Der Herbst klopft an: Polarwirbel leitet Wetterwechsel ein
Der Polarwirbel dreht in den kommenden Tagen richtig auf und verlagert sein Kerngebiet von Grönland über Island und das europäische Nordmeer im verlauf der kommenden Woche über Skandinavien, die Barents- und die Karasee. Damit verändert sich auch das Setup der Großwetterlage: Das bisherige Blockadehoch über Skandinavien wird vollständig abgebaut und zunächst nach Süden, anschließend nach Westen auf den Atlantik transferiert. Die gestörte Zirkulation bleibt also erhalten, das Strömungsmuster ändert sich jedoch - und bietet so auch Chancen für Herbstwetter.

Bei wechselnder Bewölkung ist heute verbreitet mit Sonnenschein zu rechnen, Niederschlag ist nicht mehr zu erwarten. Der Wind weht schwach aus überwiegend nördlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +18 bis +22 Grad.
Kleinräumige Störung sorgt über dem Süden für Regen
Eine kleinräumige Störung dreht sich vom 4. bis 5. Oktober (Sonntag und Montag) über der Südhälfte ein und bringt ab Sonntagnachmittag vom Saarland und Baden-Württemberg her die ersten Schauer und Gewitter. Diese können sich auch über Teile von Rheinland-Pfalz, Hessen und zu den Abendstunden über Bayern ausdehnen. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt jedoch in der Nacht auf Montag über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern.
Am Montagvormittag ziehen die Niederschläge zügig nach Süden ab und es stellt sich - wie über dem Rest von Deutschland - ein Mix aus Sonne und Wolken ein. Die Temperaturen erreichen +18 bis +22 Grad und können bei länger andauerndem Niederschlag auf bis zu +15 Grad zurückgehen. Der Wind weht meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen.
Anmerkung: Noch immer berechnen die Prognosemodelle den Störimpuls am 4. und 5. Oktober unterschiedlich. Da es sich um einen aktiv-dynamischen Wettervorgang handelt, bleiben die Details hinsichtlich des Niederschlags abzuwarten.
Gradientenschwaches Wetter am 6. Oktober
Die kleinräumige Störung zieht am Dienstag von Süden erneut über die Alpen nach Norden und trübt den anfänglichen Sonnenschein ab den späten Nachmittagsstunden zunehmend ein; zum Abend sind südlich der Donaulinie ein paar Schauer möglich.
Weiter nördlich zeigt sich der Himmel meist aufgelockert bewölkt und verbreitet ist mit sonnigem und trockenem Oktoberwetter zu rechnen. Aber auch dort verdichtet sich im Tagesverlauf von Nordwesten her die Bewölkung und zu den Abendstunden sind über den nördlichen Landesteilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die ersten Regentropfen zu erwarten. Die Temperaturen erreichen bei schwachen, wechselnden Windbewegungen +18 bis +22 Grad.
Ab Mittwoch kippt das Wetter - Herbstluft erreicht Deutschland
Vom 7. bis 8. Oktober (Mittwoch und Donnerstag) positioniert sich das neue Blockadehoch auf dem Atlantik und lässt im Verbund mit dem Tiefdruckkern über Skandinavien das Strömungsmuster meridionalisieren. So kippt die Grundströmung von Süd-Nord auf Nord-Süd und führt spürbar kühlere Luftmassen nach Deutschland.
Erreichen die Werte am Mittwoch noch +15 bis +20 Grad, so sind am Donnerstag mit +8 bis +12 Grad herbstliche Temperaturen zu erwarten.
Begleitet wird der Temperaturrückgang von vielen Wolken, einem kräftigen Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen, der über den Küstenregionen und exponierten Lagen phasenweise auch stürmisch auffrischen kann, sowie zeitweiligem Niederschlag, der von Nordwest nach Südost über Deutschland zieht und an beiden Tagen für unbeständiges Wetter sorgen kann.

- 13:00 Uhr Wetterprognose: Der Herbst macht sich über Deutschland bemerkbar - dauerhaft, oder nur vorüberziehend?










