Eine schwache Störung sorgt am Montag vor allem über den südlichen Regionen für etwas Regen, sonst bleibt bis einschließlich Donnerstag kommender Woche der Wettercharakter eines warmen Altweibersommers erhalten, wobei am Mittwoch und Donnerstag über dem Norden der eine oder andere Regentropfen nicht ausgeschlossen werden kann (Wetter September).

Betrachtet man die Großwetterlage, so liegt Ende September/ Anfang Oktober ein kräftiges Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien. Während sich südlich davon von den Azoren über Spanien, Frankreich bis nach Deutschland reichend ein Hochdrucksystem positionieren kann. Zwischen beiden Wettersystemen kommt es zu einem westlich orientieren Zirkulationsmuster.

Das macht eine Wetterprognose für die ersten Oktober-Tage nicht einfacher. Warum? Es wird im Detail darauf ankommen, wie sich das Hoch, bzw. das Tiefdrucksystem positionieren wird, wenige hundert Kilometer Verschiebung können entscheidend sein, ob es Regen oder Sonnenschein geben wird. Deutlicher zeigen das die heutigen Simulationen der Wettermodelle.

Das amerikanische Wettermodell berechnet eine hohe Tiefdruckaktivität der atlantischen Frontalzone über dem skandinavischen Raum, welche sich zeitweilig bis über das westliche Russland ausweiten kann. Gleichzeitig hält das Hochdrucksystem von Süden her dagegen, so dass Deutschland, Österreich und auch die Schweiz zwischen den Fronten liegen können. So wären im Zeitraum vom 1./3. Oktober mit einer von Nord nach Süd abnehmenden Tendenz Niederschläge zu erwarten und die Temperaturen könnten mit +16/+22 Grad weiterhin im für die Jahreszeit zu warmen Bereich bewegen.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, bei der die atlantische Frontalzone sich zunächst einmal bis Anfang Oktober über Skandinavien positionieren kann. Allerdings baut sich im folgenden Zeitraum bis zum 3. Oktober der hohe Luftdruck vor Mitteleuropa ab und die Tiefdruckrinne kippt mit ihrer Achse von West - Ost nach Südwest- Nordost verlaufend vor Mitteleuropa weg. In Folge dessen ergibt sich über Deutschland und dem östlichen Europa der Spielraum für ein neuerliches Hochdrucksystem, welches wiederum die Tiefdrucksysteme daran hindert nach Osten voranzukommen. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden somit in eine südlich warme Anströmung der Luftmassen gelangen können.

In einer dritten Variante setzt sich die atlantische Frontalzone über Skandinavien fest und "drückt" den hohen Luftdruck nach Westen auf den Atlantik weg. Im weiteren Verlauf dreht das Zirkulationsmuster bis zum 3. Oktober auf nördliche Richtungen, so dass neben einem unbeständigen Wettercharakter auch kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können.

Wie bereits in den letzten Tagen auch zeigt sich zum Monatswechsel ein großer Entwicklungsspielraum beim Wetter. In den letzten Tagen war ein Wetterumschwung die wahrscheinlichere Variante - und heute? Die Kontrollläufe weisen über dem Süden, Osten und Westen bis zum 2. Oktober eine nur schwache Niederschlagserwartung aus, welche nach Norden hin ansteigt. Das Temperaturspektrum liegt mit einem Mittelwert zwischen +18/+20 Grad im für die Jahreszeit zu warmen Bereich - also kein Vergleich zu den Simulationen der letzten Tage. Ob sich der Wetterumschwung oder die Erhaltungsneigung Anfang Oktober durchzusetzen vermag, bleibt auch Aufgrund des hohen Entwicklungsspektrums noch abzuwarten. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Herbst - Winter 2016/2017.

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