Wetter im Oktober: Kaltfront bringt Gewitter und zurückgehende Temperaturen
Noch hält das Blockadehoch über Europa Stand und führt im Verbund mit einem kräftigen Sturmtief auf dem Atlantik ungewöhnlich warme Luftmassen weit nach Norden. Doch die Ruhe trügt: In den kommenden 48 Stunden wird mit einer Kaltfront die Luftmasse destabilisiert und lässt eine Gewitterfront von West nach Ost über Deutschland hinwegziehen. Anfang Oktober baut sich das Blockadehoch über Nordeuropa allmählich ab und zieht sich weiter Richtung Süden zurück. Für die Frontalzone tun sich so neue Möglichkeiten auf. Was das konkret für die Temperaturen und den weiteren Wetterverlauf bedeutet, zeigt der Blick auf die aktuellen Modelle.

Heute beginnt der Tag noch mit viel Sonnenschein, der sich im Tagesverlauf von Westen her jedoch allmählich eintrübt, was zu den Abendstunden über dem äußersten Westen erste Schauer und Gewitter möglich machen kann. Östlich einer Linie zwischen Bremen und Stuttgart bleibt es mit einer verbreitet maximal möglichen Sonnenscheindauer trocken. Der Wind weht schwach aus östlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen östlich einer Linie zwischen Bremen und München +20 bis +24 Grad, nach Westen sind bis +28 Grad und über dem äußersten Südwesten bis +30 Grad möglich.
Anfang Oktober: Kaltfront überquert mit Schauern und Gewittern Deutschland
Der Ausläufer des Sturmtiefs zieht in der Nacht auf den 1. Oktober weiter nach Osten und erreicht zum Nachmittag eine Linie westlich zwischen Hamburg und Stuttgart. In der Nacht auf Freitag zieht das Tief sehr langsam weiter nach Osten, schwächt sich dabei ab, sodass über Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen die Niederschlagsfelder in sich zusammenfallen und es weitgehend trocken bleibt.
So präsentiert sich am Donnerstag der Himmel überwiegend stark bewölkt, wobei über Teilen von Bayern, Sachsen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern längere sonnige Abschnitte möglich sind. Am Freitag verlagert sich die starke Bewölkung weiter nach Osten, während rückseitig - etwa westlich einer Linie zwischen Rostock und Ulm - die Bewölkung auflockert und die Sonne wieder zum Vorschein kommt. Der Wind weht meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen und kann mit Durchzug der Kaltfront phasenweise stark böig auffrischen.
Die Temperaturen erreichen am Donnerstag noch verbreitet +22 bis +26 Grad und gehen mit dem einsetzenden Niederschlag auf +17 Grad zurück. Am Freitag sind +18 bis +22 Grad möglich.
Am Wochenende: Gradientenschwaches Wetter
Der Kaltfront gelingt es nicht, das Wetter über Mitteleuropa nachhaltig in Richtung Herbst kippen zu lassen und so stellt sich am Wochenende eine gradientenschwache und hochdruckdominierte Wetterlage ein. So wechseln sich über Deutschland vom 3. bis 4. Oktober (Samstag und Sonntag) Sonne und Wolken ab, gelegentliche Schauer, die örtlich auch von Gewittern begleitet werden können, sorgen für ein leicht unbeständiges Wetter.
Am Sonntag kann es über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern mit einer kleinräumigen Tiefdruckstörung über den Alpen zu nennenswertem Niederschlag kommen - ob diese Störung jedoch zustande kommt, bleibt derzeit noch abzuwarten. Verbreitet bleibt das Wetter über das Wochenende trocken. Die Temperaturen erreichen meist +18 bis +22 Grad.
Weiter zurückgehende Temperaturen
Zum Start in die neue Woche ändert sich am Wetter über Deutschland nur wenig. Die gradientenschwache Struktur bleibt erhalten, jedoch dreht der Wind auf nördliche bis nordwestliche Richtungen und führt mit +15 bis +20 Grad etwas frischere Luftmassen heran. Der Himmel zeigt sich meist wechselnd bewölkt, mit Niederschlag ist jedoch nicht zu rechnen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose - Die Großwetterlage strukturiert sich um, was bedeutet das für den Herbst und wann kommt Regen?









