Wettervorhersage: Sturmfront und Hochdruckkeil - Dem Herbststurm folgt der Sommer
Mit einem Tief, das sich heute nach Skandinavien verlagert, frischt der Wind über Deutschland stark böig aus südwestlichen Richtungen kommend auf und kann über der Nordhälfte mit stürmischen Windböen einiges durcheinanderwirbeln. Dazugehörige Schauerfronten sorgen zudem für abwechslungsreiches Wetter. Das ändert sich in der zweiten Wochenhälfte, wenn sich ein Hochdruckkeil von Süden nach Mitteleuropa schiebt und mit einem Temperatursprung sommerliche und unter bestimmten Voraussetzungen hochsommerliche Temperaturen zur Folge hat.
Sturmfront. Zum Auftakt in die neue Woche liegen weite Teile Deutschlands im Einflussbereich eines Sturmtiefs, das sich nach Skandinavien verlagert. So frischt der Wind am 15. und 16. September (Mo. und Di.) über dem Süden böig auf und intensiviert sich mit jedem Kilometer nach Norden. Nördlich der Linie zwischen Köln und Dresden sind starke und über exponierten Lagen stürmische Windböen möglich. Über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lassen sich schwere Sturmböen nicht auszuschließen. Über dem Landesinneren werden Maximalböen von bis 70 km/h, über exponierten Lagen bis 90 km/h und über den Küsten bis 110 km/h simuliert. Aus den vorüberziehenden Wolkenfeldern können sich immer wieder Schauer lösen, die am Montag noch vermehrt über Baden-Württemberg und Bayern sowie am Montag und Dienstag entlang der Küsten auftreten können. Dazwischen bleibt es weitgehend trocken und längere sonnige Abschnitte sind möglich. Die Temperaturen erreichen am Montag +20 bis +25 Grad und sinken am Dienstag auf +15 bis +20 Grad ab.
Eine weitere Front überquert Deutschland
Eine weitere Tiefdruckfront überquert Deutschland am 17. September (Mi.) von West nach Ost. Der Wind bleibt über der Nordhälfte böig strukturiert und kann über den Küsten für stürmische Windböen von bis 80 km/h sorgen. Zeigt sich der Himmel nördlich einer Linie zwischen Rheinland-Pfalz und dem Bayerischen Wald überwiegend stark bewölkt, so ist weiter südlich mit einem nahezu blauen Himmel und einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. So beschränkt sich der Niederschlag auf eine Linie nördlich zwischen Köln und Dresden, deren Schwerpunkt zum einen direkt entlang der Linie sowie über den Küsten liegen kann. Die Temperaturen erreichen +15 bis +18 Grad und können über dem Südwesten auf bis +22 Grad ansteigen.
Spätsommerliches Septemberwetter über dem Süden
Ein Hochdruckkeil schiebt sich am 18. September (Do.) von Süden weiter nach Norden. Die Bewölkung lockert südlich der Linie zwischen dem Saarland und Dresden weiter auf. Bei einem verbreitet wolkenlosen Himmel ist erneut mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen, was die Temperaturen auf +20 bis +25 Grad ansteigen lässt. Weiter nach Norden verdichtet sich die Bewölkung, und sonnige Momente sind eher selten. Dafür gibt es entlang der Mittelgebirge und der Küsten zeitweiligen Niederschlag, der regional länger andauernd und so auch ergiebig ausfallen kann. Die Temperaturen erreichen bei mäßigen und über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auch stürmischen Winden aus westlichen Richtungen +17 bis +20 Grad.
Ungewöhnlich hohe Temperaturen - Sommerwetter im September
Das Hoch dehnt sich am 19. und 20. September (Fr. und Sa.) weiter nach Norden aus und dominiert das Wetter mit viel Sonnenschein über fast ganz Deutschland. Die Ausnahme zeigt sich über dem Norden, wo vorüberziehende Wolkenfelder den Sonnenschein gelegentlich eintrüben können. Der Wind schwächt sich ab und kommt kaum wahrnehmbar aus südlichen Richtungen. Die Temperaturen steigen kräftig an und können bis Samstag zu Maximalwerten von +25 bis +30 Grad führen. Damit bewegen sich die Werte im sommerlichen bis hochsommerlichen Bereich. Niederschlag ist an beiden Tagen nicht zu erwarten.
| Datum | Wetter | Temperatur | Wind | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| 15.–16. September | Wechselhaft mit Schauern, teils sonnig | Mo: 20–25 Grad, Di: 15–20 Grad | Böig bis stürmisch, Küsten bis 110 km/h | Schwere Sturmböen an Nordseeküste möglich |
| 17. September | Front mit Regen im Norden, Süden sonnig | 15–18 Grad, Südwest bis 22 Grad | Böig, Küsten bis 80 km/h | Regenzone nördlich Köln–Dresden |
| 18. September | Süd sonnig, Norden wechselhaft mit Regen | Süd: 20–25 Grad, Nord: 17–20 Grad | Mäßig bis stürmisch im Norden | Längere Regenphasen im Norden möglich |
| 19.–20. September | Überwiegend sonnig, kaum Wolken | 25–30 Grad | Schwach, aus Süd | Sommerlich bis hochsommerlich, trocken |
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Wann treten die stärksten Sturmböen auf?
Am 15. und 16. September mit Böen bis 110 km/h an der Küste und bis 90 km/h über exponierten Lagen.
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Wo fällt am 17. September Regen?
Vor allem nördlich der Linie Köln–Dresden sowie entlang der Küsten. Im Süden bleibt es trocken und sonnig.
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Wird es noch einmal sommerlich warm?
Ab dem 18. September steigen die Temperaturen deutlich an, am 19. und 20. September sind 25 bis 30 Grad möglich.
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Bleibt es am Wochenende trocken?
Ja, am 19. und 20. September wird kein Niederschlag erwartet, stattdessen viel Sonnenschein und sommerliche bis hochsommerliche Temperaturen.

- 13:00 Uhr: Spätsommer bis Oktober?

