Wettervorhersage: Das Wetter kippt bis Oktober
Der Oktober zwischen Herbst und Spätsommer. Eine ungewöhnliche Wetterentwicklung lässt die Temperaturen zunächst in die Höhe schießen und führt zum Beginn der neuen Woche mit einem Temperatursturz von bis zu 21 Grad zu einer spürbaren Abkühlung. Gewitter und regional kräftiger Regen begleiten den Wettersturz, der noch bis Mitte der kommenden Woche das Wetter über Deutschland dominieren kann. Zeitgleich aber baut sich über Skandinavien ein Hochdrucksystem auf, was bis Oktober entweder die Großwetteralge nachhaltig stabilisiert, oder vollständig in den Herbst abkippen lassen kann.

Wer sich für das Wetter begeistert, der wird in den kommenden Tagen voll auf seine Kosten kommen. Der Grund ist ein Temperatursprung, was die Temperaturen in den kommenden 48 Stunden nochmals in den sommerlichen und mancherorts mit mehr als +30 Grad in den hochsommerlichen Bereich ansteigen lassen kann. Doch stabil ist die Wetterentwicklung nicht - bereits zum Samstagabend kracht es über dem Westen.
Unwettergefahr: Wettersturz mit markant zurückgehenden Temperaturen
In der Nacht auf Sonntag dehnt sich die Gewitterfront weiter nach Süden und Osten aus und verhält sich bis Mitte der kommenden Woche überwiegend quasistationär, was entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Berlin zu ergiebigen Regenfällen führen kann. Weiter nach Norden und Süden klingt die Niederschlagstätigkeit ab. Es handelt sich jedoch um eine kleinräumige Störung, die sich da über Deutschland eindreht, was den Niederschlagsschwerpunkt noch verschieben kann. Die Störung sorgt zudem für einen Temperatursturz, was die Temperaturen bis Montag auf +10 bis +15 Grad regelrecht absacken lässt. Wer es genauer wissen möchte: Wetter September.

Schneefall, Graupelschauer, oder der Spätsommer im Oktober
Die Vorhersage-Modelle sind in der Struktur der kommenden Wetterlage im Vergleich der vergangenen Tage heute klarer aufgestellt. Was man auf den obenstehenden Wetterkarten erkennen kann, ist eine stabile und spätsommerliche Wetterentwicklung mit einem Hoch über Skandinavien. Dieses Hoch wird jedoch durch Trog am Wochenende in seiner Entwicklung gestört, kapselt den Trog jedoch im Verlauf der kommenden Woche ein. Infolge daraus wabert der Störimpuls über Deutschland, Österreich und der Schweiz umher und führt anstatt zu stabilem Spätsommerwetter zu einem herbstlich angehauchten Wettercharakter.
Störimpuls bis Oktober
Das Prinzip eines Störimpulses ist nichts Neues und tritt seit 2023 vermehrt auf. Die Störungen selbst leisten keinen Beitrag zu einer eigenständigen Wetterentwicklungen, sie stören lediglich den Aufbau einer stabilen Wetterlage, welche sich - wie im Frühjahr und Sommer - über Skandinavien entwickeln kann.
Dem Störimpuls bleiben im Prinzip zwei Optionen. Bei der ersten Option verweilt der Störimpuls über Mitteleuropa und regnet über mehrere Tage im Bereich der Alpen ab, was bis in den Oktober hinein zu unwetterartigen Regensummen von 80 bis 120 l/m² und regional von bis 200 l/m² führen kann. Dem Skandinavienhoch fehlt zudem die Achse nach Süden und kippt in den meisten Fällen entweder nach Osten und Westen ab, was das Strömungsmuster meridionalisiert und dem Störimpuls die Möglichkeit gibt, einen Trog von Skandinavien aus in Richtung der Alpen zu provozieren.
Schneefall über höheren Lagen
Sollte dieses Szenario so eintreten, hätte das bis Oktober den Vollherbst zur Folge. Der Wind kommt böig aus nördlichen Richtungen und die Temperaturen schwanken um die +10 Grad-Marke. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 1.100 und 1.600 Meter und mit entsprechender Schaueraktivität lassen sich unter diesen Bedingungen Graupelschauer bis auf die mittleren Lagen nicht ausschließen. Klart es in den Nächten auf, ist Frost zu erwarten.

Der goldene Oktober
In der zweiten Option verpufft der Störimpuls, der im Vergleich zu den vergangenen Tagen in der aktuellen Wetterprognose der Vorhersage-Modelle heute deutlich schwächer berechnet wird. Das Hoch setzt sich bis Oktober durch. Ob nachhaltig stabil, oder noch immer von Störungen durchsetzt, bleibt abzuwarten
Doch wird mit dem Skandinavienhoch die atlantische Frontalzone vollständig blockiert und es stellt sich eine gestörte Zirkulation ein, was ein wichtiges Signal für die kommende Wetterentwicklung ist. Zudem ist ein Skandinavienhoch typisch für den Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober und lässt mit einer stabilen Wetterentwicklung den Spät- oder Altweibersommer einziehen.
Frühnebel, warmes, trockenes und sonniges Oktoberwetter
Setzt sich das Hoch durch, ist nach Auflösung frühmorgendlicher Nebelfelder mit viel Sonnenschein zu rechnen. Sind die Temperaturen am Morgen noch frisch, so steigen diese zum Nachmittag auf +15 bis +20 Grad an. Je nach Ausgestaltung der Hochdruckzone können bis +25 Grad möglich sein.

Auf den Punkt gebracht: Gestörtes Zirkulationsmuster - Zwischen Herbst- und Spätsommer
An der Oktoberprognose von vor 96 Stunden hat sich heute nichts geändert. Nach dem markanten Wettersturz zum Beginn der neuen Woche setzt sich ein Hochdrucksystem über Skandinavien fest. Darin stimmen beide Vorhersage-Modelle und auch die Kontrollläufe überein. Fraglich ist die Aktivität des Störimpulses, der einer nachhaltig stabilen Wetterentwicklung noch einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen kann.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum vom 20. bis 23. September einen Temperatursturz von bis zu 21 Grad (!!!). Frühherbstliche bis herbstliche Temperaturen sind Zum Beginn der kommenden Woche das Erwartbare. Nachfolgend steigt das Temperaturniveau bis in den Oktober hinein stetig an. Die Temperaturanomalie beträgt vom 1. bis 5. Oktober zwischen +1,0 bis +2,0 Grad. Schneefall oder Graupelschauer sind somit wenig wahrscheinlich. Kaum einer der Kontrollläufe stützt diese Variante noch.
Die Regenprognose
Auch die Niederschlagsprognose zeigt ein deutliches Signal. So ist vom 21. bis 24. September im Schwerpunkt über der Südhälfte eine mäßig erhöhte Niederschlagsaktivität zu erwarten, die nach Norden abklingt. Vom 26. September bis 4. Oktober sind die Niederschlagssignale nur noch schwacher Ausprägung. Der Wettertrend favorisiert somit Anfang Oktober den Aufbau einer Hochdruckwetterlage - ob stabil? Schaun mer mal.

| Tag | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 25. September | +7 bis +18 Grad | +11 bis +14 Grad |
| 29. September | +11 bis +23 Grad | +16 bis +19 Grad |
| 4. Oktober | +11 bis +25 Grad | +16 bis +18 Grad |












