Die spät sommerlich heiße Wetterphase der kommenden Tage endet mit hoher Wahrscheinlichkeit am letzten August Tag mit teils kräftigen Schauern und Gewittern, welche im Tagesverlauf von Nordwest nach Südost ziehen können. Am 1. September zeigt sich nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle ein bereits unbeständiger Wettercharakter und mit Wind aus westlichen Richtungen können die Temperaturen mit +17/+22 Grad schon deutlich frischer sein als wie in den Tagen zuvor. Dieser unbeständige Wettercharakter setzt sich in den darauf folgenden Tagen bis zum Donnerstag mit einer nachlassenden Niederschlagswahrscheinlichkeit weiter fort und die Temperaturwerte können sich auf etwa +14/+19 Grad einpendeln, wobei mit etwas mehr Sonnenschein auch bis +22 Grad möglich sein könnten. Der Wind dreht bis zum Donnerstag von westliche auf nördliche Richtungen und bleibt schwach bis mäßig. Der Grund für diesen Wetterwechsel ist ein Tiefdrucksystem, welches sich aktuell noch zwischen Island und England befindet und sich bis zum 2. September über Skandinavien positionieren kann. In Folge daraus werden zunächst Vorderseitig warme bis heiße Luftmassen nach Deutschland geführt, welche nach der Übergangsphase vom 31. August / 1. September sich mit entsprechendem Rückseitenwetter bis zum 3. September abkühlen können. Diese Wetterentwicklung ist bei beiden Wettermodellen nahezu identisch, so dass diese Entwicklung die aktuell wahrscheinlichste Variante in den Simulationen der Wettermodelle darstellt. Wie geht es weiter? Auch darüber zeigen die Wettermodelle eine große Übereinstimmung. So strebt das Azorenhoch im Zeitraum zwischen dem 3./6. September nach Norden in Richtung Island und unterstützt somit das meridionale Zirkulationsmuster über Mitteleuropa weitgehend. In Folge daraus haben die Temperaturwerte eine eher noch zurückgehende Tendenz bei einer nachlassenden Niederschlagswahrscheinlichkeit aufzuweisen. Wie kühl kann es werden? Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe zeigt den Wetterumschwung recht deutlich. So liegt das Temperaturspektrum am 1. September noch zwischen +14/+29 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad über dem Westen und Norden und +21/+22 Grad über dem Süden und Osten) und am 6. September zwischen +10/+20 Grad (Mittelwert: +14/+16 Grad). Der Mittelwert der Kontrollläufe liegt mit einer Abweichung von -0/-4 Grad im Zeitraum 2./6. September etwas unter dem Jahreszeit-typischen Wert. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell einen interessanten Ansatz, welches den nach Norden strebenden Hochdruckkeil des Azorenhoch als eigenständiges Hochdrucksystem zum 7./8. September über England und Skandinavien positioniert. So verbleibt Deutschland zwar auf der relativ kühlen Ostseite des Hochs, der Wettercharakter könnte jedoch zunehmend trockener werden. Das "Interessante" dabei wäre, dass mit entsprechender Anströmung und Positionierung der Systeme demnach der erste Bodenfrost im ersten September-Drittel nicht auszuschließen wäre. Das Langfristmodell simuliert für das Wetter im September mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen weitgehend normalen Temperaturverlauf und in der Niederschlagserwartung zeigt sich eine leicht negative Entwicklung gegenüber dem "Sollwert" (etwas zu trocken).

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!