreitet +18 bis +24 Grad und ganz über dem Südwesten bis +27 Grad. Am Freitag können die Temperaturen nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin auf +14 bis +18 Grad zurückgehen, während sie weiter südlich auf +25 bis +30 Grad und ganz im Südwesten sogar bis +32 Grad in den sommerlichen bis hochsommerlichen Bereich ansteigen können.
5. September: Der Regen verlagert sich nach Süden
Das Niederschlagsfeld dehnt sich in der Nacht auf den 5. September (Samstag) weiter nach Süden aus und erreicht zu den Vormittagsstunden Baden-Württemberg und Bayern. Bis zu den Nachmittagsstunden ist etwa südlich einer Linie zwischen Mannheim und Nürnberg mit zeitweiligem, teils auch kräftigem Niederschlag zu rechnen, der zu den Nachmittagsstunden nach Südosten abzieht. Nachfolgend lockert die Bewölkung - wie über dem Rest von Deutschland - auf und es stellt sich ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken ein. Der Wind dreht auf nordwestliche Richtungen und kann über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee stark böig bis stürmisch auffrischen. Die Temperaturen gehen auf +18 bis +24 Grad zurück.
6. September: Sonniges und trockenes Spätsommerwetter
Ein Zwischenhoch dehnt sich am 6. September (Sonntag) über Deutschland aus. Der Himmel zeigt sich meist aufgelockert bewölkt und mit Niederschlag ist nicht zu rechnen. Der Wind weht schwach aus südlichen Richtungen und lässt die Temperaturen bis zum Nachmittag südlich einer Linie zwischen Münster und Dresden auf +20 bis +25 Grad und ganz im Südwesten sogar auf bis zu +29 Grad ansteigen. Weiter nördlich bleibt es mit +18 bis +22 Grad etwas frischer.
Die nächste Front erreicht Deutschland
Am 7. September (Montag) verlagert sich die nächste Tiefdruckfront in Richtung Skandinavien und streift mit ihren Ausläufern Deutschland. Der Wind dreht auf südwestliche Richtungen und bringt neben starker bis wechselnder Bewölkung auch ein paar Schauer nach Deutschland. Verbreitet bleibt es jedoch trocken. Die Temperaturen erreichen +18 bis +24 Grad und entlang eines breiten Streifens zwischen Köln und München können bis zu +28 Grad erwartet werden.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Veränderungen der Großwetterlage - In welche Richtung kippt das Wetter - Frühherbst oder Spätsommer?









