Die Tendenz zu einer wechselhaften, vom Atlantik her geprägten Westwindwetterlage zum Ende August hin, wird immer wahrscheinlicher. Ein Kaltlufteinbruch aber ist derzeitig nicht in Sicht, vielmehr ist es so, dass sich die Temperaturen auf ein Jahreszeiten typisches Maß einstellen werden, was nach der kommenden Hitzewelle auch als Erholung definiert werden kann. Sollte sich das Westwindwetter durchsetzen, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich das wechselhafte Wetter bis Anfang September anhalten kann. Die Wetterprognose des Langfristmodells zeigt weiterhin keinerlei Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittel, sowohl bei den Temperaturen, als auch bei der Niederschlagsprognose - alles im normalen Bereich.

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Es wird im letzten August-Drittel eine wechselhafte und zweigeteilte Südwestwetterlage immer wahrscheinlicher. Nimmt man an das die Südwestwetterlage kommt, könnten sich zwei Varianten für das Wetter Anfang September ergeben: weiterhin ein stabiles Azorenhoch, welches in Kombination mit Tief Island/England abwechselnd für Hochdruck und Tiefdruck und im Nordwesten für mäßig warme, im Süden und Osten durchaus für sommerliche Temperaturen sorgen kann. Die zweite Variante ist ein Trog über Mitteleuropa mit mäßig warmen Temperaturen und wechselhaftem Wetter, wie wir es bereits vom Juli her kennen. Das Langfristmodell zeigt für das Wetter im September noch keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittel. Einzig für den Mittelmeerraum wird mehr Niederschlag simuliert als normal, in Skandinavien dafür weniger, was für mehr Hochdruck im Norden spricht und im September nicht ungewöhnlich ist.
Im September ist der Sommer aus meteorologischer Sicht vorbei. Und dennoch kann das Wetter im September durchaus sommerlich sein und wird oft geprägt durch ausgedehnte Hochdrucksysteme über Mitteleuropa. Das liegt vor allem daran, dass die Temperaturunterschiede zwischen Festland und Wasser sich allmählich angleichen und sich das Wetter "beruhigt". Die ersten Wetterprognosen des Langfristmodells des DWD zeigen mit 42% einen zu warmen, 32% normalen und mit 26% iger Wahrscheinlichkeit einen zu kalten Verlauf der Herbstmonate. Das amerikanische Langfristmodell zeigt für das Wetter im September einen normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf. Bei der Niederschlagsprognose zeigt sich ein leicht zu nasser Trend im Süden. Betrachtet man die aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so gibt es einen wechselhafteren und kühleren Trend für das letzte August-Drittel, welcher - aufgrund der wahrscheinlichen Großwetterlage - sich auch noch auf die ersten September Tage auswirken kann.