In den kommenden Tagen zeigt sich ein weitgehend sommerlicher, in manchen Regionen mit bis, bzw. über +30 Grad auch ein hoch sommerlicher Wettercharakter, welcher voraussichtlich bis Ende August anhalten kann. Der Grund für diesen Warmluftschub ist die Konstellation der Wettersysteme zueinander. So liegt zwischen Island und England ein Tiefdrucksystem und über dem östlichen Europa ein Hochdrucksystem - dazwischen können mit einer südlichen bis südwestlichen Strömungskomponente die warmen Luftmassen nach Deutschland transportiert werden, wobei der Grundcharakter über dem Nordwesten bei Südwestwetterlagen grundsätzlich wechselhafter und auch etwas kühler ausfallen kann als über dem Südosten. Pünktlich zum Wechsel in den ersten Herbstmonat September simuliert das amerikanische Wettermodell einen Temperaturrückgang auf ein Jahreszeit-typisches Niveau. Warum? Der hohe Luftdruck über dem östlichen Europa wird durch das Tiefdrucksystem zunehmend abgebaut, so dass sich zum Monatswechsel der tiefe Luftdruck über Skandinavien durchsetzen kann. In Folge daraus dreht der Wind über Deutschland auf westliche Richtungen, so dass kühlere Luftmassen vom Atlantik herangeführt werden können. Gleichzeitig wird dem Azorenhoch Raum geboten, sich nach Norden hin auszuweiten und erreicht zu 2. September mit seinen nördlichen Gradienten England und z.T. auch Island. Deutschland gelangt somit zunehmend auf die östliche Gradientenseite des Hochdrucksystems, was eine nördliche Grundströmung zur Folge haben kann (meridionale Ausrichtung). Geht es nach der heutigen Simulation, so intensiviert sich die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik bis zum 5. September erneut, so dass das Azorenhoch seine steile Position nicht halten und über Mitteleuropa in eine West-Ost Ausrichtung kippen kann. So ist zwischen dem 2./5. September eine geringe bis mäßige Niederschlagsneigung zu erwarten, bei Temperaturen welche mit +15/+20 Grad frischer - aber durchaus Jahreszeit-typisch - ausfallen können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Simulation der des amerikanischen Wettermodells sehr ähnlich, allerdings liegt das Tief Anfang September etwas weiter nördlich über Skandinavien, so dass dessen Einfluss etwas schwächer ausfallen kann. Ansonsten zeigt sich in dieser Berechnung ein aufstrebendes Azorenhoch in Richtung Island, welches im weiteren Verlauf in seiner Achse nach West-Ost weg kippen und weite Teile vom Mitteleuropa beeinflussen kann - so wäre auch nach dem europäischen Wettermodell ein relativ frischer Start in den September zu erwarten. Die Kontrollläufe stützen den deutlichen Temperaturrückgang zum September mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 1. September zwischen +13/+30 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Süden, sonst +18 Grad) und am 5. September zwischen +12/+23 Grad (Mittelwert: +16/+18 Grad). Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+21) / zu warm (>+22), so liegen diese am 1. September bei 15/60/25 und am 5. September bei 40/50/10.

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