Deutschland gerät zwischen die Wetterfronten: Norden unbeständig, Süden bis 33 Grad
Tiefdruckgebiete ziehen in den kommenden Tagen von Grönland und Island über das europäische Nordmeer in Richtung Skandinavien und schieben auf ihrer Vorderseite einen Hochdruckkeil des Azorenhochs vor sich her. Deutschland gerät so zwischen die Fronten der Tiefdruckgebiete und des Hochdruckrückens in eine Südwestwetterlage, was über dem Norden unbeständiges und über dem Süden teils ungewöhnlich warmes Wetter bringt.

Der Himmel zeigt sich in der ersten Tageshälfte stark bis wechselnd bewölkt. Insbesondere über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie entlang der Mittelgebirge sind ein paar Schauer möglich. Sonst lockert die Bewölkung im Tagesverlauf mehr und mehr auf, sodass verbreitet trockenes Wetter mit viel Sonnenschein zu erwarten ist. Der Wind weht über dem Norden phasenweise böig und über dem Süden schwach aus südwestlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen +18 bis +24 Grad und über dem Südwesten sind örtlich bis +26 Grad möglich.
2. September: Von Westen zieht starke Bewölkung mit ersten Schauern auf
Ein Tiefdruckausläufer nähert sich am 2. September (Mittwoch) von Westen Deutschland und lässt die Bewölkung im Tagesverlauf weiter zunehmen. Nur über den östlichen Mittelgebirgen sowie über den Küstenregionen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind ein paar Schauer möglich. Sonst bleibt es bei schwachen Winden aus südwestlichen Richtungen weitestgehend trocken. Die Temperaturen erreichen +18 bis +24 Grad, über dem Südwesten örtlich bis +25 Grad.
3. bis 4. September: Sturmgefahr über dem Norden, bis 33 Grad über dem Süden
Im Zeitraum vom 3. bis 4. September (Donnerstag und Freitag) dehnen sich Tiefdruckausläufer von Island in Richtung Skandinavien aus und beeinflussen mit ihren südlichen Gradienten das Wetter über der Nordhälfte von Deutschland. An beiden Tagen zeigt sich der Himmel nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden überwiegend stark bewölkt und nördlich der Linie zwischen Münster und Berlin ist mit zeitweiligen Niederschlägen zu rechnen. Diese verstärken sich am Freitagnachmittag von Nordwesten und können sich in der Nacht auf Samstag in Richtung der Mittelgebirge weiter nach Süden ausdehnen. Der Wind frischt stark böig auf und über exponierten Lagen sowie an den Küsten von Nord- und Ostsee stürmisch aus südwestlichen Richtungen.
Völlig anders stellt sich die Situation südlich der Linie zwischen Köln und Dresden dar: Dort zeigt sich der Himmel meist wolkenlos und verbreitet ist mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Entsprechend unterschiedlich sind die Temperaturen. Am Donnerstag pendeln sie sich noch einheitlich auf +22 bis +26 Grad ein, bei Niederschlag auf bis +17 Grad. Am Freitag steigen sie über dem Norden auf +18 bis +24 Grad und südlich der Linie zwischen Köln und Berlin auf +25 bis +30 Grad in den sommerlichen Bereich, wobei ganz über dem Südwesten örtlich mit bis +33 Grad auch Hitze möglich ist.
5. September: Regen zieht nach Süden, danach wird es spürbar kühler
Die Niederschlagsfront vom Freitag dehnt sich in der Nacht auf den 5. September (Samstag) weiter nach Süden aus. So beginnt der Tag dort mit starker Bewölkung und zeitweiligem Niederschlag, der zu den Nachmittagsstunden zügig nach Südosten abzieht. Nachfolgend lässt die Niederschlagstätigkeit nach und bei auflockernder Bewölkung kommt - wie bereits über dem Norden - häufiger die Sonne zum Vorschein. Der Wind dreht auf nordwestliche Richtungen und kann über dem Nordosten sowie den Küsten von Nord- und Ostsee stark böig bis stürmisch auffrischen. Der Wind führt frischere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen auf +18 bis +24 Grad zurückgehen lassen kann.
6. September: Ruhiges und sonniges Spätsommerwetter
Ein Zwischenhoch etabliert sich am 6. September (Sonntag) über Deutschland. Bei verbreitet aufgelockerter Bewölkung ist vielfach mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Niederschlag ist nicht mehr zu erwarten. Der Wind dreht schwach auf südliche Richtungen, die Temperaturen pendeln sich auf +20 bis +25 Grad ein, wobei über den westlich gelegenen Ballungsgebieten sowie über dem Südwesten örtlich bis +28 Grad möglich sind.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Ein Blockadehoch wird über den weiteren Verlauf des Spätsommers entscheiden









