Die Wettervorhersagen der Wettermodelle haben einige Übereinstimmungen für das Wetter der ersten September-Dekade. Kalt wird diese wohl nicht ausfallen können.

Ein Trogansatz zieht in den kommenden Stunden über Deutschland hinweg und sorgt im Schwerpunkt über dem Nordwesten und Südosten für ordentliche Niederschlagssummen. So sind über dem nördlichen Niedersachsen und Schleswig-Holstein 15 bis 30 l/m² und über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern 20 bis 40 l/m² und im Stau der Alpen bis 80 l/m² an Niederschlag möglich. Dazwischen fällt mit 0 bis 12 l/m² vergleichsweise nur wenig Niederschlag.

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Auf und Ab der Temperaturen

Die Temperaturen gehen mit einer strammen westlichen Grundströmung auf +16 bis +21 Grad zurück und können über den Gebieten mit Dauerregen auch noch darunter liegen. Zum Start in die neue Woche gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz auf eine warme Vorderseitenanströmung eines Tiefdrucksystems auf dem Atlantik, was die Werte zum Mittwoch auf +24 bis +28 Grad und örtlich auch wieder bis an die +30 Grad Marke ansteigen lassen kann.

Ein spätsommerlicher Wettercharakter zum Herbstauftakt?
Ein spätsommerlicher Wettercharakter zum Herbstauftakt?

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Spätsommerlich warmer Start in den September?

Favorisiert wird diese Variante schon seit ein paar Tagen, wenn auch immer mit ein paar Unsicherheiten behaftet. Das amerikanische Prognosemodell aber stützt eine spätsommerliche Wetterentwicklung in seiner aktuellen Wetterprognose erneut.

Der Tiefdruckvorstoß vom Wochenende sorgt für eine Zweiteilung der Hochdruckzone über Mitteleuropa und über dem westlichen Russland, wie über den Azoren entstehen zwei autarke Hochdrucksysteme. Im Verlauf der kommenden Woche versuchen die zwei Hochdruckgebiete wieder zueinanderzufinden, doch gelingt das nur bedingt.

Die atlantische Tiefdruckrinne hält ihre Optionen offen und konzentriert sich mit einem Tiefdruckzentrum über Island. In Folge daraus gelangt Deutschland auf eine relativ warme - spätsommerliche - Südwestanströmung, was die Temperaturen Anfang September von +17 bis +23 Grad auf +20 bis +25 Grad ansteigen lassen kann. Der Wettercharakter selbst ist als leicht unbeständig zu bewerten. Viel an Niederschlag ist zum aktuellen Stand also nicht zu erwarten.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Deutschland zwischen den Fronten. Unbeständiges Septemberwetter bei spätsommerlich warmen Temperaturen © www.meteociel.fr

Schaut man etwas genauer hin, so erkennt man ein recht kräftiges Hochdrucksystem über dem westlichen Russland, auf das die atlantischen Tiefdrucksysteme auflaufen. Verlagert sich das Hoch etwas weiter nach Westen, so wird der Wettercharakter über Deutschland trockener und auch wärmer werden können.

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Europäisches Vorhersagemodell: Spätsommerliches Hoch über Mitteleuropa?

Die Wettermodelle haben von Simulation zu Simulation noch unterschiedliche Berechnungen im Programm, doch die Übereinstimmungen der Wettervorhersage liegen in einem Bestreben über Deutschland, Österreich und der Schweiz hohen Luftdruck aufzubauen. Sei es mit einer Hochdruckzone - oder wie es das europäische Prognosemodell heute berechnet - mit einem Hochdruckzentrum über Mitteleuropa.

In beiden Fällen steigen die Temperaturen Anfang September an und erreichen ein spätsommerlich warmes Niveau. Die Niederschlagsberechnung ist auch nach dem europäischen Vorhersagemodell als gering einzustufen.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Ein Hoch über Mitteleuropa? © www.meteociel.fr

Übrigens hätte die oben gezeigte Wetterkarte des europäischen Wettermodells Anfang September Tageswerte um/über +30 Grad zur Folge. Das wäre für Anfang September ungewöhnlich heiß!

Kontrollläufe: Spätsommerwetter mit Einschränkungen

Ende August ist in der aktuellen Prognose der Kontrollläufe eine Temperaturspitze auszumachen (Werte um +24 bis +28 Grad, örtlich bis +30 Grad), welche Anfang September deutlich abfällt, aber in der ersten September-Dekade gegenüber dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich verbleibt.

So liegt das Temperaturspektrum am 1. September zwischen +14 bis +28 Grad (Mittelwert: +20 bis +21 Grad Grad) und am 8. September zwischen +15 bis +28 Grad (Mittelwert: +21 bis +22 Grad). Der Mittelwert liegt mit einer Abweichung von +1 bis +4 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert im zu warmen Bereich.

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Das Niederschlagsverhalten

Die Niederschlagsneigung ist vom 30 August bis 3. September über dem Norden, Westen und Osten als mäßig erhöht und über dem Süden als leicht erhöht zu bewerten. Darüber hinaus nimmt die Niederschlagsaktivität in der ersten September-Dekade wieder ab.

Diagramm Temperaturen September 2018 vom 24.08.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetterprognose September 2018 nach dem Langfristmodell: Normale Temperaturen bei einer negativen Niederschlagsentwicklung

Der Wettertrend des Langfristmodells berechnet den ersten Herbstmonat mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad weitgehend normal und im Trend etwas zu warm.

In der Niederschlagsprognose zeigt sich in der aktuellen Berechnung eine negative - zu trockene - Entwicklung. Ist aber im Vergleich zu den Sommermonaten nicht deutlich zu trocken ausgeprägt.

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