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Wetter November 2026 - Wetterprognose und Wettervorhersage

November 2026: Zwischen spätherbstlicher Wärme und erstem Winterdurchbruch

| M. Hoffmann

Sommerlich warm oder schon der erste ernsthafte Wintereinbruch? Der November zeigt sich traditionell als Wackelkandidat unter den Monaten - Anfangs noch mit spätsommerlicher Wärme, mal mit den berüchtigten Herbststürmen, die vom Atlantik heranziehen. Dazwischen lauern zähe Hochdruckwetterlagen, die zwar trocken, aber auch neblig ausfallen können. Ob sich am Ende der Spätherbst behauptet, in den Vollherbst überkippt oder der Winter bereits seine Fühler ausstreckt, hängt von einem Kräftemessen dreier Akteure ab: der atlantischen Frontalzone, dem sich weiter aufbauenden Polarwirbel und dem Azorenhoch.

Im November stellt sich das Wetter um - Vom Spätherbst über dem Vollherbst mit ersten winterlichen Akzenten © Martin Bloch
Im November stellt sich das Wetter um - Vom Spätherbst über dem Vollherbst mit ersten winterlichen Akzenten © Martin Bloch

Das Wetter im November kann aus statistischer Sicht entscheidend für den kommenden Winter sein. Zeigt sich in der letzten Dekade ein nachhaltiger Durchbruch des Winters, so ist mit einer Stabilisierung der winterlichen - meist meridional verlaufenden - Großwetterlage bis in die erste Dezemberdekade zu rechnen. Die Rahmenbedingungen müssen dafür jedoch optimal sein und das ist nur selten der Fall. Häufiger präsentiert sich das Wetter im November über Deutschland nasskalt und selten winterlich.

Vom milden Herbst zum nasskalten November

Der Sonnenstand sinkt und die Kraft der Sonne lässt weiter spürbar nach. So fällt es der Sonne zunehmend schwerer, die nächtlichen Nebel- und Hochnebelfelder im Tagesverlauf aufzulösen. Zum Monatsanfang gelingt das noch gut und die Temperaturen können die +15-Grad-Marke überschreiten und an manchen Tagen sogar in Richtung der +20-Grad-Marke streben. Ab dem zweiten Novemberdrittel geht der Wettertrend klar in Richtung nasskalt, was Temperauren von +3 bis +8 Grad entspricht.

Aufgrund der längeren Nächte kühlen die Landmassen deutlich schneller ab als die Meeresflächen, welche noch immer die Wärme aus dem Sommer und Spätsommer gespeichert haben. Durch diese Temperaturgegensätze gewinnt das Wetter an Dynamik, was nicht selten zu den ersten Herbststürmen führen kann.

Im letzten Drittel des Novembers hat sich die Luft so weit abgekühlt, dass der erste Schneefall mitsamt Durchbruch des Winters ab den mittleren Lagen möglich ist. In Zeiten der Klimaerhitzung nehmen die winterlichen Wetterbedingungen jedoch zunehmend ab und werden zu einem seltenen Schauspiel.

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)