Atlantische Tiefdruckgebiete rücken näher: Der Spätsommer wird unbeständiger
Der Spätsommer gerät in den kommenden Tagen durch eine Aktivierung der atlantischen Frontalzone über Deutschland ordentlich unter Druck. Nach und nach formieren sich bis in den September hinein die Tiefdruckfronten und schließen sich bis zum 3. September zu einem über Island liegenden Tiefdrucksystem zusammen. So entstehen die Grundlagen für eine Westwetterlage (zonal verlaufende Grundströmung). Entscheidend ist jedoch, ob sich das Blockadehoch zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland noch dagegen stemmen und die Grundströmung auf südwestliche Richtungen dreht. Die Vorhersagemodelle zeigen hier noch unterschiedliche Lösungen.

Der Tag beginnt heute bei aufgelockerter Bewölkung verbreitet mit Sonnenschein. Nach Norden werden die Wolken dichterund dort sind vereinzelt auch ein paar Schauer möglich. Zu den Nachmittagsstunden verdichtet sich von Westen die Bewölkung und in den späten Nachmittagsstunden erreichen die ersten Schauer und örtlichen Gewitter den Westen Deutschlands. In der Nacht dehnen sie sich über Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern weiter aus. Weiter nach Süden fällt die Niederschlagstätigkeit eher gering aus. Der Wind weht phasenweise böig aus südwestlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad.
Wechselhaftes und windiges Wetter über Norddeutschland
Am Sonntag zieht ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet über die Nord- und Ostsee nach Osten ab und verstärkt den Wind etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden. Neben starken Windböen sind über exponierten Lagen und an den Küsten von Nord- und Ostsee auch stürmische Böen möglich. Ein paar Schauer ziehen über die Küstenregionen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hinweg, sonst bleibt es weitgehend trocken. Weiter im Süden lässt der Wind nach, bleibt aber böig und im Tagesverlauf nehmen die Wolken zu. Ab den Abendstunden können etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg teils kräftige Schauer und Gewitter auftreten. Die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad.
Schauer und Gewitter breiten sich zum Wochenstart weiter aus
Die Südwestanströmung instabiler Luftmassen bleibt auch zum Start in die neue Woche erhalten. Der Wind weht böig aus südwestlichen Richtungen und kann über exponierten Lagen stürmische Böen bringen. Nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin zeigt sich der Himmel meist stark bewölkt und zeitweise sind kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten, die sich zu den Abendstunden auch auf die südlichen Landesteile bis an die Alpen ausdehnen können. Bis dahin überwiegt über den südlichen Landesteilen der Sonnenschein. Die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad und können in Schauernähe auch auf +17 Grad zurückgehen.
Südwestwetterlage hält sich bis in den September und bringt neue Schauer
Die Frontensysteme, die vom Atlantik kommend das Blockadehoch über Skandinavien weiter nach Osten zurückdrängen, erhalten im Zeitraum vom 1. bis 3. September (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) die Südwestwetterlage. So bleibt auch die instabile und zu Schauern und Gewittern neigende Wetterlage bestehen. Der Himmel zeigt sich meist stark bis wechselnd bewölkt. Am Dienstag sind vor allem über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein paar Regenschauer möglich, die am Mittwoch nachlassen. In der Nacht auf Donnerstag nimmt die Schaueraktivität wieder zu und sorgen über ganz Deutschland für wechselhaftes Wetter, bevor die Schauer am Donnerstagvormittag nach Osten abziehen und rückseitig einen trocken Septembertag möglich machen. Die Temperaturen erreichen meist +20 bis +25 Grad und gehen in Schauernähe auch auf +17 Grad zurück.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Spätsommer oder Frühherbst - Zieht sich das Blockadehoch über Skandinavien zurück, oder stemmt es sich gegen die Frontalzone?









