War in den vergangenen Tagen noch eine uneinheitliche Simulation in den Wettermodellen für das Wetter Anfang September zu sehen, so sind diese heute einheitlicher geworden. Für die ersten fünf September Tage wird zunehmend folgendes Wetter wahrscheinlicher: Ende August greift ein Tiefausläufer bei Skandinavien mit einem Trogvorstoß bis nach Deutschland durch, dass Wetter wird zunehmend wechselhafter und mit 17/23 Grad nur mäßig warm. Zum heutigen Stand kann sich die Troglage nicht behaupten und wird rasch durch ein Azorenhochdruckkeil verdrängt. Die ersten zwei Septembertage werden demnach noch frisch und wechselhaft, anschließend macht sich vermehrter Hochdruckeinfluss bemerkbar - geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, könnte sich im weiteren Verlauf auch ein mitteleuropäisches Hochdrucksystem ausbilden, was im ersten September Drittel durchaus den Spätsommer bringen kann. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wettervorhersage für den September weiterhin normales Wetter in Deutschland mit einer überwiegend südwestlich gelagerten Großwetterlage.

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Das Wetter Anfang September bleibt in seiner Entwicklung spannend. Das europäische Wettermodell zeigt weiterhin eine relativ kühle und "schaurige" Trogwetterlage über Deutschland, während das amerikanische Wettermodell einen erneuten Hochdruckkeil des Azorenhochs nach Mitteleuropa simuliert - demnach wären sommerliche Temperaturen und trockenes Wetter in den ersten September Tagen zu erwarten. Welches Szenario ist wahrscheinlicher? Der Blick auf die Kontrollläufe zeigt, dass die Simulation des amerikanischen Wettermodells gar nicht so abwegig ist und mit 57% auch wahrscheinlicher. Der entscheidende Punkt ist am 28. August zu finden - hier wird in beiden Wettermodellen die "Abspaltung" des Hochdrucksystems über Deutschland nach Skandinavien gezeigt. Im weiteren Verlauf simuliert das amerikanische Wettermodell eine Verbindung zwischen dem Azorenhoch und dem skandinavischen Hoch, während das europäische Wettermodell die zwei Hochdrucksysteme durch ein Trog über Deutschland trennt. In der Wetterprognose des Langfristmodells hat sich gegenüber gestern nichts verändert - Das Wetter im September bleibt in Deutschland - gegenüber dem langjährigen Mittel - normal und damit September typisch.
Weiterhin simulieren die Wettermodelle kein einheitliches Wetter Anfang September. Das europäische Wettermodell bleibt bei seiner kühlen und wechselhaften Trogvariante, während das amerikanische Wettermodell eine warme Hochdruckvariante in den ersten fünf September Tagen zeigt. Auch die Kontrollläufe zeigen noch kein einheitliches Bild, jedoch nimmt die Anzahl der warmen und trockenen Läufe zu, so dass der Simulation des amerikanischen Wettermodells eine höhere Wahrscheinlichkeit zugesprochen werden kann. Das Langfristmodell zeigt für Deutschland weiterhin normale und für September durchaus typische Werte. Blickt man auf Europa, so ist ein altes Muster erkennbar - Südwestwetterlage. In England und im skandinavischen Raum wird das Wetter im September leicht zu kühl simuliert. Zu nass soll es hingegen in England, Frankreich und der Westküste von Italien werden - das ist ein Indiz auf Tiefdruck zwischen England/Frankreich, was zu der beschriebenen Südwestwetterlage führen kann.
Es zeichnet sich beim Wetter weiterhin ein wechselhaftes August Ende ab. Beständig simulieren die Wettermodelle eine wechselhafte, überwiegend aus westliche Richtungen kommende Wetterlage. Es wird zunehmend wechselhaftes Wetter Anfang September wahrscheinlicher (56%), wobei die Temperaturen zwischen 15/20 Grad im Nordwesten und 20/25 Grad im Süden schwanken können. Die Wettermodelle sind in ihrer Simulation noch nicht übereinstimmend, so dass es weiterhin beim Wettertrend bleibt. Das europäische Wettermodell zeigt in seiner heutigen Simulation eine Troglage über Deutschland, welche Schauerwetter und mit 15/20 Grad nur mäßig warme Temperaturen zur Folge hat. Anders dagegen das amerikanische Wettermodell - hier startet das Wetter im September ebenfalls kühl und schauerlich, bereits zum 2. September könnte sich aber eine erneute, warme Südwestwetterlage einstellen. Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose für September weiterhin normales Wetter in Deutschland. Der Blick auf Europa zeigt im Mittelleerbereich rund um Genua eine verstärkte Niederschlagsneigung (könnte ein Indiz auf Vb-Tiefs sein), sonst eher September typische Normalwerte.
Der Wettertrend geht für Ende August weiterhin zu wechselhaften Westwetter und kann dadurch auch noch das Wetter in den ersten September Tagen beeinflussen. Nach den heutigen Simulationen der Wettermodelle "schwächelt" das Azorenhoch in seiner Verbindung zum östlichen Kontinentalhoch, so dass die Hochdruckbrücke in Mitteleuropa mit höherer Wahrscheinlichkeit weichen wird. Gleichzeitig bildet sich über Skandinavien ein lang gestrecktes Tiefdrucksystem aus und würde der Theorie nach langfristig zu einer eher kühlen und regnerischen Troglage über Mitteleuropa führen (ähnlich der Wetterlage aus dem Juli). Die Kontrollläufe zeigen noch großen Spielraum, wobei der mittlere Temperaturtrend bei rund 22 Grad liegt. Das Langfristprognose Modell zeigt für Deutschland weiterhin keine Besonderheiten für das Wetter im September, sowohl bei den Temperaturen, als auch bei der Niederschlagsprognose.