Wetter September: Blockiertes Tief sorgt für wechselhafte und instabile Wetterlage
Das Wetter Anfang September wird von einem Hoch über Osteuropa und einem Tief zwischen Island und England entschieden. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen zwischen den Fronten in einer Pattsituation oder Hop-oder-Top
-Systematik. Schon kleine Verschiebungen in der Position dieser Systeme können große Auswirkungen auf das Wetter im September haben.

Die Schwüle nimmt heute im Tagesverlauf weiter zu und treibt die Temperaturen auf +24 bis +28 Grad hoch. Lokal kann die hochsommerliche +30-Grad-Marke erreicht werden. Mit der zunehmenden Schwüle steigt auch die Gewitteraktivität, die am Nachmittag entlang eines breiten Streifens zwischen Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern stärker ausfallen kann. Verbreitet bleibt es jedoch trocken, auch wenn sich der Sonnenschein am Nachmittag über weite Teile Deutschlands durch starke Bewölkung eintrüben lässt (Wolkenradar). Der Wind weht schwach aus südlichen Richtungen.
Schauer und Gewitter leiten einen Wetterwechsel ein
In der Nacht auf Donnerstag intensivieren sich Schauer und Gewitter von West nach Ost. Auch am Tag können östlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock kräftige und zum Nachmittag über den östlichen Landesteilen teils unwetterartige Ereignisse auftreten. Vor Eintreffen der Gewitterfront steigen die Temperaturen noch auf bis +28 Grad, sinken danach aber auf +20 bis +25 Grad ab. Entlang der Alpen kann es auf bis +17 Grad abkühlen. Der Wind weht schwach aus südlichen Richtungen und frischt in Gewitternähe böig auf.
Tief wird blockiert
Das Tief, das für die Gewitterfront am Donnerstag verantwortlich war, kommt am Freitag nicht weiter nach Osten voran. Dadurch liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz bis Sonntag zwischen den Fronten. Die Grundströmung aus südwestlichen Richtungen bleibt bestehen und führt weiterhin labile und schwüle Luftmassen nach Norden. Am Freitag bleibt es bei Temperaturen von +22 bis +26 Grad noch weitgehend trocken, doch am Wochenende nimmt die Schauer- und Gewitteraktivität weiter zu. Zusätzlich verstärkt sich der Wind, und mit zunehmender Bewölkung pendeln sich die Temperaturen bis Sonntag auf +20 bis +25 Grad ein. Bei kräftigem Regen können die Werte auch unter +20 Grad bleiben.
So wird das Wetter im September
Die Wettervorhersage Anfang September ist noch mit Vorsicht zu genießen. Der Grund dafür ist die Variabilität, wie sich die Wettersysteme zueinander verhalten. Aktuell kommt es zu einer Pattsituation, wodurch die südliche bis südwestliche Anströmung erhalten bleibt. Damit setzt sich auch der Zustrom schwüler und instabiler Luftmassen fort. Vom 1. bis 3. September (Mo., Di. und Mi.) verweilen die Temperaturen bei +20 bis +23 Grad. Bei wechselnder bis starker Bewölkung treten zeitweise Schauer auf, die die Werte kurzzeitig auf bis +17 Grad absinken lassen können. Zwischen den Schauern sind sonnige Abschnitte möglich, wodurch die Temperaturen auf bis +25 Grad ansteigen können. Der Wind weht böig aus südwestlichen Richtungen.
| Zeitraum | Temperatur (Grad) | Wetterlage | Wind |
|---|---|---|---|
| Heute (Mittwoch) | 24–28, lokal bis 30 | Schwül, teils kräftige Gewitter zwischen Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern, sonst meist trocken mit Bewölkung | Schwach aus Süden |
| Donnerstag | Bis 28, danach 20–25, an den Alpen bis 17 | Nächtliche Gewitter von West nach Ost ziehend, teils unwetterartig tagsüber über der Osthälfte | Schwach aus Süden, in Gewitternähe böig |
| Freitag | 22–26 | Weitgehend trocken, schwül-warme und labile Luftmassen | Südwestliche Grundströmung |
| Wochenende (Sa–So) | 20–25, bei Regen unter 20 | Mehr Schauer und Gewitter, zunehmende Bewölkung | Zunehmend böig aus Südwest |
| 1.–3. September | 20–23, mit Schwankungen zwischen 17 und 25 | Wechselnd bewölkt, zeitweise Schauer, auch sonnige Abschnitte | Böig aus Südwest |

- 13:00 Uhr: Der Vorstoß des Frühherbst blockiert?











