Sommerlich - teils hoch-sommerlich - warm wird es in den kommenden Tagen bis zum 29. August. So sind ab Dienstag verbreitet +25/+30 Grad, örtlich auch Werte darüber zu erwarten. Der Grund hierfür ist ein relativ stabiler Aufbau eines Hochdrucksystems im Bereich zwischen der Mittelmeerregion, Skandinavien und dem westlichen Russland. Gleichzeitig bringt sich die atlantische Frontalzone mit Tiefdrucksystemen zwischen Island und England in Stellung. Die Frage die sich Ende August also stellen wird: hält das Hoch durch, oder greift die atlantische Frontalzone mit ihren Tiefdrucksystemen auf Deutschland, Österreich und die Schweiz über (nähere Einzelheiten können Sie in der Wetterprognose Sommer 2016 entnehmen).

Die Frage ob Tiefdruck- oder Hochdruckeinfluss wird gleichsam entscheidend sein, wie das Wetter in den ersten September-Tagen werden wird. Nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle gibt es drei mögliche Wetterentwicklungen.

In der ersten Variante Positioniert sich Anfang September ein Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum und "trogt" relativ rasch nach Süden aus, so dass in weiterer Abfolge sich die Großwetterlage zum 5. September auf ein westlich orientiertes Zirkulationsmuster verändern kann. Der Wettercharakter wäre demnach unbeständig, windig und mäßig warm - weit Entfernt wäre der Herbst nach dieser Variante nicht mehr. Der Übergang von Hochsommer auf Herbst wäre binnen weniger Tage vollzogen.

In der zweiten Variante kommt es zu einer Wiederholungsneigung der Hochdruckvariante. Den Tiefdrucksystemen gelingt es nicht, die Hochdruckdominanz zu beenden, so dass sich der hohe Luftdruck sogar noch verstärken kann. Sollte sich die Variante durchsetzen, so wäre die ersten September-Tage durchaus noch als hoch-sommerlich zu bezeichnen.

In der dritten Variante kommt es zu einer "weder noch" Variante. Die Tiefdrucksysteme kommen nicht weit genug nach Osten voran und das Hochdrucksystem hält weitestgehend dagegen. In Folge dieser Variante kommt es zu einer Südwestwetterlage, bei der mal der hohe Luftdruck mit warmen Temperaturwerten und mal tiefer Luftdruck mit Schauern und Gewittern mit mäßig warmen Temperaturen überwiegen kann.

Geht es nach den Kontrollläufen so zeigt sich Anfang September - nach den doch sehr hohen Temperaturen vom August - ein deutlicher Temperaturabschwung, welcher mit seinen Mittelwerten aber im Jahreszeit-typischen Bereich liegen kann. Mit anderen Worten ist eine Normalisierungstendenz der Temperaturen Anfang September derzeit die wahrscheinlichste Variante. So liegen die Mittelwerte des Temperaturspektrums vom 1./5. September meist im Bereich zwischen +19/+21 Grad (zum Vergleich: der Mittelwert liegt am 28. August noch zwischen +28/+30 Grad).

Das Langfristmodell Simuliert in seiner heutigen Wetterprognose September 2016 mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine normale Temperaturentwicklung. In der Niederschlagserwartung erfüllt der September 2016 demnach sein Soll und ist in der Tendenz leicht positiv zu bewerten (leicht zu nass).

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