Der Sommer kehrt in dieser Woche mit seinem typischen Wettercharakter zurück. Durchwachsen aber warm und über dem Süden können mit Werten um, bzw. über +30 Grad auch hochsommerliche Werte erreicht werden. Dazu steigt von Donnerstag die Neigung zu Schauern und Gewittern an, welche örtlich auch Unwetterpotential erreichen können.

Tiefdruckzentrum verlagert sich über Skandinavien

Das amerikanische Wettermodell berechnet für die letzten Tage im August eine Verlagerung eines Tiefdrucksystems von England in Richtung Skandinavien, welches sich dort als Zentraltief positionieren könnte. So wäre im Zeitraum vom 28. bis 31. August über Deutschland mit einem wechselhaften Wettercharakter bei zurückgehenden Temperaturen zu rechnen.

Das europäische Wettermodell berechnet die Entwicklung des Zentraltiefs westlicher und liegt zwischen Grönland, Island und Skandinavien. So bleibt demnach bis Ende August die Südwestströmung erhalten, was über dem Nordwesten bei einem wechselhaften Wettercharakter die Temperaturen auf +18 bis +23 Grad und über dem Südosten auf bis +25 Grad zurückgehen lassen kann.

Spätsommer Anfang September

Schaut man sich die Simulationen des amerikanischen Wettermodells für die ersten Septembertage an, so zeigt sich, dass sich das Zentraltief nicht lange halten und nach Nordosten abzieht. Gleichzeitig wird über Mitteleuropa der Raum für ein Hochdrucksystem frei, welches sich von der Mittelmeerregion über Österreich und der Schweiz bis nach Deutschland ausdehnen kann. So wird nach diesen Berechnungen der Nachschub an Tiefdrucksystemen in Richtung Skandinavien verhindert und die Wahrscheinlichkeit für ein Abtropfen der Tiefdrucksysteme vor Mitteleuropa wird dadurch erhöht.

In Folge daraus könnte nach dieser Simulation das Wetter Anfang September 2017 spätsommerlich warm, teils auch nochmals heiß werden. Die Neigung zu Schauern und Gewittern nimmt dabei ab.

Kontrollläufe: September beginnt normal

Deutschland befindet sich nach den Berechnungen der gängigsten Wettermodelle zum Septemberbeginn weiterhin zwischen den Fronten. Eine stabile und spätsommerliche Wetterentwicklung hat zum heutigen Stand eine geringere Wahrscheinlichkeit als andere Varianten. Die Kontrollläufe bestätigen zudem, dass der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells Ende August zu kalt und in den ersten Septembertagen deutlich zu warm berechnet wird und sich konträr zu den anderen Berechnungen verhält. Mit anderen Worten ist in den kommenden Tagen noch mit Veränderungen zu rechnen.

Schaut man sich den Temperaturtrend an, so bleibt dieser bis Ende August positiv und sinkt zum Septemberbeginn auf ein Jahreszeit typisches Niveau ab. Das Temperaturspektrum liegt am 1. September zwischen +14 bis +26 Grad (Mittelwert: +19 bis +20 Grad) und am 5. September zwischen +14 bis +29 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden und +21 Grad über dem Süden). Die Niederschlagsberechnungen sind über dem Norden leicht bis mäßig und über dem Süden leicht erhöht.

Diagramm Temperaturen im August 2017 vom 21.08.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

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Der meteorologische Sommer neigt sich langsam seinem Ende entgegen und mit dem 1. September beginnt der Herbst. Die Tage werden nun spürbar kürzer und der morgendliche Tau in den Gräsern kündigt die Übergangsjahreszeit in den Winter an. Nichtsdestotrotz kann der September vor allem in seiner zweiten Dekade noch spätsommerlich sein, bevor dann die ersten Nachtfröste eintreten und in der letzten Septemberdekade sich häufiger auch schon der Herbst zeigen kann.

Stabile Wetterlage im September?

Schaut man auf die aktuelle Wetterentwicklung im August, so deutet derzeit vieles darauf hin, als ob auch in den letzten Tage des Sommers keine stabile Wetterlage mehr zustande kommen kann. Zu stark zeigt sich der Tiefdruckeinfluss vom Atlantik in diesem Jahr.

In der theoretischen Betrachtung erhöht das die Chancen auf ein sog. Ausgleichsverhalten in den Herbstmonaten. Was ist das Ausgleichsverhalten? Kurz und knapp: ein Strömungsmuster, welches sich stets wiederholt wird Erhaltungsneigung genannt und hält sich durchaus für mehrere Wochen. Der Erhaltungsneigung folgt in einem oftmals nicht erkennbaren Muster das Ausgleichsverhalten mit einem gegenteiligen Zirkulationsmuster. Aus unbeständig wird beständig, aus kühl wird warm aus nass wird trocken und umgekehrt. Dabei können die einzelnen Wetteraspekte auch unabhängig voneinander auftreten.

Was bedeutet das für das Wetter im September?

War der Sommer durchwachsen bei einem Auf und Ab der Temperaturen, so ist für den September eine beständigere Wetterlage zu erwarten - soweit die Theorie. Die Kontrollläufe der Wettermodelle bestätigen einen vorsichtig positiven Temperaturtrend gegenüber dem langjährigen Mittelwert in den ersten Septembertagen, allerdings zeigt sich auch eine erhöhte Niederschlagsaktivität, was - zumindest in der ersten Septemberwoche - noch gegen die Theorie spricht.

Langfristmodell: normales Septemberwetter

Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +0,5 Grad eine für den September 2017 typische Temperaturentwicklung welche mit einer Differenz von bis +1 Grad im Trend auch leicht zu warm ausfallen kann. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich eine weitgehend unauffällige Abweichung gegenüber dem Sollwert und fällt im Wettertrend leicht positiv aus (etwas zu nass).

Blickt man auf Europa, so wird der gesamte mitteleuropäische Raum von England über Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien und auch das südliche Skandinavien leicht zu nass berechnet. Einzig der östliche Mittelmeerraum bis über das westliche Russland wird leicht zu trocken berechnet.
Bei den Temperaturen zeigt sich Europa gegenüber seinem Mittelwerten unauffällig, während das nördliche Skandinavien und westliche Russland zu warm simuliert wird.

Möchte man das interpretieren, so geht das wechselhafte und zu einem Auf und Ab der Temperaturen neigende Wetter nach diesen Berechnungen im September wohl gerade so weiter.
Was berechnen andere Langfristmodelle? Das Langfristmodell der NASA berechnet den September 2017 über Norddeutschland mit einer Abweichung von -0,25 bis +0,5 Grad normal und über den Gebieten südlich der Mittelgebirge wird eine Abweichung von +0,5 bis +2 Grad im zu warmen Bereich in Aussicht gestellt.

Zusammenfassung:

  • Wechselhaftes Wetter vom August könnte sich nach den aktuellen Berechnungen Anfang September fortsetzen
  • Langfristmodelle berechnen eine normale Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit dem Trend leicht zu warm auszufallen
  • Langfristmodelle berechnen eine leicht positive Niederschlagsentwicklung (etwas zu nass)
  • Theoretisches Ausgleichsverhalten könnte im September für eine stabile Wetterlage sorgen (meist ab der zweiten Septemberdekade)

Was ist ein normales Septemberwetter?

Laut der Statistik ist zum Septemberbeginn (1. bis 10. September) noch häufig spätsommerlich warm (Wahrscheinlichkeit liegt bei 74 Prozent) und im Zeitraum vom 22. bis 29. September ist oftmals mit schönem Altweibersommerwetter zu rechnen. Ab Mitte September können die ersten Nachtfröste auftreten. Insgesamt ist im September mit 61 l/m² nicht mit allzu viel Niederschlag zu rechnen. Die nächsten Aktualisierungen zum Septemberetter erfolgen nun in regelmäßig - täglichen - Abständen.

Der Sommer verabschiedet sich im September langsam aber sicher und endet aus meteorologischer Sicht am 31. August und kalendarisch am Freitag, den 22. September und damit beginnt auch der Herbst. Das zeigt aber auch, dass sommerlich warme Temperaturen noch weit bis in den September hinein möglich sind und nicht selten profitiert das Septemberwetter noch von den stabilen Hochdruckwetterlagen aus den August und der angeglichenen Wasser- und Landtemperaturen, was Turbulenzen beim Wetter weniger wahrscheinlich macht.

Abnehmender Sonnenstand sorgt für zurückgehende Temperaturen

Anfang September können die Temperaturen unter optimalen Bedingungen noch bis knapp an die +30 Grad Marke heran reichen, während Ende September nur noch ab und an die +15 Grad Marke überschritten werden kann. Maßgeblich dafür verantwortlich ist der sinkende Sonnenstand, welcher so langsam auf den Winter vorbereitet. Ab Mitte September sind sogar die ersten Nachtfröste möglich und im Vergleich zum August mit einem Durchschnittswert von +16,9 Grad zeigt sich im September mit einem Mittelwert +13,9 Grad doch ein spürbarer Rückgang der Temperaturen und zeigt, wie schnell sich das Temperaturniveau von Sommer zu Herbst verändern kann. Das veranlasst die Natur dazu, sich langsam bunt einzufärben und insbesondere für Fotografen ergeben sich tolle Motive.

Typisches Wetter im September
Typisches Wetter im September

Statistische Auffälligkeiten im September

  • Häufige Schönwetterphasen bis 8. September
  • Zweite Schönewetterphase Mitte September
  • Spätsommer meist im Zeitraum 22. bis 29. September (Altweibersommer)
  • Nachtfröste ab Mitte September möglich

Die Abweichung der Temperaturen der Septembermonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
September­monate Tem­peratur Ab­weichung
September 2011-2016 14,5 Grad +1,3 Grad
September 2001-2010 13,7 Grad +0,4 Grad
September 1991-2000 13,5 Grad +0,2 Grad
September 1981-1990 13,4 Grad +0,1 Grad
September 1971-1980 12,9 Grad -0,4 Grad
September 1961-1970 13,6 Grad +0,3 Grad

Auffällig ist die jüngste Dekade, bei der die Septembermonate immer wärmer werden und nicht zuletzt im September 2016 einen Wärmerekord aufgestellt hatten. Der Umkehrschluss daraus ist, dass der September in Folge des Klimawandels generell wärmer wird, was die Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen Septembermonat auch in 2017 erhöht.

Langfristmodelle: Normales Wetter im September 2017

Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose für September 2017 in der Aktualisierung vom 17. August eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +1 Grad, was einer Jahreszeit typischen Temperaturentwicklung entspricht und im Trend etwas zu warm ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeichnen sich noch keine besonderen Auffälligkeiten ab, so dass zum heutigen Stand die Wetterentwicklung im September nach dem Langfristmodell als normal bezeichnet werden kann. Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter September 2017 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Freitag, den 18. August.

Wissenswertes zum Wetter im Herbst und Winter

Wettervorhersagen zum Herbst und Winter