Wettervorhersage: Viel Regen über dem Süden, dann kommt der Altweibersommer

| M. Hoffmann
Altweibersommer

Nach dem Sturm und dem ergiebigen Regen über dem Süden setzt sich in der kommenden Woche der Altweibersommer über Deutschland durch und lässt die Temperaturen in den spätsommerlichen Bereich ansteigen.

Schleifende Regenfront. Etwa südlich einer Linie von Münster und Dresden zeigt sich der Himmel heute stark bewölkt. Südlich einer Linie von Rheinland-Pfalz und dem Bayerischen Wald ist mit länger andauerndem Niederschlag zu rechnen, der sich zum Abend über die Alpen zurückzieht und dort regional unwetterartig ausfallen kann. Weiter nach Norden scheint bei einem fast wolkenlosen Himmel häufiger die Sonne. Der Wind kommt stark böig aus westlichen Richtungen und schwächt sich im Tagesverlauf ab. Die Temperaturen erreichen +14 bis +18 Grad und können über den Regengebieten mit +10 bis +14 Grad frischer ausfallen.

Wetterberuhigung

Zum Start in die neue Woche dehnt sich am 3. Oktober (Mo. - Tag der Deutschen Einheit) ein Hochdrucksystem über Deutschland aus. Die letzten Schauer klingen über den östlichen Landesteilen ab und von Westen lockert die Bewölkung auf, was etwa südlich einer Linie von Köln und Berlin häufiger die Sonne zum Vorschein kommen lässt. Der Wind schwächt sich weiter ab und kommt aus unterschiedlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen +14 bis +18 Grad und über dem Westen kann örtlich die +20 Grad-Marke anvisiert werden.

Altweibersommer

Ein Hoch dominiert das Wetter am 4. und 5. Oktober (Di. und Mi.) über Deutschland. Zwar ziehen gelegentliche Wolkenfelder vorüber, doch mit Niederschlag ist vorerst nicht zu rechnen. Der setzt erst zum späten Mittwochnachmittag über dem Nordwesten ein und dehnt sich - unter Abschwächung - bis zu den Abendstunden nördlich einer Linie vom Saarland und Berlin aus. Viel an Niederschlag ist nicht zu erwarten. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und frischt am Mittwochnachmittag über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee stark böig bis stürmisch auf. Die Temperaturen steigen weiter an und erreichen am Mittwoch mit +18 bis +24 Grad spätsommerlich warme Werte.

Ruhiges und spätsommerlich warmes Oktoberwetter

Am 6. und 7. Oktober (Do. und Fr.) liegt Deutschland in einem gradientenschwachen Wetterumfeld. Und so ziehen nach frühmorgendlicher Nebelauflösung Wolkenfelder vorüber und trüben den Sonnenschein gelegentlich ein. Nur ganz vereinzelt kann ein Schauer beim Niedergang beobachtet werden, verbreitet bleibt es trocken. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und kann über den Küstenregionen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern phasenweise böig auffrischen. Die Temperaturen pendeln sich auf spätsommerliche +15 bis +20 Grad und örtlich bis +23 Grad ein.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Oktober

  • Zum Beginn häufiger die ersten Kaltlufteinbrüche bei Skandinavien
  • Das fördert die Wetteraktivität auf dem Atlantik und die ersten Herbststürme sind möglich
  • Mit einer Wahrscheinlichkeit von 73 Prozent ist im Zeitraum vom 7. bis 19. mit verstärktem Hochdruckeinfluss zu rechnen, was dem goldenen Oktober zuzuschreiben ist
  • Zähe Nebelphasen mit den ersten Nachtfrösten sind ab der zweiten Monatshälfte wahrscheinlich
  • Zum Oktoberende sind erste Schneefälle nicht ungewöhnlich
  • Im Monatsverlauf nimmt die Sonnenscheindauer um 2 Stunden ab.
  • Die Uhrzeit wird am 31. Oktober auf die Normalzeit zurückgestellt

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